Narkolepsie und Schweinegrippeimpfung

mögliche Ursachen, medizinische Zusammenhänge

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Mama37
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Re: Narkolepsie und Schweinegrippeimpfung

Ungelesener Beitragvon Mama37 » Do 1. Feb 2018, 20:07

Hallo, mein Sohn wurde 2009 geimpft und hat darauf Narkolepsie bekommen. Haben den Antrag auf Impfschaden gestellt, dieser wurde allerdings abgelehnt.
wer kann uns helfen

bobby
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Re: Narkolepsie und Schweinegrippeimpfung

Ungelesener Beitragvon bobby » Do 1. Feb 2018, 22:31

Hi Mama37 :)

(gilt nur für D) finde heraus, ob zum Zeitpunkt der Impfung diese Impfung eine öffentlich empfohlene Impfung seitens der STIKO (Ständige Impfkommission) war. Nur wenn das der Fall war, kannst Du überhaupt einen Anspruch gegen den Staat (hier: Versorgungsämter) vor Gericht einklagen. Dann brauchst Du einen sehr guten Rechtsanwalt, da Schadensersatzklagen gegen den deutschen Staat nur schwierig zu führen sind, da es keine wirklich einheitliche Rechtsprechung dazu gibt.

Ich wünsche Dir viel Erfolg :).

Viele Grüsse

Bobby :)
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janet73
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Re: Narkolepsie und Schweinegrippeimpfung

Ungelesener Beitragvon janet73 » Fr 2. Feb 2018, 18:28

Hallo zusammen,
auf der DNG-Jahrestagung vor zwei Jahren hielt Dr. Geert Mayer seinen üblichen Bericht: "Neues aus der Narkolepsie". Wenn ich recht erinnere, war der (damals) aktuelle Stand, dass ein Impfschaden nicht zweifelsfrei nachgewiesen werden könne. So wie ich es verstanden habe, schließt man in der Forschung nicht aus, dass auch der Erreger selbst Narkolespie ausgelöst haben könnte. Die Impflinge wurden ja vor der Impfung nicht immer auf Antikörper getestet. Möglich, dass einige geimpft wurden und das Virus schon in sich trugen. Soweit alles, was ich erinnere, ohne Anspruch auf Vollständigkeit. Ich hatte übrigens die Schweinegrippe, allerdings hatte ich da schon längst Narkolepsie...Es gibt auch Studien, welche die Zusatzstoffe im Impfstoff verantwortlich machen. Wie auch immer, vielleicht liegt es anders Uneinigkeit hinsichtlich der Beweisfähigkeit. Oder an der Lobby.
Janet

bobby
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Re: Narkolepsie und Schweinegrippeimpfung

Ungelesener Beitragvon bobby » Fr 2. Feb 2018, 22:05

In den skandinavischen Ländern sah man dort schon einen Zusammenhang bzw. aus diesen Ländern kam überhaupt der Hinweis über einen solchen Zusammenhang, da vermehrt Kinder an Narkolepsie erkrankten und dies durch die in den skandinavischen Ländern existierenden Register über Krankheitsfälle auffiel.
Dass dies in Mitteleuropa anders gesehen wurde, könnte natürlich auch daran liegen, dass die entsprechenden Pharmafirmen eher in Mitteleuropa ihren Sitz haben... Die Marketingmaschine auf "Vogelgrippe", "Schweinegrippe" etc. pp. war gerade voll unterwegs...
Woran ich mich nicht mehr erinnern kann: ist diese ...grippe auch öffentlich durch die Stiko empfohlen worden, da dann in Deutschland der Staat bei Impfschäden 'haftet'.

Viele Grüsse

Bobby :)
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Narki
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Re: Narkolepsie und Schweinegrippeimpfung

Ungelesener Beitragvon Narki » Mi 7. Feb 2018, 09:35

bobby hat geschrieben:In den skandinavischen Ländern sah man dort schon einen Zusammenhang bzw. aus diesen Ländern kam überhaupt der Hinweis über einen solchen Zusammenhang, da vermehrt Kinder an Narkolepsie erkrankten und dies durch die in den skandinavischen Ländern existierenden Register über Krankheitsfälle auffiel.


Bei den Hinweisen auf andere Länder sollte m. E. unbedingt bedacht werden, dass Skandinavien ein anderes Gesundheitssystem hat als bspw. Deutschland oder die Schweiz.
-> Rückschlüsse zwischen den Ländern sind kaum möglich zu ziehen!

S / SF / N
Wie Bobby hinweist, wurden in Skandinavien bei der Schweinegrippe-Epidemie-Panik angeordnet, dass sich alle EinwohnerInnen zu impfen haben. In den staatlichen Registern wurden die Geimpften aufgelistet.
Gegenüber den Betroffenen ist der Staat haftbar; in Schweden und Finnland läuft die Entschädigungszahlung seit geraumer Zeit.

Anders verhielt es sich in den mitteleuropäischen und anglikanischen Ländern. Hier wurden nicht alle aufgefordert, sondern eine Impfempfehlung für die Mehrheit der EinwohnerInnen ausgesprochen.

UK / IRL
In Grossbritannien und Irland müssen die Betroffenen eine Entschädigung teuer vor Gericht erkämpfen, so dass bislang kaum jemand Geld gesehen hat.

D
In Deutschland sammelte das Paul-Ehrlich-Institut die Verdachtsfälle http://www.pei.de/narkolepsie

CH
Wenig kommuniziert wird, dass die Schweiz das einzige Land ist, in welchem sich die Empfehlung nur auf Erwachsene bezog (also keine Jugendlichen unter 18 Jahren). Dadurch gibt es nur wenige Fälle. Diese haben jedoch leider kaum Aussicht auf eine Entschädigung, u.a. weil die Zuständigkeit damals für die Impfung bei den Kantonen lag, die Entschädigungsverhandlung mittlerweile auf Bundesebene verschoben wurde. :thumbdown:

Gruss,
Narki

PS: Wen es noch interessiert...
F / I / E
In Frankreich, Italien, Spanien wurden zwar auch Impfkonserven durch die Gesundheitsbehörden angeschafft. Aber da in diesen Ländern bei Krankheiten in erster Linie die Familie zuständig ist, wurde für die Schweinegrippeimpfung kaum geworben.


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