Narkolepsie & bariatrische Operationen

mögliche Ursachen, medizinische Zusammenhänge

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Ladybug
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Narkolepsie & bariatrische Operationen

Ungelesener Beitragvon Ladybug » Fr 18. Dez 2015, 00:18

Huhu

Ich bin momentan in der Vorbereitung zu einer bariatrischen Operation, da ich starkes Übergewicht habe.
Aufgrund meiner Medikamente empfiehl mit der Adipositas-Chirurg einen Schlauchmagen, obwohl er eigentlich einen Bypass besser fände.
Da es natürlich keine Erfahrungen zwischen Narkolepsie und Baritatrischen Operationen gibt, überlässt er mir die Entscheidung, welche Operationsmethode ich wähle. Da niemand weiß wie Modafinil aufgenommen wird, wenn ein Teil des Darms umgangen wird. Ich könnte vermutlich Post-OP auf Ritalin umsteigen, aber auch da ist nicht klar wie gut die aufnahme ist.

Nun zu meiner Frage. Hat jemand hier ebenfalls einen Bypass oder Sleeve/Schlauchmagen?? Wie ist das bei euch?

Liebe Grüße!

Ladybug :wave:

Schäfchen
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Re: Narkolepsie & bariatrische Operationen

Ungelesener Beitragvon Schäfchen » Mi 30. Dez 2015, 10:26

Nee, leider für Dich ,zum Glück für mich keine Erfahrungen.
Ich bin zwar ebenfalls starkübergewichtig,aber 1. nicht so stark, daß das erwogen würde. Obendrein esse ichsoundso im Allgemeinen eher wenig.

Ißt Du den eher viel und gerne oder eher wenig? Ich denke, daß die Frage für die Wahl der Op- Methode auch nicht unwesentlich wäre.

Was ICH mir auf keinen Fall nehmen lassen würde wäre eine medikantöse Therapieoption. Ritalin z.B. wirktbeimir gegen Narkolepsiesymptome gar nicht. Wenn bei Dir Modafinil wirkt, würde ich keinesfalls die Wirksamkeit riskieren.

Eine weitere Frage für mich vor so einer OP wäre,ob sie überhaupt Erfolg haben würde,ob es nicht andere Möglichkeiten gäbe.

Übergewicht ist gar nicht so selten, eine reine Stoffwechselangelegenheit : Neben der Narkolepsie kommen Schilddrüsenunterfunktionen infrage und diverse Fettstoffwechselstörungen. Ich z.B. habe sicher eine Fettstoffwechselstörung, nur da Ärzte zu finden, die nur das heute schon bekannte Wissen kennen, ist fast ein Ding der Unmöglichkeit. Ich habe im letzten Jahr mal einen Versuch mit L- Carnithin gestartet, weil ich wo gelesen hatte, daß das bei Fibromyalgie helfen kann. Was da passierte war so krass, daß ich es mal hier schildern möchte: Auf einmal war meine Muskelschwäche, unter der ich sehr leide, weg (mindestens Kraftverdoppelung, eher mehr), mein Krampfen verschwand, ich war plötzlich ständig hungrig, aß wieder soviel wie früher- also 3-4 mal soviel wie jetzt normal und nahm pro Woche 2kg ab. Leider war nach etwas über einen Monat die Wirkung wieder dahin. Kein Arzt, dem ich das schildere,kann damit was anfangen.

bobby
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Re: Narkolepsie & bariatrische Operationen

Ungelesener Beitragvon bobby » Fr 1. Jan 2016, 22:28

Hi Ladybug :)

Ladybug hat geschrieben:Huhu

Ich bin momentan in der Vorbereitung zu einer bariatrischen Operation, da ich starkes Übergewicht habe.
Aufgrund meiner Medikamente empfiehl mit der Adipositas-Chirurg einen Schlauchmagen, obwohl er eigentlich einen Bypass besser fände.
Da es natürlich keine Erfahrungen zwischen Narkolepsie und Baritatrischen Operationen gibt, überlässt er mir die Entscheidung, welche Operationsmethode ich wähle. Da niemand weiß wie Modafinil aufgenommen wird, wenn ein Teil des Darms umgangen wird. Ich könnte vermutlich Post-OP auf Ritalin umsteigen, aber auch da ist nicht klar wie gut die aufnahme ist.

Nun zu meiner Frage. Hat jemand hier ebenfalls einen Bypass oder Sleeve/Schlauchmagen?? Wie ist das bei euch?

Liebe Grüße!

Ladybug :wave:


zu Deinen Magen- bzw. Darmoperationen kann ich nicht viel sagen, da ich mich damit nicht auskenne. Allerdings kann ich Dir zu Ritalin bzw. dem Wirkstoff Methylphenidat sagen, dass dieser Wirkstoff unbedingt einen ausreichend niedrigen (also sauren!) ph-Wert von 1 benötigt, damit dieser vom Körper aufgenommen werden kann.

Hintergrund: Ich hatte vor über zehn Jahren mit dem Rauchen aufgehört und wie jeder zweite ehemalige Raucher eine schlimme Magenschleimhautentzündung bekommen. Ich erhielt Medikamente aus der Gruppe der "Protonenhemmer" (wo die Wirkstoffe alle auf ...prazol enden) und hatte als Narki den Eindruck, dass mich diese Medis "umhauten", bis ich merkte, dass mein Narkolepsie-Medikament einfach nicht mehr wirkte. Ich habe vier verschiedene Protonenhemmer ausprobiert und alle hatten dieselbe negative Wirkung. Irgendwann hatte ich dann irgendwo gelesen, dass Methylphenidat und diese Protonenhemmer sich nicht vertragen bzw. dass die Aufnahme von Methylphenidat dabei verhindert wird.
Ich schliesse daraus, dass Methylphenidat einen sauren Magen braucht UND dass Methylphenidat über den Magen augenommen wird, da hinter dem Zwölffingerdarm der "Nahrungsbrei" neutralisiert wird (die Magensäure entfernt wird).
Da die Protonenhemmer nur im Magen wirken, muss folglich das Methylphenidat vom Magen aufgenommen werden...

Klär also mit Deinen Ärzten - sofern Du auf Ritalin umsatteln willst - ob die von mir dargestellten Annahmen bei Deinen OP-Alternativen noch in Deinem Körper vorhanden sein werden. Zu Modafinil/Modasomil kann ich Dir leider nichts sagen.

Viele Grüsse

Bobby :)
D 2017: Wahlen kommen und gehen - die Politik bleibt (Merkel, Merkel, Merkel) :evil:


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