Beitrag zum Thema "Narkolepsie-Hund"

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Lize
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Beitrag zum Thema "Narkolepsie-Hund"

Ungelesener Beitragvon Lize » Fr 9. Nov 2007, 00:36

Huhu,

ich hoffe ich wiederhole nicht ein schon geschriebenes Topic.

Kürzlich lief nachts auf Phönix ein Bericht über eine narkolepsiekranke Frau aus England. Da bei ihr Medikamente nichts mehr brachten bekam sie einen speziell ausgebildeten Narkolepsie-Begleit-Hund. Die Frau schlief z.B. mitten auf der Strasse ein und der Hund bewachte sie, gab laut in bestimmten Situationen und stupse sie nach einer gewissen Zeit an.
Diese Frau hatte unglaublich heftige und häufige Schlafanfälle.
Hat das jemand gesehen oder weiß jemand etwas darüber das diese Hunde auch in Deutschland ausgebildet werden?

Schlafmuetze
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Re: Beitrag zum Thema "Narkolepsie-Hund"

Ungelesener Beitragvon Schlafmuetze » So 26. Okt 2008, 16:00

Hallo
Falls die Frage noch aktuell ist, ja es gibt immer mehr "Begleit-hunde Dienste" in Deutschland, ich interessierre mich für das Thema auch schon seit Jahren und hatte in USA eine Frau kennen gelernt die einen hatte wg. Narkolepsie. Es scheint aber für alleinstehende betroffene fast einfacher zu sein, statt einen hund, eine persönliche assistenz zu bekommen...

Möglicherweise würde das sog. persönliche Budget helfen das seit Anfang diesen Jahres gesetzlich geregelt ist das auch zu finanzieren.
Falls noch aktuell frag ich gern ma bei den Stellen nach mit denen ich in Kontakt stehe
Beides hat Vorteile, so ein hund aber auch ein Mensch. Für den Mensch muss man zwar stundenweise bezahlen aber er kann sich in gewisser weise auch um sich selber kümmern. Bei dem hund allerdings beruht das Verhältnis auf Gegenseitgkeit. dazu sind manche Menschen nicth in der Lage, vor allem wenn man unvorhergesehene Ereignisse eintreffefn sollten ( den Assistenten kann man mit ins Krankenhaus nehmen, den Hund aber nicht)
Mützi
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Ich bin eigentlich ganz anders -aber ich komme so selten dazu.

bobby
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Re: Beitrag zum Thema "Narkolepsie-Hund"

Ungelesener Beitragvon bobby » Di 28. Okt 2008, 19:21

Hallo Mütze :)

Schlafmuetze hat geschrieben:...Möglicherweise würde das sog. persönliche Budget helfen das seit Anfang diesen Jahres gesetzlich geregelt ist das auch zu finanzieren...


Wenn ich die Informationen richtig einschätze, ist (in Deutschland) das persönliche Budget ein reines Sparprogramm. Hätte mich in Zeiten des allgemeinen Sozialabbaus auch gewundert wenn es anders gewesen wäre :x ...

Doch wieso komme ich darauf...

(1) Das persönliche Budget soll bisher erbrachte Leistungen als Geldleistungen (oder in begründeten Ausnahmefällen als Gutscheine...) erbracht werden. Das klingt gut (insbesondere die Wortwahl "Budget"), doch will man im Prinzip nur erreichen, das Leistungen, die bisher von den Sozialträgern erbracht wurden auf die Behinderten übertragen; so werden viele Verwaltungskosten gespart und möglicherweise auch die Sozialkosten an den einzelnen Behinderten gesenkt, da die Höhe des persönlichen Budgets sich an den bisherigen Kosten "orientieren" soll; was wohl im Klartext eher "weniger" als "mehr" bedeuten soll.

(2) Der Betroffene kann (nur) auf Antrag im Rahmen eines "Bedarfsfeststellungsverfahrens" bei den Sozialträgern (Krankenkasse, Rentenanstalt, Integrationsämtern etc. pp.) ein personliches Budget erhalten; er bzw. sie kann auch ein "sozialträgerübergreifenden Antrag" auf ein persönliches Budget stellen. Der Betroffene erhält dann sogenannte "Komplexleistungen" aller Sozialträger gemeinsam... :lol: Das könnte direkt vom "Ministerium für Informationswiederbeschaffung" (aus dem Film "Brasil") stammen :mrgreen:

(3) Besonders kritisch finde ich den in § 17 Abs. 2 SGB IX enthaltenen (auf den ersten Blick harmlos lautenden) Satz 5: "An die Entscheidung ist der Antragsteller für die Dauer von sechs Monaten gebunden." :shock: Heisst aus dem Amtsdeutsch übersetzt: Reichen die "geldwerten Mittel" für den Betroffenen nicht aus, muss er sechs Monate auf Anpassung der Leistungen warten 8) :lol:

(4) Der Betroffene mit seinem "persönlichen Budget" wird Leistungen kaufen, die möglichst günstig sind. Dies wird also gerade "soziale" Einrichtungen fördern, die mehr dem "bildungsfernen Milieu" entspringen (ala 1 Euro-Jobber als qualifiziertes Fachpersonal ausweisen etc.pp.). So brauchen die Politiker nicht mehr selbst das Sozialdumping zu betreiben, sondern überlässt dies den Betroffenen... :?

(5) Ich bin mir nicht sicher, ob das persönliche Budget für uns Narkoleptiker überhaupt geeignet ist, da ich mir wiederkehrende Leistungen (damit sind jetzt nicht die Medikamente gemeint) gerade nicht vorstellen kann. Gerade bei der "persönlichen Assistenz" (was für eine grauenhafte Wortschöpfung *schüttel*) sollte es lieber bei der Verschreibung der bisherigen Leistung bleiben, da man Teuerungen (für den "Kauf" der Dienstleistungen) ja nicht automatisch erstattet bekommen würde.

Fazit: Ich finde das Gesetz plus Verordnung wirklich schlau gemacht. Neue Slogans und neue Wortschöpfung aber nicht eine reele Verbesserung für die Betroffenen; faktisch sogar für die Sozialträger noch ein Sparprogramm (wenn richtig angewendet ;) ).

Aber: Sofern jemand Ideen für das persönliche Budget haben sollte oder vielleicht selbst für sich (oder andere) ein persönliches Budget beantragt habt, wäre es super, wenn Du/Ihr Eure Erfahrungen hier wiedergeben könntet :!:

Viele Grüsse

Bobby :)
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Sams
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Re: Beitrag zum Thema "Narkolepsie-Hund"

Ungelesener Beitragvon Sams » Do 27. Jun 2013, 10:13

Hallo zusammen,

aus aktuellem Anlass möchte ich das Thema "Narkolepsie-Hund" noch mal aufgreifen. In der Schweiz gibt es einen speziell für Narkolepsie ausgebildeten Hund.

www.aufrad.ch/medien/dokumente/.../12_1 ... in_low.pdf

Seit einiger Zeit bin ich mit einer Beantragung eines solchen Hundes für meine Tochter beschäftigt.Beantragung bei der Krankenkasse, Überprüfungsantrag, Widerspruch.... Einen Ausbilder für diesen Hund haben wir auch schon gefunden.Dieser hat sogar an o. g. Beispiel mitgeholfen den Hund auszubilden. Allerdings sieht es mit der Finanzierung sehr schlecht aus.
Die meisten Hilfshunde, Warnhunde, wie auch immer werden allein aus Spenden finanziert. Auch in unserem Fall kann ich davon ausgehen, dass die KK wieder ablehnen wird. Sie bezieht sich allein auf ihren "Hilfekatalog" nach dem nur "Blindenhunde" finanziert werden. Obwohl ein solcher Hund genau wie bei einem "Blindenhund" die Führung meiner Tochter übernehmen würde. Wie z. B. sicheres Führen durch den Straßenverkehr, in öffentlichen Verkehrsmitteln, sicheres Umgehen von Hindernissen usw.

An einen Antrag auf Trägerübergreifendes Budget habe ich auch schon gedacht. Bin aber auch noch auf der Suche nach Erfahrungswerten, was das angeht.

Vielleicht hat ja von Euch jemand Ideen und Anregungungen...oder kennt bundesweite Stiftungen, die sich schon mal an solchen Vorhaben beteiligt haben.

LG

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sleepingRose
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Re: Beitrag zum Thema "Narkolepsie-Hund"

Ungelesener Beitragvon sleepingRose » Di 21. Apr 2015, 20:53

Also bei mir ist s bald soweit ich werde einen narkolepsie Begleithund bekommen im Mai ist der Wurf unf Mitte Juli zieht der Welpe bei mir ein
Zusammen mit einem professionellen assistenzhundetrainer bilde ich den Welpen dann selber aus und lege nach 2 Jahren eine Prüfung ab danach ist er als assistenzhund anerkannt :)
Ich freue mich sehr es wird eine Riesen hilfe
Ich habe oft kataplexieen und wurde schon 2 mal angespuckt weil mich Passanten für nen drogenahängigen hielten
Und auch bei vielen anderen Situationen wird er mir das Leben leichter machen und damit auch meinem lebenspartner

Ich werde bald einen Blog starten in dem ich die Ausbildung beschreibe und auch Fotos rein Stelle ich werde wenn es soweit ist einen Link reinstellen ;)
Liebste Grüße Rose

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Sonnenschein
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Re: Beitrag zum Thema "Narkolepsie-Hund"

Ungelesener Beitragvon Sonnenschein » Di 21. Apr 2015, 21:37

Hallo Rose!
Es hört sich gut an wenn du so eine Hilfe hast.
Das du von Passant angespuckt wirst/würdest ist echt miss!
Ich persönlich habe angst vor Hunde. Es löst bei mir auch das umfallen aus. Zu mindestes ist mir das 2 mal passiert. Möchte eigentlich nicht aber kann es nicht beeinflussen.
Gerne schaue ich in dein Block und werde das verfolgen.

LG Sonnenschein

bobby
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Re: Beitrag zum Thema "Narkolepsie-Hund"

Ungelesener Beitragvon bobby » Mi 22. Apr 2015, 07:33

Hallo Rose,

wenn es dann losgeht, musst Du unbedingt den Link zu Deinem Blog hier posten :) .

Viele Grüsse

Bobby :)
D 2017: Wahlen kommen und gehen - die Politik bleibt (Merkel, Merkel, Merkel) :evil:

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Re: Beitrag zum Thema "Narkolepsie-Hund"

Ungelesener Beitragvon Agent Sleep » Mi 22. Apr 2015, 10:37

Das ist ja toll, Rose!
Viel Freude und Erfolg mit dem vierbeinigen Helfer.
Bin sehr gespannt auf deinen Blog.

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Re: Beitrag zum Thema "Narkolepsie-Hund"

Ungelesener Beitragvon Kyra » Mi 13. Mai 2015, 12:29

Hallo Rose,

ich wünsche dir ganz viel Spaß beim Training mit deinem neuen Freund! :)

Hoffentlich bleiben dir in Zunkunft solche negativen Reaktionen von Passanten erspart, ich bin geschockt und traurig zugleich.

LG

Kyra

binmüde
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Re: Beitrag zum Thema "Narkolepsie-Hund"

Ungelesener Beitragvon binmüde » Do 14. Mai 2015, 13:35

Mein Erlebnis mit einem Hund in Kurzfassung: Schäferhund einer Bekannten ist durch irgendwas erschrocken und bellte, bin dann auch erschrocken und Haltemuskeln haben schlapp gemacht, Hund bekam das mit und legte Schnauze auf Oberarm. Schaute mich an wie "tut mir leid, hab ich nicht gewollt". Einfühlsamer als mache Passanten...
Gruß
binmüde

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Narki
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Re: Beitrag zum Thema "Narkolepsie-Hund"

Ungelesener Beitragvon Narki » Fr 15. Mai 2015, 08:46

binmüde hat geschrieben:Mein Erlebnis mit einem Hund in Kurzfassung: Schäferhund einer Bekannten ist durch irgendwas erschrocken und bellte, bin dann auch erschrocken und Haltemuskeln haben schlapp gemacht, Hund bekam das mit und legte Schnauze auf Oberarm. Schaute mich an wie "tut mir leid, hab ich nicht gewollt". Einfühlsamer als mache Passanten...

Wenn ich die Umgebung für einen Hund hätte, würde ich mir einen Narki-Hund aussuchen. Ich stelle mir das ganz lustig vor: Ich spiele mit dem Hund und - wusch - liege am Boden. Der Hund auch.
Oder wenn ich nach Hause käme, würden wir uns vermutlich auch am Boden liegend begrüssen.

sleepingRose hat geschrieben:Ich werde bald einen Blog starten in dem ich die Ausbildung beschreibe und auch Fotos rein Stelle ich werde wenn es soweit ist einen Link reinstellen ;)

Da warten wir alle schon gespannt darauf.

Sams
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Re: Beitrag zum Thema "Narkolepsie-Hund"

Ungelesener Beitragvon Sams » Fr 30. Okt 2015, 11:25

Hallo Rose,

wie geht`s mit der Ausbildung von Deinem Assistenzhund voran? Unsere macht sich sehr gut. Sie reagiert sowohl auf Müdigkeit, als auch auf die Kata's meiner Tochter.

LG


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