Blöde Sprüche zu Diagnosemitwirkung, bin oft genervt.

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antischnarchi
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Blöde Sprüche zu Diagnosemitwirkung, bin oft genervt.

Ungelesener Beitragvon antischnarchi » Fr 31. Jan 2014, 22:29

Hallo

Wie geht Ihr damit um? Ich meine viele von euch haben sicherlich auch mit Hilfe des Internets bei Ihrer eigenen Diagnose mitgewirkt.
Wenn man eine ungewöhnliche und seltene Krankheit hat, oder erst mal nur die Beschwerden wahrnimmt und keiner hilft einem, dann ist es wahrscheinlich relativ normal, dass man Google u. Co. fragt.
Nun höre ich natürlich auch immer wieder mal den Spruch: "Du schaust zu viel ins Netz" oder "du googelst zu viel".
Was soll man auch sonst machen, wenn einem über lange Zeit keiner richtig hilft?
Natürlich kann man sich selber keine Diagnose stellen, schon gar nicht auf Grund von Symptomen. Das können letztendlich nur die Ärzte, aber alleine bekommen es die meisten Ärzte ja auch nicht hin. Das zeigen ja immer wieder die üblichen langen Zeiten bis zur Diagnose und auch die vielen Fehldiagnosen, die man vorher bekommt.
In einem Fall wird einem vorgeworfen, dass man nicht genug mitwirkt, anderseits gibt es den Vorwurf, dass man zu viel im Netz surft. Wie macht man es richtig? Es ist eigentlich nie richtig.
Objektivität ist in jedem Fall wichtig. Die Gefahr zur Hysterie ist in jedem Fall auch groß, finde ich. Die Sehnsucht nach einer Diagnose und einer möglichen Therapie usw. sind möglicherweise mit daran schuld.
Mich nerven die Sprüche oft.
Wie seht Ihr das?

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somnueschen
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Re: Blöde Sprüche zu Diagnosemitwirkung, bin oft genervt.

Ungelesener Beitragvon somnueschen » Fr 31. Jan 2014, 23:43

Hallo antischnarchi,

das ist ein superinteressantes Thema, das viele Aspekte hat.

Wenn es im optimalen Fall darum geht, das genau passende, wissenschaftlich überprüfte Wissen abzurufen und zu verarbeiten, ist das schon schwer genug. Zusätzliches Wissen verschafft immer Vorteile - der eigene Zustand kann eingeordnet werden, möglicherweise auch verbessert, und in jedem Fall kommuniziert. Und es schafft oft auch Nachteile - ein Verdrängen alltäglicher Lasten wird schwieriger, Lebensziele müssen neu gesteckt werden, die eigene Einsortierung und die Bewertung durch die Gesellschaft verändert sich v.a. bei Krankheiten oft zum Nachteil. Und obwohl für alle Menschen das Leben ein Gefängnis ist, das mit dem Tod endet, wird einem das Gefangensein bei einer chronischen Krankheit oft erst richtig bewusst, der Blick in den Abgrund kann verstörend sein oder zu eigenen Krankheitssymptomen führen.
Die Hysterie, die Du als mögliche Folge des "freien Sammelns" nennst, kann dadurch entstehen, dass falsches Wissen gesammelt oder Teilwissen gefunden wird, das erst in einem Kontext korrekt interpretiert werden kann, der nur speziell ausgebildeten Menschen, z.B. Ärzten, zur Verfügung steht. Oder dass das Wissen zwar korrekt aber im Moment so erschreckend ist, dass man es besser nur in Begleitung und häppchenweise zu sich nimmt (also im Gespräch) und nicht alleine vor dem Bildschirm. Deswegen ist die Warnung vor der eigenständigen Suche zu einem kleinen Teil gerechtfertigt und muss bedacht werden. Beispielsweise kann man sich - und ich denke, dass stellt sich bei Betroffenen nach längerer Zeit automatisch ein - eine distanziertere Haltung zu den Suchergebnissen antrainieren. Man kann verstehen, dass es sich jeweils nur um kleine Teilaspekte der Wahrheit (wenn überhaupt :lol: ) handelt, nur um eine bestimmte Perspektive, einen Mosaikstein auf der Suche nach einer Antwort. Und man kann lernen, Zeit verstreichen zu lassen, damit sich aus den vielen Stücken vielleicht ein etwas größeres Bild ergibt, das eine Basis für das weitere Vorgehen sein kann.

Die Ärzte, mit denen ich gearbeitet habe, haben sich in den letzten Jahren (also seit ich mich selber informiere) sehr schnell in zwei Gruppen gespalten. Es gibt Ärzte, die abfällig über das angelesene Laienwissen sprechen und eine konstruktive Kommunikation auf dieser Basis ablehnen. Dahinter können ganz verschiedene Gründe stehen, möglicherweise gab es tatsächlich Erlebnisse mit falsch verstandenen Selbstdiagnosen und verheerenden Folgen oder auch unangenehme Streitgespräche, die auf Missverständnissen und Fehlinformationen basierten. Von Fall zu Fall kann aber auch eine - ich meine fast ängstliche - Haltung dahinterstehen, die jeder nachvollziehen kann. Die Situation kann interpretiert werden als eine unangemessene Kontrolle des eigenen Wissens durch den Patienten oder sogar als Beschädigung eines Selbstbildes, das es nicht zulässt, von einem Laien dabei ertappt zu werden, nicht alle Details zu kennen.
Ich erlebe aber immer mehr Ärzte (und dazu gehörte auch mein erster Neurologe - ich war sprachlos), die den eigenen selbstständigen, in meinem Fall auf einem Zeitungsbericht basierenden Diagnoseversuch willkommen heißen und aufbauend auf diesem Ansatz weiterarbeiten. Und es gibt Ärzte, die interessiert nachfragen, was man zu diesem oder jenem Thema gelesen hat und sich Notizen machen.

Bei der Verwendung des aus dem Netz gewonnenen Wissens für sich selbst, für Gespräche mit Nachbarn oder Ärzten erscheint mir wesentlich, dass alle Beteiligten sich zumindest teilweise im Klaren sind, wie wenig wir alle wissen, und das jeder neue Wissensbrocken eine Herausforderung darstellt, die nicht zu bejubeln oder abzuwerten sondern sorgfältig einzuordnen ist.

Oh Schreck, Entschuldigung für das lange Geschwafel :)

Bin gerade total aufgekratzt :roll:
somnueschen

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Re: Blöde Sprüche zu Diagnosemitwirkung, bin oft genervt.

Ungelesener Beitragvon Narki » Sa 1. Feb 2014, 08:16

Hallo Foris

Meiner Ansicht nach kann man schon vom Fluch und Segen des Internets sprechen.

Fluch: Wenn ich beispielsweise einen normalen Erkältungshusten habe und dann beginne, im Internet zu googeln, lande ich mit Sicherheit auf einer Seite, die nur Extreme erwähnt. Hinzu kommen noch 'leckere' Bildchen und nach 30 Minuten bin ich überzeugt, dass ich lebensbedrohlich krank bin... :crazy:

Segen: Bei seltenen Erkrankungen, die ein durchschnittlicher Hausarzt vielleicht einmal während seiner gesamten Berufszeit je zu sehen bekommt, können das Internet oder auch Medienberichte helfen, dass man auf Infos stösst. Und sehr hilfreich finde ich das Netz für den Moment, wenn man die Diagnose hat und sich mit anderen Betroffenen austauschen möchte. So zum Beispiel dieses Forum. Ich denke, dass es schon einigen Narkis bei der Verarbeitung geholfen hat :D

Gruss,
Narki

cadde
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Re: Blöde Sprüche zu Diagnosemitwirkung, bin oft genervt.

Ungelesener Beitragvon cadde » Do 6. Feb 2014, 17:58

Hallo ihr Lieben!

Wie ihr wisst arbeite ich ja im Rettungsdienst, auch dort begegnet mit DR. Google des öfteren...

Mittlerweile kann ich alle Ärzte verstehen, die abfällig darauf reagieren. Wir fahren oft genug mit Blaulicht und Lalülala zu nem Schnupfen, weil die Leute gegoogelt haben und denke sie haben Malaria oder sonstwas tödliches... :crazy:

Andererseits ist das internet für uns heutzutage eine echte Erleichterung. Man bekommt oft genug einen Arztbrief in die Hand gedrückt und der Patient hat Morbus irgendwas, oder eine sonstige seltene Krankheit, oder Medikamente die man noch nie gehört hat. Dann mal schnell und unauffällig das Smartphone gezückt und gegoogelt. Zack hat man den Patienten mit Fachwissen beeindruckt und steht nicht wie der letzte Depp da, weil man nach Augenerkrankungen fragt und der Patient entrüstet antwortet: Ich hab doch .... steht doch im Arztbrief, wissen sie nicht was das ist??? :clap:

Ich denke es kommt immer darauf an, wie man sein Wissen beim Doc anbringt. Verwendet man z.B. Fachwörter im normalen Gespräch, wird man automatisch ernster genommen. Sätze wie: "Ich hab im Internet gelesen, dass..." sollte man lassen, lieber: "Ein befreundeter Arzt/Krankenschwester/Rettungsassistent meinte, dass..." auch wenns Google war. So kann der Arzt immernoch gut darauf reagieren und hört vielleicht eher zu...

Liebe Grüße
Cadde

PeterPaul
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Re: Blöde Sprüche zu Diagnosemitwirkung, bin oft genervt.

Ungelesener Beitragvon PeterPaul » Do 6. Feb 2014, 18:33

Aber bitte keine medizinischen Fachwörter die man auch noch falsch ausspricht oder falsch verwendet. Dann wird man erst recht nicht ernst genommen
Peter
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Re: Blöde Sprüche zu Diagnosemitwirkung, bin oft genervt.

Ungelesener Beitragvon cadde » Do 6. Feb 2014, 19:29

Das habe ich mal vorausgesetzt...
Ich meinte damit, dass jeder der chronischen Bluthochdruck hat, weiß, dass die Fachterminierung dafür arterielle Hypertonie ist (meist in Verbindung mit KHK und VHF :crazy: :lolno: ) Sage ich dann einem Arzt "ich habe chronische arterielle Hypertonie" hört sich das besser an als: "Herr Doktor, ich hab seit Jahren immer so ein hohe Blutdruck!"

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Re: Blöde Sprüche zu Diagnosemitwirkung, bin oft genervt.

Ungelesener Beitragvon Murmeltiermama » Mo 17. Mär 2014, 12:32

cadde hat geschrieben:Das habe ich mal vorausgesetzt...
Ich meinte damit, dass jeder der chronischen Bluthochdruck hat, weiß, dass die Fachterminierung dafür arterielle Hypertonie ist (meist in Verbindung mit KHK und VHF :crazy: :lolno: ) Sage ich dann einem Arzt "ich habe chronische arterielle Hypertonie" hört sich das besser an als: "Herr Doktor, ich hab seit Jahren immer so ein hohe Blutdruck!"


Das kann ich so nicht unterschreiben.... Meine Erfahrungen: generell halten alle mir bekannten Ärzte die Patienten für chronisch unterbelichtet und eben für dumme Laien, sie haben ja schließlich nicht Medizin studiert.... Wenn man dann noch "superschlau daherquatscht" (wie oben genannt) dann bekommt man doppelt einen Rüffel von den Halbgöttern in weiß.... Wie kann sich ein Laie anmaßen mit Fachtermini um sich zu werfen. Und überhaupt, Ärzte sind doch generell "wissend geboren".... so siehts aus. Wenn man als Patient seine Symptome schildert, hört einem keiner zu! Das geht unter wie weißes Rauschen... leider.

Sorry, bin derzeit von allen Arten Medizinern nur noch enttäuscht und genervt. Aber wenn man über sehr viele Jahre nur schlechte Erfahrungen gemacht hat, dann kommt das halt so.

antischnarchi
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Re: Blöde Sprüche zu Diagnosemitwirkung, bin oft genervt.

Ungelesener Beitragvon antischnarchi » Di 18. Mär 2014, 14:40

Irgendwie geht mir das genauso. Du sprichst mir aus der Seele. Gute Ärzte sind und bleiben absolute Ausnahmen.

Schäfchen
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Re: Blöde Sprüche zu Diagnosemitwirkung, bin oft genervt.

Ungelesener Beitragvon Schäfchen » Di 3. Feb 2015, 18:03

Wenn ich ganz ehrlich bin, ich stelle mittlerweile jede Eigendiagnose mit Google. Und lasse dann die Eigendiagnose nur noch vom Arzt bestätigen.
Selbst die Therapie ergoogele ich

Es ist mir leider schon seit Jahren kein mal mehr passiert, daß ein Arzt weitergehende hilfreiche Ideen hatte.

Es ist mittlerweile schon so weit, daß ich erst zum Arzt gehe, wenn ich weiß, was mir fehlt oder zumindest eine konkrete Idee habe, was ich dann untersucht haben will. Zum Glück kann ich da mit meiner Hausärztin gut reden. Zu einem Facharzt gehe ich nur sehr ungerne, weil das meist eh nichts bringt. Diese sind leider meist einiges überheblicher. Ich weiß, daß meine Hausärztin nicht besonders fähig(punkto Ahnung) ist , aber man kann mit ihr reden (und das wiegt alles auf)., seine Gedanken darlegen und regelrecht das Für- und Wider diskutieren. Meine Diagnose habe ich schon bevor ich zu ihr wechselte bekommen, aber sonst hätte ich das wahrscheinlich bei ihr erneut angesprochen

Und liebe Leute, ich GARANTIERE Euch, ohne eigene Recherche hätte ich die Diagnose Narkolepsie noch heute nicht. Schon so hat es lang genug gebraucht, weil mich kein Arzt ernst nahm- ich hatte eigentlich schon aufgegeben, jemals eine Diagnose zu bekommen.

Meine Verwandten bringe ich mittlerweile auch schon mit Anfangsdiagnose ins Krankenhaus,z.B. meine Mutter mit Ileus (Darmverschluß)- der Hausarzt hatte die Zeichen falsch gedeutet- ich habe dann gleich im Krankenhaus auf die Möglichkeit hingewiesen, daß ein Leitsymptom bei meiner Mutter fehlen könne und dazu noch gleich eine Geschichte erzählt. Zum Glück wurde ich ernstgenommen und nur die Ursache des Ileus wurde dann noch im Krankenhaus rausgefunden: zum Glück(das hätte ich mit meinen Möglichkeiten nicht können).

Einmal in der Vergangenheit hatte ich nicht die richtige Verdachtsdiagnose gestellt (es waren multiple Lungenembolien- ich tippte auf massive Lungenentzündung)- der Hausarzt natürlich auch nicht- zum Glück wurde der Fall überlebt, aber wenn das zum Tode geführt hätte, ICH würde MIR noch heute Vorwürfe machen, weil mittels google hätte ich auf die Idee kommen müssen.

Ich bin keinesfalls krankheitshysterisch, kein Hyochonder o.ä., aber ich bin so dankbar, daß es google gibt. Hier vor Ort(Dorf) gibt es natürlich keine medizinische Fachbibliothek. Zu so etwas hinzukommen, das macht mal nicht so eben und dort muß man ja auch zumindest wissen, wonach man sucht- es gibt nicht so schöne Stichworte die man eingeben kann,
Ich hatte damals bezgl. meiner Narkolepsie unter Anfallsleiden/Epilepsien gesucht- eigentlich ein vollkommen verkehrter Ansatz, aber ein Lehrbuch verwies dann in dem Kapitel auch auf die Narkolepsie . Und mit diesem Stichwort konnte ich weitersuchen. Und als ich das dann las, war es für mich eigentlich klar. Nur die Kataplexien, beim ersten Lesen dachte ich, daß ich die gar nicht hätte,und, daß das dann gegen Narkolepsie spräche.
Erst als sich die Info aus der Biblothek gesetzt hatte, ich das verinnerlicht hatte, wurde mir bewußt, daß die Kataplexien der erste Grund waren, mit ca 14-16 einen Arzt aufzusuchen (in dem Alter denkt man ja meist noch, die Ärzte wären viel wissender)- o.k. ich selbst hätte anstelle des Arztes bei der Schilderung auch nicht auf Kataplexien getippt, aber die Müdigkeit war der Ärztin durchaus auch bekannt. Daß sie nicht schon damals die Diagnose gestellt hat, werfe ich ihr NICHT vor, aber sehr massiv die Behandlung mit Neuroleptika- sie hat mir die Tabletten extra ohne Packungsbeilage gegeben und gesagt, es sei was anderes und war so dumm, die dann auch zu nehmen. Ich könnte mich noch heute dafür ohrfeigen. O.K. ich war damals noch fast ein Kind, aber ich war nun echt nicht dumm.

Dieses führte dann zu einem Totalzusammenbruch.

Daß das ganze Kataplexien waren, habe ich erst mit längerer Überlegung geschnallt. Bei mir können nur sehr!! wenige Emotionen Kataplexien auslösen- hauptsächlich Zeitdruck und das vermeide ich heute. Früher hatte ich da regelmäßig Kataplexien, aber da muß man erstmal den Zusammenhang erkennen. Sonstige Aufregung führt bei mir "nur" zu einem Schlafanfall.

antischnarchi
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Re: Blöde Sprüche zu Diagnosemitwirkung, bin oft genervt.

Ungelesener Beitragvon antischnarchi » Mi 11. Feb 2015, 22:22

Hallo Schäfchen

Es müsste auch eigentlich völlig egal sein, wo man liest. Ob Google oder Buch. Der Wahrheitsgehalt muss bei beiden nicht stimmen. Ich finde objektives Denken ist das Entscheidende. Gute Recherche, also an verschiedenen, vertrauenswürdigen Stellen, ja. Foren so wie dieses sehe ich schon wieder als gefährlich an.
Hier entstehen doch die großen Hysterien bei vielen, besonders zu Anfang, wenn man noch gar kein Wissen hat.
In Foren finde ich den persönlichen Austausch (besonders wenn man eine sichere Diagnose hat) sehr gut, der tut auch oft gut. Aber abschließend informieren?...das sehe ich kritisch.
Zu verschieden sind die einzelnen Fälle, obwohl es sich ja um dieselbe Krankheit handelt.
Für eine Menge Symptome kann es einfach zu viele, mögliche Krankheiten geben (ich rede nicht nur von Narkolepsie). Da findet sich jeder schnell bei allen Möglichkeiten wieder und hat dann plötzlich alles oder nichts.

Gruß Frank

Emmi
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Re: Blöde Sprüche zu Diagnosemitwirkung, bin oft genervt.

Ungelesener Beitragvon Emmi » Mo 13. Jul 2015, 16:12

Finde es normal, wenn man im Internet über seine Beschwerden nachschlägt. Nur haben Ärzte Selbstdiagnosen echt nicht gerne. Auch Fachausdrücke vom Patienten mögen Sie, jedenfalls nach meiner Erfahrung, überhaupt nicht. Ich bin am besten drangewesen, wenn ich es wie ein Laie erklärt habe bzw. einem Laien erklären würde.
Aber das ist nur meine Erfahrung!

Emmi

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Re: Blöde Sprüche zu Diagnosemitwirkung, bin oft genervt.

Ungelesener Beitragvon Schäfchen » Di 14. Jul 2015, 08:56

Bei manchen! Ärzten ist es echt am besten, wenn man möglichst laienhaft tut- die Erfahrung habe ich auch schon gemacht. Aber tendentiell sind meiner Erfahrung nach solche Ärzte insgesamt auch eher als andere fachlich ungeeignet. Besonders bei Gutachtern sollte man sich besser laienhaft benehmen. Ich habe aber auch oft den Eindruck, daß als Gutachter besonders jene arbeiten (Ausnahmen gibt es natürlich), die fachlich am wenigsten drauf haben.

Ein Gutachten, welches mal über meine Tochter erstellt wurde: den Text nur zu lesen, war schon eine Katastrophe, alleine die ganzen Rechtschreib- und Grammatikfehler. Fachlich nicht besser, aber echt geschwollen und mit so viel nebensächlichen, unrelevantem Zeug gespickt, daß das kaum noch lesbar war, natürlich obendrein viele Seiten.....

Ok, ich bin im Internet vielleicht auch mal ausschweifend und habe auch Rechtschreib- und Grammatikfehler (je müder, umso mehr), weil ich nicht! an jedem Beitrag ARBEITE, aber ein Gutachten sollte da schon was anderes sein.


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