Hephata in Schwalmstadt

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Katharina17
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Hephata in Schwalmstadt

Ungelesener Beitragvon Katharina17 » So 19. Dez 2010, 23:56

Hallo Leute !
Ich hab mich vor längerer Zeit hier angemeldet und mich jetzt mal ein bisschen eingelesen.
Ab dem 22.12 soll ich in die Hephata in Schwalmstadt zur Diagnosesicherung meiner Narkolepsie.
Was ich hier so lese sind ja fast ausschließlich extrem negative Kritiken zu dieser Klinik.
Leider hab ich jetzt wirklich Angst bekommen, habt ihr vielleicht Erfahrung mit dieser Klinik?
Würde mich auf Antworten freuen!
Liebe Grüße!

Sternenbande85
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Re: Hephata in Schwalmstadt

Ungelesener Beitragvon Sternenbande85 » So 16. Jan 2011, 17:38

Ich habe auch nur negative Erfahrungen mit dieser Klinik gemacht. Ich glaube es hat 2 Jahre gedauert um herrauszufinden, dass ich nie einen Bericht von der Klinik bekommen habe, weil die Untersuchungsergebnisse verschlammt wurden.

capetown23
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Re: Hephata in Schwalmstadt

Ungelesener Beitragvon capetown23 » Sa 29. Sep 2012, 01:01

Ich wiederum habe in der Hephata Klinik ausschließlich positive Erfahrungen mit Ärzten und Angestellten gemacht.
Ok, das Zimmer und Zimmernachbarn konnte ich mir als Kassenpatient ohne Zusatzversicherung nicht aussuchen.
Aber die korrekten Diagnosen wurden gestellt, was ja das Ziel meines stationären Aufenthaltes war.
An den Medikamenten musste später noch etwas gefeilt werden, aber für mich war der Aufenthalt ein Meilenstein auf dem Weg wieder zu verstehen was mit meinem Körper eigentlich gerade passiert und was ich tun kann, dass es mir besser gehen.
Lass dich nicht von vereinzelt enttäuschten Patienten verunsichern, sondern konzentriere dich auf dich selbst. Beobachte dich selbst,mach Notizen; so leichter machst du den Ärzten eine korrekte Diagnose zu stellen. Du bist dort meiner Erfahrung nach in besten Händen :!: Keine Angst!

capetown 23

binmüde
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Re: Hephata in Schwalmstadt

Ungelesener Beitragvon binmüde » Mo 1. Okt 2012, 23:11

Hallo liebe Leser,

ich war mal selbst bei Prof. Dr. Mayer zwecks Überprüfung vorhandener Diagnosen. Leider hat sich auch dort Narkolepsie bestätigt, etwas Heilbares wäre mir allerdings lieber gewesen.

Ich habe mich kompetent beraten und gut behandelt gefühlt. Einen Meilenstein kann man das durchaus nennen, im Vergleich zu manchem Anlauf davor vom Typ "außer Spesen nichts gewesen". Die Reise nach Treysa hat sich durchaus gelohnt.

Freundlich grüßt
binmüde
...
Narkolepsie ist eine faszinierende Erkrankung - die Symptome sind faszinierend - die Wissenschaft ist faszinierend - manchmal erscheint das alles nur unglaublich oder bedrohlich - es ist aber jedenfalls nicht langweilig
...

Hallenserin
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Re: Hephata in Schwalmstadt

Ungelesener Beitragvon Hallenserin » Di 16. Okt 2012, 21:34

nun ja,
die Klinik fand ich gut,
das Personal durchweg freundlich,
große helle Zimmer,
die Ärzte alle sehr nett und, denke ich, kompetent... außer Dr. Javidi (der leider der Stationsarzt ist)
Aber das eigentlich gute waren die Gespräche, die man dort mit anderen Betroffenen führen kann.
Das hat mir wirklich gut getan.

LG

Hallenserin
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Re: Hephata in Schwalmstadt

Ungelesener Beitragvon Hallenserin » Fr 9. Nov 2012, 18:20

da muss ich wohl noch was zu schreiben:
Ich habe endlich meine Diagnose: Narkolepsie mit Kataplexie
Die habe ich aber nicht in Schwalmstadt bekommen, sondern vom Chefarzt der Neurologie im Martha-Maria Krankenhaus Halle-Dölau.

Der Arzt in Schwalmstadt schrieb im Abschlussbericht, den ich nun endlich habe, daß ich eine dissoziative Störung habe, und meine Anfälle (plötzliche Muskelerschlaffung) dadurch zu erklären sind.
Auf Deutsch: Es soll eine psychische Erkrankung bei mir sein!

Wie kommt der denn darauf???
Weil meine Laborwerte negativ oder nicht eindeutig waren?
Weil ich geweint habe, als er mich fragte, in wie weit meine Kinder darunter leiden müssen?
Oder weil "Venlafaxin" bei mir wirkt, denn das ist ja auch ein Psychopharmaka (daß das schon nach 4 Tagen die Kataplexien unterdrückt hat, hat ihn wohl nicht interessiert)
Auch las ich im Befund, daß ich beim Schlaflatenztest jedes Mal eingeschlafen bin. Ich sagte aber der Schwester, daß ich die ganze Zeit wach war, nur gedöst habe. Das interessiert wohl keinen?
Und der mitgebrachte Befund meines Psychotherapeuten, in dem schon drinne stand, daß ich psychisch völlig unauffällig bin, und meine Symptome einen anderen Grund haben müssen... das hat den Arzt wohl auch nicht interessiert.
Ihr könnt Euch vorstellen, ich bin fast geplatzt, als ich den Befund gelesen habe.
Und das bei einer Klinik, die sich auf Narkolepsie spezialisiert hat! Warum bin ich da eigentlich hingefahren??

Und jetzt gibt ein Arzt in einem Krankenhaus bei mir um die Ecke mir Xyrem, und es hilft! Außerdem wurde da auch der Hypokretinwert bestimmt. Er ist 128, also in der Grauzone. Der Chefarzt meinte aber, daß wir uns darauf konzentrieren, welche Symptome ich habe, und was dagegen hilft, und nicht so sehr darauf, was die Laborwerte sagen. Er war meine Rettung!
Jetzt merke ich bei jeder Dosissteigerung vom Xyrem, wie sich mein Zustand verbessert.

So... das war meine neue Meinung von der Hepatha-Klinik in Schwalmstadt.
Jeder, der nicht eindeutige Laborwerte hat, sollte um diese Klinik einen Bogen machen!!! Von Psychologie und gesundem Menschenverstand hat der Stationsarzt dort jedenfalls keine Ahnung.

Grüße aus Halle

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Re: Hephata in Schwalmstadt

Ungelesener Beitragvon Kyra » So 18. Nov 2012, 17:29

Hallenserin hat geschrieben:Jeder, der nicht eindeutige Laborwerte hat, sollte um diese Klinik einen Bogen machen!!! Von Psychologie und gesundem Menschenverstand hat der Stationsarzt dort jedenfalls keine Ahnung.


Hallo Hallenserin,

es ist sehr schade, dass du dort solche Erfahrungen machen musstest.

Es war damals, als ich in das Schlaflabor ging, meine größte Angst, sie würden mich gleich in die Psychatrie überweisen. :roll:
Aber auch nur, weil aufgrund Laboruntersuchungen in einer anderen Klinik Narkolepsie ausgeschlossen wurde.
Meine Laborwerte sind auch nicht eindeutig gewesen, trotzdem habe ich die gegenteilige Erfahrung in der Hephata-Klinik gemacht.
Man war sehr kritisch dort, eben weil es so schwierig bei mir war, eine Kata nachzuweisen. Es wurde jedoch meinen Schilderungen geglaubt (was sich im Arztbrief bestätigte), und ich habe mich dort verstanden gefühl - das erste Mal traf ich auf Ärzte, die wussten, was ich durchgemacht hatte.

LG
Kyra

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Re: Hephata in Schwalmstadt

Ungelesener Beitragvon Hallenserin » Mo 19. Nov 2012, 12:56

Hallo Kyra,

ich hatte ja auch gedacht, endlich jemand, der sich damit auskennt.
Aber bei mir hat es ganz klar Dr. J. der Stationsarzt verzapft. Ich war zweimal dort. Beim ersten mal sagte der Chefarzt, dass meine beschriebenen Symptome ganz klar Narkolepsie sein muss. Dr. J. sagte, daß glaubt er nicht, und zog ein beleidigtes Gesicht.
Als ich das zweite mal da war, war der Chefarzt im Urlaub. Na ja... den Rest kann ich mir nur denken.
Die anderen Ärzte fand ich jedenfalls sehr nett. Ein Arzt setzte sich sogar mal mit zu uns an den Tisch im Speiseraum, und beantwortete allgemeinen Fragen zu unseren Problemen.
Aber der behandelnde Arzt ist halt Dr. J. . An ihm wird man bestimmt nicht vorbeikommen können.
Ich hatte jedenfalls in dieser Klinik leider das nachsehen.

LG

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Re: Hephata in Schwalmstadt

Ungelesener Beitragvon Kyra » Mo 19. Nov 2012, 15:39

Hallenserin hat geschrieben:Ich hatte jedenfalls in dieser Klinik leider das nachsehen.


Hallo Hallenserin,

das ist wirklich ärgerlich und darf nicht passieren.
Da habe ich ja Glück gehabt, dass ich diesem Arzt dort nicht begegnet bin...
Danke für deinen Hinweis, und alles Gute für deine Therapie mit Xyrem.

LG

Kyra

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Re: Hephata in Schwalmstadt

Ungelesener Beitragvon cadde » Sa 29. Dez 2012, 14:20

Huhu!

Ich bin nach der Diagnose dorthin überwießen worden und beim Prof in Behandlung.
Eigentlich bin ich zufrieden, da ich selbst im Gesundheitswesen arbeite und jeden Tag mit Ärzten aus allen Fachrichtungen zusammenarbeite, denke ich, dass ich dass schon einigermaßen beurteilen kann.
Das Problem ist, denke ich, dass er einfach überlastet ist. Wenn ich einen Termin habe schreibe ich mir vorher auf was ich wissen will und komme so wenigstens dazu alle Fragen zu stellen. Das Problem ist, dass ich immer nur vage Antworten bekomme wie: "Das müssen sie selbst versuchen" "Wenden Sie sich an eine Selbsthilfegruppe" usw.
Keine Frage, er ist die Kompetenz wenn es um Narkolepsie, Epilepsie und andere neurologische Erkrankungen geht. Diagnose und Behandlung sind top, aber das Persönliche und die Betreuung bleiben dabei einfach auf der Strecke...

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Re: Hephata in Schwalmstadt

Ungelesener Beitragvon wake_me_up » Di 7. Okt 2014, 19:13

Ich war zuletzt 20.12.10 bis 24.12.10 in Schwalmstadt und hatte nur ein schlechtes Erlebnis mir wurde in der Zeit meiner Handtasche Geld geklaut, aber das kann einem immer und überall passieren!
Im November fahre ich wieder hin, da ich gerad meinen Job verloren habe und neu eingestellt werden muss, weil ich die Belastung von ca 48Std pro Woche nicht mehr leisten konnte.
Dieses mal nehme ich einfach ein Vorhängeschloss mit, denn es gibt auf den Zimmern kleine schränke zum abschließen!

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Re: Hephata in Schwalmstadt

Ungelesener Beitragvon bobby » Mi 8. Okt 2014, 00:49

Hi Cadde :-)

cadde hat geschrieben:...Ich bin nach der Diagnose dorthin überwießen worden und beim Prof in Behandlung.
Eigentlich bin ich zufrieden, da ich selbst im Gesundheitswesen arbeite und jeden Tag mit Ärzten aus allen Fachrichtungen zusammenarbeite, denke ich, dass ich dass schon einigermaßen beurteilen kann.
Das Problem ist, denke ich, dass er einfach überlastet ist...


Ich will ja nicht unhöflich sein, aber das ist doch keine wirkliche Entschuldigung darüber, dass sich zig Leute hier über die Klinik beschweren!? Die Kritiken ziehen sich außerdem schon über Jahre hin.

Viele Grüsse

Bobby :)
D 2017: Wahlen kommen und gehen - die Politik bleibt (Merkel, Merkel, Merkel) :evil:

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Re: Hephata in Schwalmstadt

Ungelesener Beitragvon wake_me_up » Mi 8. Okt 2014, 10:29

Also als ich da war, war hauptsächlich Prof Dr Geert Mayer für mich da, hat sich schon bei der 1. Visite auf den "vermutlichen" Narkolepsiepatienten gefreut.
Leider war er beim Abschlussgespräch nicht da und das musste dann mit dem anderen Arzt gemacht werden, keine Ahnung mehr wie der heißt. Zum Glück war mein Bruder so lieb mich abzuholen, der ist Sani und ihm sind Fragen eingefallen auf die ich nie gekommen wäre. :)

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Re: Hephata in Schwalmstadt

Ungelesener Beitragvon cadde » Sa 15. Nov 2014, 01:34

bobby hat geschrieben:Hi Cadde :-)

cadde hat geschrieben:...Ich bin nach der Diagnose dorthin überwießen worden und beim Prof in Behandlung.
Eigentlich bin ich zufrieden, da ich selbst im Gesundheitswesen arbeite und jeden Tag mit Ärzten aus allen Fachrichtungen zusammenarbeite, denke ich, dass ich dass schon einigermaßen beurteilen kann.
Das Problem ist, denke ich, dass er einfach überlastet ist...


Ich will ja nicht unhöflich sein, aber das ist doch keine wirkliche Entschuldigung darüber, dass sich zig Leute hier über die Klinik beschweren!? Die Kritiken ziehen sich außerdem schon über Jahre hin.

Viele Grüsse

Bobby :)


Natürlich ist dass keine Entschuldigung, aber ich kann es trotzdem verstehen, dass er im "Klinikalltag" dann auf autopilot schaltet. Da muss man als Patient vorbereitet sein, wissen was man fragen will und dem Arzt halt auch mal sagen, dass er in der Zeit in der man mit ihm redet auch seine volle Aufmerksamkeit erwartet. Das so ein Arzt erst in die Akte schauen muss, bevor eine Antwort gibt, ist allerdings normal und wünschenswert. Bei dem Pensum kann man sich keine Patienten, geschweige denn deren Geschichte und Medikation behalten. Jeder will vom Besten behandelt werden, dass es davon aber nur einen gibt, daran denkt keiner.

Zum Stationsarzt und der Station allgemein kann ich nichts sagen, würde mich aber schriftlich beschweren, wenn ich so behandelt werden würde...Wenn jeder immer denkt "och das wird schon jemand machen" passiert nie was, oder erst wenn ein Patient richtig Schaden genommen hat...

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Re: Hephata in Schwalmstadt

Ungelesener Beitragvon wake_me_up » Sa 15. Nov 2014, 02:04

Ich war gerad am 13.11 wieder da und hatte nochmal ein Gespräch mit prof. Mayer, ich war wieder sehr zufrieden, er hat sich 1std zeit genommen.
Ich teste jetzt nochmal ritalin, falls das nichts ist ephidrin
er hat mir außerdem von einer neuen Medikation erzählt die es zur Zeit nur in Frankreich gibt, eine Kombination aus Antihistamin zum schlafen und histamin für den Tag.


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