Narkolespie und Psyche

mögliche Ursachen, medizinische Zusammenhänge

Moderatoren: Jan, Webmaster

crunchy

Narkolespie und Psyche

Ungelesener Beitragvon crunchy » Mi 5. Okt 2005, 00:32

Hi,

mich würde interessieren welchen Stellenwert ihr der Psyche bei der Erkrankung an Narkolepsie einräumt.
Ausgangspunkt für diese Frage sind für mich folgende allgemeine und persönliche Aspekte:

- Vermutungen, dass psychische Traumata einen möglichen Auslöser oder sogar eine Ursache der Erkrankung darstellen könnten
- Probleme im Schlaf-Wachrhythmus als nahezu immer auftretendes Symptom bei psychischen Erkrankungen
- die Aussage einer Psychiaterin, auch Narkolepsie wäre im weitesten Sinne eine Erkrankung der "Seele" (die sie natürlich als chemisches System betrachtet)
- die weit über dem Durchschnitt liegende Anzahl an Depressiven unter NArkis (was natürlich auch eine Folge der Krankheit sein kann)
- die Häufigkeit von Alpträumen
- die Tendenz der Verschlechterung der Krankheit in psychischen Krisen
- die Ansicht einer mir bekannten sehr erfolgreichen Psychologin mit Hypno-Behandlung (Erickson-Schule), die Symptome würden eine Glanzleistung des Unbewussten darstellen - eine Methode, um mit dieser Welt und den SChmerzen die sie einem zugefügt hat umzugehen.
- meine Erinnerung an einige Fälle der persönlichen Zurückweisung - Schmerzen, deren Intensität mich dazu veranlasst haben, vor ihnen zu fliehen, indem ich mich "in den Schlaf" weinte

Was haltet ihr von diesen Aspekten?
Welche Gedanken habt ihr Euch zur Rolle die Psyche gemacht?
Welche Erfahrungen diesbezüglich habt ihr gemacht?
Hattet oder habt ihr psychische Probleme?
Könnten psychische Probleme bei Euch die/eine Ursache oder der/ein Auslöser für N. gewesen sein?
Oder auch: Haben wir nicht alle eine Macke?;-) Nur wir "leben sie anders aus"?

Wäre schön, was von Euch zu hören, denn diese Fragen geistern schon eine Weile allein in meinem Köpfchen herum...

LG
T.

Grübchen
Muntermacher
Beiträge: 317
Registriert: Do 14. Okt 2004, 20:37
Wohnort: Münster
Kontaktdaten:

Ungelesener Beitragvon Grübchen » Mi 5. Okt 2005, 11:50

Geändert um mein Privatleben zu schützen.
Wer nicht wählen geht gibt dem seine Stimme der die Wahl gewinnt da er nicht gegen diesen gewählt hat

Benutzeravatar
Dornrose
Muntermacher
Beiträge: 386
Registriert: Mi 7. Mai 2003, 15:47
Wohnort: AW
Kontaktdaten:

Psyche und Narkolepsie

Ungelesener Beitragvon Dornrose » Mi 12. Okt 2005, 08:38

Hallo Crunchy,

man geht heute davon aus, dass Narkolepsie ausgelöst werden muss. Traumatische Ereignisse gelten als mögliche Auslöser. Insoweit wäre die These, N. sei eine Erkrankung der Seele nicht grundverkehrt.

Ich denke auch, dass dies eine Möglichkeit des Körpers ist, die Dinge zu verarbeiten oder sich dagegen zu wehren oder gar eine Abwehrreaktion.

Die häufigen psychischen Probleme, vorwiegend Depressionen, haben sicherlich unterschiedliche Ursachen, gehören jedoch nicht zur Symptomatik der N. Wenn der Auslöser ein traumatisches Ereignis sein sollte, so kann es natürlich sein, dass psychische Probleme das Leben ohnehin begleiten werden. Es ist aber durchaus auch möglich, dass Traumatisierungen bearbeitet werden mit Hilfe von Fachleuten, dass sie (weitgehend) als erledigt angesehen können.

Depressionen können auch eine Begleiterscheinung von Medikamenteneinnahmen sein. Das wird häufig berichtet.

Ich bin der Ansicht, dass eine häufige Ursache der psychischen Probleme in Kombination mit N. / bei N. / durch N. auch im Umgang und der Akzeptanz der Erkrankung liegt.

Ciao

Dornrose
Wenn ein langer Bart schon Weisheit bedeutet, kann auch eine Ziege Lehrer sein. (Chinesisches Sprichwort)

Schocki
Muntermacher
Beiträge: 162
Registriert: Mo 16. Feb 2004, 04:56
Wohnort: in der nähe von Diepholz
Kontaktdaten:

Ungelesener Beitragvon Schocki » Do 13. Okt 2005, 00:26

Hallo Allerseits,

wie ist das denn bei mir zu verstehen? ich hatte schon im Kleinkindalter die Symptome einer Narkolepsie.Ich selber kann mich nicht daran erinnern,da ich noch zu klein war aber meine Mutter erzählte mir,dass ich schon mit fast 2 Jahren immer umgekippt bin,wenn ich mich fürchterlich aufgeregt habe weil ich meinen Willen nicht bekam oder mich ungerecht Behandelt gefühlt habe.Damals hatten untersuchungen nix ergeben und der Arzt meinte,ich würde mich aus Trotz hinschmeißen um dann mein Willen zu erzwingen oder die Aufmerksamkeit auf mich zu lenken. Schließlich müsse ich mich ja bei 6 Geschwistern irgendwie durchsetzen.

Dieses Symptom verschwanden auch wieder kurze Zeit danach und somit war das Thema durch und vergessen.Das ich aber schon als Kind fast keine Nacht durchgeschlafen habe und oft dann Nachts stundenlang mit meinen Puppen gespielt habe,da haben sich meine Eltern auch nix weiter bei gedacht.
Ich kann mich sogar heute noch an Alpträume erinnern die ich schon als Kind hatte.Das ich Tagsüber oft müde war,war ja klar.Meine Eltern sagten zu mir ich solle Nachts nicht mit den Puppen spielen sondern Schlafen,dann wäre ich am Tag auch nicht ständig müde.
Mit 32 Jahren hatte plötzlich wieder extreme Schlafattaken und innerhalb wenigen Tagen kamen die Kataplexien dazu.Heute weiß ich das es damals auch schon Kataplexien waren die aber kein Arzt als solche erkannte,sie verschwanden ja auch wieder.

Heute weiß ich,dass mein Vater auch an Narkolepie/Kataplexie erkrankt ist.Da auch er schon seit er denken kann an Kataplexien leidet.Er dachte immer das sei normal. Komisch ist nur das man damals nie einen Zusammenhang mit seiner Mutter sah.Denn sie ist schon immer und überall eingeschlafen und sie hatte ständig diese Schwächeanfälle.Da hatte man es sich leicht gemacht und es auf ihren extremen Übergewicht geschoben und pasta.

So jetzt meine eigentliche Frage,wenn ich Narkolepsie schon in der 3 Generation geerbt habe von dem ich heute überzeugt bin,was hat das dann noch mit Phyche und Trauma zu tun?

Über Antworten und Reaktionen bin ich sehr gespannt.

Liebe Grüße Schocki

Benutzeravatar
Dornrose
Muntermacher
Beiträge: 386
Registriert: Mi 7. Mai 2003, 15:47
Wohnort: AW
Kontaktdaten:

die Auslöser

Ungelesener Beitragvon Dornrose » Do 13. Okt 2005, 03:05

Tach zusammen,
hallo Schocki,

genau deshalb schrieb ich ja auch "ein möglicher Auslöser"; derer gibt es nämlich vier Arten: schwere Erkrankung, Schlafentzug, Operation, traumatisches Ereignis.

Ciao

Dornrose
Wenn ein langer Bart schon Weisheit bedeutet, kann auch eine Ziege Lehrer sein. (Chinesisches Sprichwort)

Emma
Beiträge: 9
Registriert: Di 9. Dez 2003, 23:53

Ungelesener Beitragvon Emma » Do 13. Okt 2005, 07:37

wechselwirkung von narkolepsie UND psyche:

...die narkolepsie läßt uns auf psychische belastungen anders reagieren
(vulnerabilität, vermeidungsverhalten, intensives träumen, aber auch verarbeitung im traum,....)

...belastende situationen wirken sich umgekehrt auch auf die narkolepsie aus
(kennt wahrscheinlich jeder von uns, das beste beispiel ist doch die affekt getriggerte kataplexie, verstärkte symptomatik unter belastungen,....)

...dazu kommen beim narkoleptiker noch ein paar mehr dimensionen des erlebens
(was ist denn jetzt wirklich? was ist traum? habe ich mein trauma geträumt? wer glaubt meinen erzählungen von einem psychischen trauma wenn man gleichzeitig so "abartige träume" hat? usw......)


dieser mehrdimensionale ansatz macht die narkolepsie so schwierig, aber auch sehr spannend. und ich finde, genau hier steckt auch unser größtes potential.

irgendeinen vorteil muß uns die narkolepsie doch auch bringen :)

lg
emma

Benutzeravatar
Dornrose
Muntermacher
Beiträge: 386
Registriert: Mi 7. Mai 2003, 15:47
Wohnort: AW
Kontaktdaten:

Wechselwirkung

Ungelesener Beitragvon Dornrose » Do 13. Okt 2005, 08:22

Tach zusammen,
hallo Emma,

aber ist das nicht immer so? Wenn ich irgendein gravierendes Problem gerade habe, fühle ich mich automatisch schlechter. Auch jemand mit simpler Erkältung würde sich dann sofort elender fühlen.

Ich denke auch, dass N. sicherlich ohnehin schon ein spannendes Thema ist und nebenbei recht spannende Dinge mit sich bringt. Die Hallus würde ich nicht gleich verteufeln, denn mittlerweile sind sie mir mitunter ganz recht, eben weil spannend oder besonders schön - natürlich abgesehen von den absoluten Horrorszenarien, die sich nicht ganz vermeiden lassen.

Es hätte auch schlimmer kommen können...

Ciao

Dornrose
Wenn ein langer Bart schon Weisheit bedeutet, kann auch eine Ziege Lehrer sein. (Chinesisches Sprichwort)

tantaliden
Muntermacher
Beiträge: 142
Registriert: So 28. Aug 2005, 05:37
Wohnort: Schopfheim
Kontaktdaten:

Ungelesener Beitragvon tantaliden » Fr 14. Okt 2005, 09:29

sag ich mir auch immer. unsere lebensqualität nimmt eventuell ein wenig ab, jedoch nicht die länge des lebens, wenn man unfälle außer acht lässt.

und an die neue lebensqualität gewöhnt man sich, wenn man endlich mal akzeptiert. dann formt man sein leben um und hats trotzdem schön ;-)

im übrigen finde ich persönlich, dass ich mit szenarien im alltag durch meine alpträume und hallus besser umzugehen weiß. ich bin ruhiger und entspannter, lasse mich nicht so schnell (wegen katas) auf die palme bringen und sehe so die welt mit anderen augen.

die frage, welche man sich eher stellen sollte ist, weshalb die mitmenschen nicht einfach akzeptieren, sondern sich in masse über einen lustig macht.
wenn die mitmenschen in ordnung wären, wäre narkolepsie und kataplexie ein katzenschlecken. doch wie nur in unseren tollen, wunderbaren, mediengesteuerten zivilisation? die werte, welche alle haben sind im endeffekt doch eh für den arsch. die medien haben als leitfaden für ihr programm: sei egozentrisch und lache über alles, was nicht der norm entspricht (guckt euch die heutigen comedy shows an, dann wisst ihr was ich meine).

ich geh daddeln .

greets fossy
sei so wie du bist und akzeptiere dich einfach

Grübchen
Muntermacher
Beiträge: 317
Registriert: Do 14. Okt 2004, 20:37
Wohnort: Münster
Kontaktdaten:

Ungelesener Beitragvon Grübchen » Fr 14. Okt 2005, 12:14

Geändert um mein Privatleben zu schützen.
Wer nicht wählen geht gibt dem seine Stimme der die Wahl gewinnt da er nicht gegen diesen gewählt hat

Gast

Ungelesener Beitragvon Gast » Fr 14. Okt 2005, 13:39

schönes post von dir @grübchen

das mit dem tot deiner zwei geliebten menschen kann ich sehr gut verstehen. zwar ist mir noch keiner aus dem nächsten familienkreis von statten gegangen, aber der ein oder andere gute kolleg. jedoch habe ich ein anderes verständnis dafür entwickelt. die frage ist, weshalb trauert man? trauert man , weil man es bereut den personen nicht gezeigt zu haben, was man tatsächlich von ihnen hält, oder weil sie fehlen? ich glaube das die meisten leuten aus unbewussten schuldgefühlen trauern. diese können sich bei mir nicht ansammeln, weil ich immer und zu jeder zeit das sage was ich denke (erstes prinzip von mir,was nie gebrochen wird). lieber tu ich damit anderen kurz weh, als das sie es später über umwege erfahren müssen und sich dann vereppelt fühlen. wenn man das geschafft hat, bleibt der punkt des schuldgefühls aus.
nun gibt es noch den punkt des fehlens. ich sag mir immer, dass die person so oder so nicht mehr zurrück kommt, egal wie sehr ich trauere. die leute die tot sind würden es nicht für gut heißen, wenn sie miterleben könnten, wie sich die freunde, bekannten oder familie innerlich demolieren und demoralisieren. also tu ich den toten die letzte ehre erweisen, dass ich mit freuden von ihnen erzähle, jedoch nicht in selbstmitleid verfalle (och die person fehlt mir... wie egozentrisch).
wer an schicksal glaubt hat es zudem noch eine stufe einfacher. und zum glück glaube ich daran. wäre person x nicht mit dem motorrad gegen die leitblanke gefahren, so hätte es sie zur gleichen zeit an ner erbse ersticken können.

die krankheit narkolepsie finde ich selbst nich so schlimm. wie im vorherigen thread von mir nervt es mich nur, dass die leute alle falsch drauf reagieren. missverständnis = belustigung.....

die symptome sind bei mir auch der größte sche.ß. gestern z.b. war ein freund von mir und meiner schwester da. dieser war am wochenede schon zu besuch und ich wollte ihm vorspielen, dass er nicht erwünscht sei. also hingegangen und gesagt: och neee nicht schon wieder du. ich weiß nicht welche emotion ich da gerade empfanden habe, aber ich konnte mich mit mühe und not noch auf die eckbank setzen und klappte dann langsam auf den zeitungsstapel.
wenn mich sowas schon zu fall bringt.......
aber seis drum. verständnis der gesellschaft ist vielleicht nicht das beste, aber seit ihr immer die verständnisvollsten gegenüber der gesellschaft? wenn ihr diese frage mit nein beantwortet, so verlangt keines von dieser.

ich selbst lebe zwar isoliert und weiß noch nicht, was ich nun arbeiten soll. nur hauptschulabschluss , keine lehre und zu große müdigkeit, als das ich nur 15 minuten einem unterricht, ohne freie bewegung folgen könnte.

gut somit ist wiederum ein weg für mich versperrt, aber gerade dies ist doch die herausforderung. wenn ich es nun doch packe mein leben geregelt zu bekommen, trotz meinen problemen, schätze ich mich um so glücklicher ein. wer spielt schon gerne gegen jemanden schach, der jenes nicht spielen kann? denke wohl niemand.
also leben als schach ansehen und beweisen, dass man es besser kann als vieleandere. überzeugung, dann klappt alles andere von selbst ... hoffentlich auch mit partnerin :-/


greets fossy

tantaliden
Muntermacher
Beiträge: 142
Registriert: So 28. Aug 2005, 05:37
Wohnort: Schopfheim
Kontaktdaten:

Ungelesener Beitragvon tantaliden » Fr 14. Okt 2005, 13:40

das da oben war ich.... :-)
sei so wie du bist und akzeptiere dich einfach

Tinchen86
Muntermacher
Beiträge: 13
Registriert: Do 1. Dez 2005, 16:01
Kontaktdaten:

Ungelesener Beitragvon Tinchen86 » Fr 2. Nov 2007, 00:16

Hallo ihr Lieben :-)

Zum Thema Narkolepsie und Psyche möchte ich noch mal etwas ganz anderes fragen.
Ich habe eine Postraumatische Belastungsstörung. (3 Traumata)
Meine Narkolepsie Diagnose habe ich jetzt seit 3 Jahren (im Blut nachweißbar/ Schlaflabor etc.) Hatte aber auch schon in der frühen Kindheit Symptome.
Vor 4 Monaten bekam ich eine Borderline-Persönlichkeitsstörung (alle neun Symptome voll ausgprägt) und ADHS diagnostiziert.

Ist das überhaupt möglich???

Hoffe auf interessante Antworten...
Lieben Gruß
Tine

bobby
Muntermacher
Beiträge: 1151
Registriert: So 22. Aug 2004, 23:36
Wohnort: Hamm

Re: Narkolepsie und Psyche

Ungelesener Beitragvon bobby » So 2. Dez 2007, 11:21

Hallo Tinchen :)

bis zu den Vierziger Jahren wurde immer wieder darüber nachgedacht, ob Narkolepsie nicht eine Folge einer psychischen Erkrankungen, einer traumatischen Belastungsstörung oder einer Neurose sei. Die explizite (Auf-) Lösung der Frage konnte ich nirgendwo finden(?). Möglicherweise liegen dieser Erkenntnis Versuche gegenüber, die man heute vielleicht nicht mehr nennen mag (das ist aber eine reine Hypothese meinerseits) :roll: . Grundsätzlich ist nach meinen Erfahrungen eine Doppelung von Krankheiten, insbesondere auch mit den von Dir genannten, durchaus möglich. Was ADHS angeht, so bin ich mir ziemlich sicher, dass ich als Kind - wenn ich denn zum Arzt geschickt worden wäre - auch eine solche Diagnose erhalten hätte 8) . Ein gewisser Zusammenhang wird zwischen ADHS und Narkolepsie in der Literatur gesehen. So ist es deshalb auch nicht verwunderlich, wenn viele Medikamente gegen ADHS (und: ADS) auch bei Narkolepsie Verwendung finden, wie z.B. das bekannte Ritalin oder Amphetaminsulfat.

Das Borderline-Syndrom ist - so viel ich weiss - ein Problem des (mehr oder minder) Fehlens des "Ur-Vertrauens" im Freud'schen Sinne.

In letzter Zeit ist mir aufgefallen, dass es wohl einige Betroffene gibt, die neben Narkolepsie noch am Asperger Syndrom (einer speziellen Ausprägung des Autismus') leiden.

Was die posttraumatischen Belastungsstörungen angeht, so glaube ich die symptomatischen Ausprägungen bei jedem Menschen sehr verschieden.

Deine Frage würde ich deshalb wie folgt beantworten: Es ist durchaus vorstellbar.

Viele Grüsse

bobby :)

Tinchen86 hat geschrieben:Hallo ihr Lieben :-)

Zum Thema Narkolepsie und Psyche möchte ich noch mal etwas ganz anderes fragen.
Ich habe eine Postraumatische Belastungsstörung. (3 Traumata)
Meine Narkolepsie Diagnose habe ich jetzt seit 3 Jahren (im Blut nachweißbar/ Schlaflabor etc.) Hatte aber auch schon in der frühen Kindheit Symptome.
Vor 4 Monaten bekam ich eine Borderline-Persönlichkeitsstörung (alle neun Symptome voll ausgprägt) und ADHS diagnostiziert.

Ist das überhaupt möglich???

Hoffe auf interessante Antworten...
Lieben Gruß
Tine
D 2017: Wahlen kommen und gehen - die Politik bleibt (Merkel, Merkel, Merkel) :evil:

Tinchen86
Muntermacher
Beiträge: 13
Registriert: Do 1. Dez 2005, 16:01
Kontaktdaten:

Ungelesener Beitragvon Tinchen86 » So 2. Dez 2007, 15:27

Hallo Bobby!
Danke erst einmal für die ausführliche Antwort!
Du schreibst das du als Kind warscheinlich auch ADHS gehabt hast,
heute denn auch noch?
Das einige Narkoleptiker früher eine AD(H)S Diagnose gehabt haben ist mir bekannt, aber nicht, dass man ADHS und Narkolepsie zeitgleich haben kann.

Lieben Gruß
Tine
Nutze die Talente die du hast, denn der Wald wäre still, wenn nur die besten Vögel sängen!

bobby
Muntermacher
Beiträge: 1151
Registriert: So 22. Aug 2004, 23:36
Wohnort: Hamm

ReRe: N. und Psyche

Ungelesener Beitragvon bobby » So 2. Dez 2007, 16:10

Hallo Tinchen :)

die Antwort lautet ganz eindeutig: Nein, heute nicht mehr :|

Ich würde diese Meinung von mir als Kind auch nicht haben, hätte ich nicht irgendwann mal einen Super-8mm-Film von meiner damaligen Grundschullehrerin bei einem gemeinsamen Schulausflug gesehen. Es war bei einem Klassentreffen... erst habe ich mich gar nicht erkannt, da ich immer nur durchs Bild "gehuscht" bin :oops: :wink: . Bei der Aufnahme war ich sechs oder sieben Jahre alt. Ich gehe davon aus, dass mit der Zeit die ADHS-Symptome immer weiter zurück gingen, dafür die Narkolepsie-Symptome mehr und mehr in den Vordergrund rückten. Zuerst kam (bei mir!) bei der Narkolepsie die Kataplexien (in den Fingern und Händen als Kleinkind), dann eine Art Antriebslosigkeit (erst ganz leicht) ohne müde zu sein, dann die ersten imperativen Schlafattacken und erst danach die Tagesmüdigkeit. Das bedeutet, das hier ein ziemlich untypischer Verlauf vorliegt, oder vielleicht haben die Symptome der ADHS die Symptome der Narkolepsie jahrelang "überdeckt".

Viele Grüsse

bobby :)
D 2017: Wahlen kommen und gehen - die Politik bleibt (Merkel, Merkel, Merkel) :evil:


Zurück zu „medizinische & wissenschaftliche Aspekte“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast