SOREM

mögliche Ursachen, medizinische Zusammenhänge

Moderatoren: Jan, Webmaster

Antworten
K

SOREM

Ungelesener Beitrag von K » Mo Sep 19, 2005 8:52 pm

Hallo liebe Leute,
ich habe mich etwas schlau gemacht, und stolpere immer wieder über den Begriff SOREM. Bei mir scheint das der Normalzustand zu sein. Wenn ich tagsüber einschlafe, auch für zehn Minuten, träume ich jedesmal. Morgens wenn der Wecker klingelt drücke ich auf die Snoozetaste (dazu muß ich aus dem Bett), lege mich wieder hin, schlafe sofort wieder ein und fange an zu träumen. Die ganze Prozedur wiederholt sich alle zehn Minuten, bis ich um acht aufstehe. Also dreimal SOREM in knapp dreißig Minuten?
Jetzt habe ich neulich die Studie einer kanadischen Universität gelesen (http:// watarts.uwaterloo.ca/~acheyne/S_P. html, hab Leerzeichen eingefügt um nicht wieder zu verlinken), die ermitteln will, daß SOREM, Schlaflähmung, Hallus etc. nicht notwendigerweise mit Narkolepsie assoziiert sind sondern bei 30-40% der Weltbevölkerung gelegentlich vorkommen sollen.
Bei mir ist das phasenweise, vor zwei, drei Wochen hatte ich wieder ständig Hallus, im Moment wieder nicht (Gottseidank). Hier hat jemand geschrieben, er hat sie im Schnitt sechsmal, auch am Tag, das ist aber doch ein Extremfall?
Grüße,
K

tantaliden
Muntermacher
Beiträge: 142
Registriert: So Aug 28, 2005 5:37 am
Wohnort: Schopfheim
Kontaktdaten:

Ungelesener Beitrag von tantaliden » Di Sep 20, 2005 12:49 am

hi
also sorem hab ich täglich, wenn ich den begriff richtig verstanden habe :-)

ich träume bei jedem schlaf und kann mich im wachen zustand an diese auch erinnern. das göttliche ist, wenn man mal sowas wie n spielfilm träumt . hört sich komisch an, ist aber ganz nett. man sieht einfach eine handlungsbasierte geschichte. werde ich auf einmal vom wecker geweckt und möchte das aber noch weiter ezählt bekommen, so schlafe ich einfach wieder ein und die story geht weiter *Freu*

naja das mit dem aufwachen, dass ich nach dem wecker klingeln mich nochmal hinlege, ist bei mir auch phasenweise. jetzt hab ich endlich mal ne woche, wo das nicht der fall ist. hoffe das hält ein wenig länger an.


gruss volker henke
sei so wie du bist und akzeptiere dich einfach

Grinsekatze
Muntermacher
Beiträge: 41
Registriert: Fr Aug 05, 2005 2:22 pm
Wohnort: Wien

Ungelesener Beitrag von Grinsekatze » Di Sep 20, 2005 8:23 pm

Also bei mir dasselbe: Wenn ich die Erklärung richtig verstehe, habe ich das auch immer und jeden Tag!

Aber übrigens in diesen Phasen (wiedereinschlafen nach Weckergebimmel oder "kurzes" Nickerchen), hab ich wenn bewußte, so dann meist Albträume.
:evil: Wirklich so in 80% der Fälle. Wie sieht's da bei Euch aus?!

liebe, denn auch verschlafene Grüße
Auch aus Steinen, die dir in den Weg gelegt werden, kannst du etwas Schönes bauen.
(Erich Kästner)

tantaliden
Muntermacher
Beiträge: 142
Registriert: So Aug 28, 2005 5:37 am
Wohnort: Schopfheim
Kontaktdaten:

Ungelesener Beitrag von tantaliden » Mi Sep 21, 2005 2:08 am

ich differenzier da schon garnicht mehr, da es einfach zu viele schlechte träume sind..... wenn ich traum meine, dann ist es der alptraum. nur wenn ich dazu schreibe, dass er angenehm war, ist es positiv gemeint :-)

aber die träume stärken einem im real leben, wie mir aufgefallen ist. ich reagier auf gewisse situationen lässiger, auch wenn se noch
so schlimm sein sollten....

greets volker henke
sei so wie du bist und akzeptiere dich einfach

K

Ungelesener Beitrag von K » Do Sep 22, 2005 10:14 am

Soweit ich das verstanden habe, ist das kurzgefaßt folgendermaßen:
normalerweise sieht eine Schlafkurve so aus, daß nach dem Einschlafen zuerst vier NREM-Phasen durchlaufen werden, die erste REM-Phase tritt nach etwa neunzig Minuten auf, wiederholt sich alle neunzig Minuten, vor dem Aufwachen folgen wieder NREM-Phasen. Träume kommen auch in den NREM-Phasen vor, intensive oder bewußte nur in den REM-Phasen.
Bei SOREM (sleep onset REM) ist der Schlaf jetzt soweit gestört, daß er unmittelbar mit einer REM-Phase beginnt oder endet. Das kann jedem gelegentlich passieren, zum Beispiel bei Schlafmangel.
Schlaflähmungen und Halluzinationen wiederum hängen direkt damit zusammen, insofern in diesem Fall die REM-Phase nicht mit dem Aufwachen endet, sondern sich eine zeitlang mit dem wachen Bewußtsein überlagert, wie zwei Radiosender bei schlechtem Empfang.

Ich beobachte das bei mir erst seit einigen Wochen bewußt, da ich davor keine Ahnung (bzw. noch weniger als jetzt) von Schlafstörungen hatte. Deshalb kann ich mich auch nicht auf klinische Befunde berufen, aber wenn man innerhalb eines zehnminütigen Schlafs intensiv träumt, und das fast jedesmal, liegt es nahe, eine Schlafstörung zu vermuten. Phasenweise bezog sich eher auf die Lähmungen und Hallus, die ich seit Jahren immer wieder mal habe, zuletzt vorletzte Woche.

Ich hoffe, daß mich hier keiner falsch versteht, mir ist vollkommen bewußt, daß es den meisten hier noch ganz anders geht als mir und will nicht klagen. Daß Lähmungen und Hallus auch für mich kein Spaß sind wird hier jeder nachvollziehen können, und ich denke, daß ich - wenn auch nur ansatzweise - eher eine Ahnung habe, wie Ihr Euch fühlt, als jemand der sowas garnicht kennt.

Was die Trauminhalte angeht, Alpträume habe ich (im Gegensatz zu früher) nur noch selten, ich träume ständig von Essen (Schweinebraten, Rinderfilet, Gemüseeintopf..).
Grüße,
K

tantaliden
Muntermacher
Beiträge: 142
Registriert: So Aug 28, 2005 5:37 am
Wohnort: Schopfheim
Kontaktdaten:

Ungelesener Beitrag von tantaliden » Do Sep 22, 2005 12:15 pm

ach jetzt schimpf nicht immer so über die hallus und schlafstörungen allgemein!

ok das der schalfensrhythmus nicht in die heutige zeit hinein passt, obwohl wir alle so sozial sein wollen, ist wohl jedem klar. und davon abgesehen, dass die katas halt bissle assig aussehen und auch derbe bei ner arbeit stören, brauch ich auch niemandem erzählen. nur ich selbst finde die hallus und träume / alpträume (auch wenn es sich noch so blöd anhört) entspannend. nach ner weile lernt man mit den träumen umzugehen und sie einigermasen zu steuern, dass sie nicht aus den rudern laufen. ok ab und an kommt schon n hammer traum , der mehr als unangenehm ist, jedoch stehe ich persönlich darüber. ist ja nur n traum !
das man ab und an nach dem aufwachen noch mit den erlebnissen im traum zu kämpfen hat, passiert mir auch. jedoch nutze ich dies, um mir über den traum gedanken zu machen.
alltagssituationen, die man sonst nicht in der art lösen kann, sind in diesen träumen ein leichts. warum immer nur den teufel an die wand malen? man kann auch positive aspekte daraus gewinen. zumindest erinner ich mich an jeden traum den ich hatte, was ne komplette geschichtesammlung ergeben würde....

und auch wenn das nur ne hypothese von mir ist, so finde ich, dass die träume einen fürs leben stärken! ich war schon öfters in situationen, die wie im traum gewesen sind. dadurch, dass ich diese situation schon mehr als nur einmal durchgekaut habe, wusste ich, welche handelsweise die beste ist. was ich eher komisch finde ist ,dass die leute im realen genau gleich reagieren, wie im traum . seis nun menschenkenntnis oder sonstwas. schon zig tausend dejavues (oder wie auch immer) gehabt, die man nicht als alltagssituationen abstempeln kann.

vielleicht gibt der denkansatz ein wenig stoff zum nachdenken :-)

greets euer volker
sei so wie du bist und akzeptiere dich einfach

K

Ungelesener Beitrag von K » Mo Okt 31, 2005 1:53 pm

Hallo Leute,
ich schon wieder. Die Sache läßt mich immer noch nicht in Ruhe schlafen. Wörtlich.

Es gibt noch eine Menge Dinge, die ich nicht verstehe. Etwa den Unterschied zwischen hypnagogen (beim Einschlafen) und hypnopompen (beim Aufwachen) Hallus. Ich hab meine fast ausschließlich beim Aufwachen, beim Einschlafen hatte ich sie nur gelegentlich, wenn ich vorher was geraucht hatte (was nicht oft vorgekommen ist). Aus einigen Beiträgen entnehme ich hier, daß das bei anderen genauso ist.

Jetzt habe ich mehrfach gelesen, daß hypnopompe Hallus scheinbar wesentlich seltener sind und deshalb kaum erforscht, ich weiß allerdings nicht, wo überhaupt der Unterschied sein soll, ob man beim Einschlafen oder Aufwachen halluziniert. Dann heißt es immer wieder, hypnopompe Hallus wären ein deutlicherer Indikator für Narkolepsie als hypnagoge, leider wird nie dazu gesagt, warum.
Weiter oben habe ich von einer Studie geschrieben, daß etwa ein Drittel der Bevölkerung Hallus haben soll, es gibt wohl noch mehr solcher Studien. Eigenartig daran ist, daß nur rund ein viertel der Narkoleptiker Hallus haben sollen, also prozentual seltener als Nichtnarkoleptiker?

Bei allem was ich gelesen habe, auch hier, scheint das mit den Hallus eh eine ziemlich diffuse Sache zu sein. In meinem Fall habe ich nie Schwierigkeiten, Hallus von Emotionsträumen und falschem Erwachen zu unterscheiden. Ich hatte schon immer gelegentlich Hallus. Es würde mir schwerfallen zu sagen, wie oft, weil ich nie darauf geachtet habe, und weil die Intensität sehr unterschiedlich ist, aber grob alle zwei Wochen. Die Hallus selber sind eigentlich nur unangenehm, während sie passieren, wobei sie auch nicht immer mit Panikattacken verbunden sind.

Mich würde noch interessieren, welche Art Hallus die einzelnen hier haben, ein paar haben ja schon etwas darüber geschrieben, und ob es meist die gleichen oder unterschiedliche sind. Ich hatte schon so ziemlich alles, was man sich denken kann. Angefangen vom vagen Gefühl, daß jemand im Zimmer ist, über Gerüche, Berührungen, Geräusche, Stimmen, Gesang, Gestalten, Gesichter, die aus der Wand kommen...

tantaliden
Muntermacher
Beiträge: 142
Registriert: So Aug 28, 2005 5:37 am
Wohnort: Schopfheim
Kontaktdaten:

Ungelesener Beitrag von tantaliden » Do Nov 03, 2005 1:43 am

beim einschlafne höre ich meistens stimmen , geräusche oder ab und an auch mal nen schönen windhauch der garnicht vorhanden ist

heute hatte ich kurz vordem aufwachen ne tolle hallu die mich bis jetzt noch beschäftigt.

ich hatte nen wäschekorb im gang stehen und vergessen vor dem schlafen gehen die türe zu schließen. als ich aufgewacht bin , konnte ich wiedermal nicht bewegen und sah überall ratten die auf der wäsche herum tollten. eine kam mir ganz nah und berührte mein gesicht. musste mit der zunge hin und her wackeln , dass die nicht in mich hinein ist.

hab die uhr im visier gehabt. 15 mins ging dieser verdammte hallu-alptraum. jetzt sitze ich hier vor dem rechner und schreibe darüber :-)


seit neustem sehe ich im übrigen auch personen. zwar nicht deutlich vor mir , aber immer aus dem augenwinkel. seis als schatten oder als leibliche person. diese hallus habe ich aber während des wach seins. ignoranz ist die antwort von mir , was jedoch nicht viel hilft. super noch ein schönes geräusch von oben. irgendjemand redet um die uhrzeit im haus. wie realistisch, da es ein einfamilienhaus ist.....

naja seis drum die nacht wird auch vorbei gehen und ich wieder müde werden.

dann hat der spuck wiedermal ein ende....

hoffe ich konnte teilweise weiterhelfen.....


greets fossy
sei so wie du bist und akzeptiere dich einfach

bobby
Muntermacher
Beiträge: 1195
Registriert: So Aug 22, 2004 11:36 pm
Wohnort: Hamm

Re: SOREM

Ungelesener Beitrag von bobby » Di Nov 08, 2005 11:24 pm

Hallo K :)
K hat geschrieben:Hallo liebe Leute,
ich habe mich etwas schlau gemacht, und stolpere immer wieder über den Begriff SOREM. Bei mir scheint das der Normalzustand zu sein. Wenn ich tagsüber einschlafe, auch für zehn Minuten, träume ich jedesmal. Morgens wenn der Wecker klingelt drücke ich auf die Snoozetaste (dazu muß ich aus dem Bett), lege mich wieder hin, schlafe sofort wieder ein und fange an zu träumen. Die ganze Prozedur wiederholt sich alle zehn Minuten, bis ich um acht aufstehe. Also dreimal SOREM in knapp dreißig Minuten?
Das mit dem SOREM verstehe ich ein wenig anders: Du stehst beim kurzzeitigen Wecken mit Deinem Wecker nicht in einer "typischen" Einschlafphase, sondern Du hattest eigentlich (durch den Wecker) nur ein "Arousal",d.h. Du befindest Dich am Ende eines langes Schlafs (auch mit kurzen Unterbrechungen) in überwiegenden REM-Phasen (die Tiefschlafphasen kommen am Ende der Nacht ja so gut wie nicht mehr vor). So ist es kein Wunder, dass Du nach dem kurzen Wecken sofort wieder träumst - das passiert auch Nicht-Narkoleptikern - sofern sie denn überhaupt wieder einschlafen :wink:
K hat geschrieben:Jetzt habe ich neulich die Studie einer kanadischen Universität gelesen (http:// watarts.uwaterloo.ca/~acheyne/S_P. html, hab Leerzeichen eingefügt um nicht wieder zu verlinken), die ermitteln will, daß SOREM, Schlaflähmung, Hallus etc. nicht notwendigerweise mit Narkolepsie assoziiert sind sondern bei 30-40% der Weltbevölkerung gelegentlich vorkommen sollen.
Es stimmt, dass diese Symptome nicht notwendigerweise etwas mit Narkolepsie etwas zu tun haben müssen. Deshalb sind Schlaflähmungen und Halluzinationen auch keine "Leitsymptome" für die Narkolepsie, sondern nur Begleitsymptome.
K hat geschrieben:Bei mir ist das phasenweise, vor zwei, drei Wochen hatte ich wieder ständig Hallus, im Moment wieder nicht (Gottseidank). Hier hat jemand geschrieben, er hat sie im Schnitt sechsmal, auch am Tag, das ist aber doch ein Extremfall?
Grüße,
K
Das will ich auch hoffen :wink:

Gruss bobby
D 2018: Trump - der Wahnsinn in blond :lolno:

K
Muntermacher
Beiträge: 14
Registriert: Do Nov 03, 2005 10:39 pm
Wohnort: Frankfurt

Ungelesener Beitrag von K » Mi Nov 09, 2005 1:29 pm

Hallo,
leuchtet mir ein, daß das beim Aufwachen eine andere Angelegenheit ist.
Ich habe jetzt mehrfach gelesen, daß N. denselben Traum zwischen dem Aufwachen weiterträumen können, allerdings kenne ich Leute denen das auch passiert die mit Sicherheit keine N. sind. Genauso scheint es nicht wenigen so zu gehen, daß sie schon innerhalb weniger Minuten anfangen zu träumen, auch tagsüber.

Mir ist sowieso nicht ganz klar, wie N. überhaupt eingegrenzt wird, außer in heftigen Fällen. Soweit ich es verstanden habe, ist es eine Störung des REMschlafs, aber das sind hypnagoge Hallus und SOREM auch, und die sind scheints ziemlich verbreitet. Die Übergänge scheinen hier fließend zu sein, oder ich habe irgendwas grundlegendes noch nicht verstanden.
Grüße,
K

bobby
Muntermacher
Beiträge: 1195
Registriert: So Aug 22, 2004 11:36 pm
Wohnort: Hamm

Re:Rem- und Nrem-Störungen

Ungelesener Beitrag von bobby » Do Nov 10, 2005 8:15 am

Hallo K,
K hat geschrieben: ...Mir ist sowieso nicht ganz klar, wie N. überhaupt eingegrenzt wird, außer in heftigen Fällen. Soweit ich es verstanden habe, ist es eine Störung des REMschlafs, aber das sind hypnagoge Hallus und SOREM auch, und die sind scheints ziemlich verbreitet. Die Übergänge scheinen hier fließend zu sein, oder ich habe irgendwas grundlegendes noch nicht verstanden.
Grüße,
K
Kataplexien, Schlaflähmungen und Halluzinationen sind Ausdruck einer Störung des REM-Schlafes (Traum-Schlafes), während die Tagesmüdigkeit und die imperativen Schlafattacken Folge der Störung des NREM-Schlafes sind.
Bei Narkoleptikern sind sowohl REM- als auch NREM-Schlafphasen gestört.

Gruß bobby
D 2018: Trump - der Wahnsinn in blond :lolno:

K
Muntermacher
Beiträge: 14
Registriert: Do Nov 03, 2005 10:39 pm
Wohnort: Frankfurt

Ungelesener Beitrag von K » Do Nov 10, 2005 8:06 pm

Hallo bobby,
danke. Die Unterscheidung kannte ich noch nicht. Ist eh nicht so einfach, aus der wenigen Information im Internet schlau zu werden.
Grüße,
K

Antworten