Kann eine "Psychotherapie" bei Narkolepsie helfen?

mögliche Ursachen, medizinische Zusammenhänge

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Sternenbande85
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Kann eine "Psychotherapie" bei Narkolepsie helfen?

Ungelesener Beitrag von Sternenbande85 » So Dez 14, 2008 9:41 pm

Hallo!
Ich bin seit 5 Monaten bei einem Psychiater in Behandlung, ich mache dort aber keine Therapie. Seitdem ich dort in Behandlung bin (und das ist die einzige Behandlung bei mir) geht es mir deutlich besser. Und deutlich ist noch untertrieben, ich fühle mich wieder nahezu gesund, worher war ich wirklich sehr krank. Bei diesen Gesprächen/Auswertung meiner Schlaftagebücher ging es aber immer um eine Müdigkeit ungeklärter organischer Ursache, nie um eine Narkolepsie. Sowohl mein Psychiater als auch ich haben und darauf verlassen, dass ich keine Narkolepsie habe.
Nun meint ausgerechnet der Arzt, der mir zu einer Psychotherapie geraten hat, da das ja alles Psychisch ist bei mir,..... dass er mittlerweile doch denkt, dass ich eine Narkolepsie haben.

Wenn dem so wäre, gäbe es dann eine logische Erklärung dafür, dass ich durch die Gespräche so eine starke Heilung erfahren habe?

Grüsse Sandra

bobby
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Re: Kann eine "Psychotherapie" bei Narkolepsie helfen?

Ungelesener Beitrag von bobby » Di Dez 16, 2008 12:19 am

Hi Sternenbande :)

wenn ich das richtig sehe, ist Deine bisherige Diagnose (CFS...) alles andere als eindeutig :?
Ein klein wenig Probleme habe ich aber auch von Deinen Aussagen hinsichtlich der Therapie...
Sternenbande85 hat geschrieben:...Ich bin seit 5 Monaten bei einem Psychiater in Behandlung, ich mache dort aber keine Therapie. Seitdem ich dort in Behandlung bin (und das ist die einzige Behandlung bei mir) geht es mir deutlich besser...
Du bist seit 5 Monaten bei einem Psychiater, aber angeblich nicht in Therapie, aber seit dem geht es Dir viel besser... Gegenfrage: Was macht Dein Psychiater, wenn es keine Therapie ist, mit Dir?
Sternenbande85 hat geschrieben:...Und deutlich ist noch untertrieben, ich fühle mich wieder nahezu gesund, worher war ich wirklich sehr krank...
Worin äussert sich die Besserung?
Sternenbande85 hat geschrieben:...Bei diesen Gesprächen/Auswertung meiner Schlaftagebücher ging es aber immer um eine Müdigkeit ungeklärter organischer Ursache, nie um eine Narkolepsie. Sowohl mein Psychiater als auch ich haben und darauf verlassen, dass ich keine Narkolepsie habe...
Aus anderen Postings Deinerseits weiss ich ungefähr was Du meinst. Da Narkolepsie aber immer als organische Erkrankung gesehen wird und nicht als psychische Erkrankung, ist folgende Aussage Deines Psychiaters irgendwie komplett unlogisch.
Sternenbande85 hat geschrieben:...Nun meint ausgerechnet der Arzt, der mir zu einer Psychotherapie geraten hat, da das ja alles Psychisch ist bei mir,..... dass er mittlerweile doch denkt, dass ich eine Narkolepsie haben.
Hat das der Psychiater gesagt? Oder der Arzt, der Dich zu dem Psychiater überwiesen hat? Müsstest Du bei einer Psychotherapie nicht bei einem Psychologen gelandet sein? Und wieso überhaupt ...therapie, wenn Du eigentlich keine gemacht hattest :shock: :roll:???

:idea:
Ein an Narkolepsie erkrankte Person fühlt sich emotional natürlich auch besser, wenn er/sie jemanden hat, bei dem er/sie sich ernst genommen fühlt, wie z.B. bei einem kompetenten Arzt. Aufgrund des dadurch erfolgten Abbaus von Stress kann sich die allgemeine Symptomatik verbessern. Will sagen: Geht es dem Betroffenen seelisch gut, geht es ihm körperlich (also alle Symptome und Begleitumstände bei Narkolepsie) relativ gesehen auch gut; geht es ihm seelisch schlecht, geht es ihm relativ gesehen auch sonst schlecht(er).

:!: Aber:
Durch eine Psychotherapie können die psychischen Folgen der Narkolepsie, wie z.B. auftretende Depressionen, Abbau von Ängsten etc., möglicherweise behandelt werden, nicht aber die Narkolepsie selbst, da sie nicht durch eine "psychologische Belastung" ausgelöst wurde, sondern (so die herrschende Lehrmeinung) durch exogene Faktoren (Viren, Allergene etc. pp.) bei bestimmten endogenen Dispositionen (hier: genetisch bedingte HLA-Faktoren) die Narkolepsie zum Tragen bringen; kurz: also körperliche Ursachen zur Folge haben, die bestimmte hochspezifische Nervenzellen (Hypocretin-/Orexin-produzierende Nervenzellen) innerhalb des Gehirns unwiderruflich zerstören. Hier kann eine Psychotherapie zu keinem Ergebnis führen, weil eine solche die Nervenzellen nicht wieder herstellen kann :|.



Viele Grüsse

Bobby :)
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Sternenbande85
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Re: Kann eine "Psychotherapie" bei Narkolepsie helfen?

Ungelesener Beitrag von Sternenbande85 » Di Dez 16, 2008 10:17 am

Mein Psychiater hat die ganze Zeit versucht herrauszufinden an welcher Krankheit ich leide, hat mich viel überwiesen, Befunde mit mir besprochen, EEG´s und Blutuntersuchungen gemacht, etc. Seitdem ich weiss, an welcher Krankheit ich leide, reden wir darüber oder werten meine Schlaftagebücher aus.
Die Besserung äußert sich darin, dass ich seit Wochen keine Infektion mehr hatte (gut jetzt habe ich wieder eine), seltener Erschöpfungszustände habe, weniger schlafe und die Müdigkeit nur noch beim Autofahren, Zugfahren, Lesen, Fernsehen, etc. auftritt.

Der Arzt, der mir erst zu einer Psychotherapie geraten hat und noch doch meint, dass ich Narkolepsie habe, ist nicht mein Psychiater, aber er ist Facharzt für Psychiatrie, Neurologie, Psychotherapie und Schlafmedizin.

Kann sein, dass man wegen einer Psychotherapie zu einem Psychologen geht, aber ich wüsste nicht, wieso ich eine Psychotherapie machen sollte. Mein Psychiater übrigens auch nicht.


Grüsse Sandra

bobby
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Re: Kann eine "Psychotherapie" bei Narkolepsie helfen?

Ungelesener Beitrag von bobby » Di Dez 16, 2008 6:38 pm

Hi Sternenbande 85 :)
Sternenbande85 hat geschrieben:...Der Arzt, der mir erst zu einer Psychotherapie geraten hat und noch doch meint, dass ich Narkolepsie habe, ist nicht mein Psychiater, aber er ist Facharzt für Psychiatrie, Neurologie, Psychotherapie und Schlafmedizin...
Das konnte ich aus Deinem Posting nicht heraus lesen, da Du schon zwei andere Ärzte in Deinem Posting erwähnt hattest.
Sternenbande85 hat geschrieben:...Kann sein, dass man wegen einer Psychotherapie zu einem Psychologen geht, aber ich wüsste nicht, wieso ich eine Psychotherapie machen sollte. Mein Psychiater übrigens auch nicht...
Ähm, nur so am Rande, ich habe nicht behauptet, dass Du eine Psychotherapie machen musst. Ich habe lediglich angemerkt, dass, wenn man eine machen würde, diese bei einem Psychologen macht. Das Wort "Psychotherapie" hattest Du erwähnt, und ich habe nirgends bei Deinen Ärzten einen Psychologen gesehen...8) :)

Viele Grüsse

Bobby :)
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Sternenbande85
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Re: Kann eine "Psychotherapie" bei Narkolepsie helfen?

Ungelesener Beitrag von Sternenbande85 » Mi Dez 17, 2008 11:47 am

Na es gibt ja auch viele Neurologen, Psychiater oder sonstige Ärzte, welche die Zusatzbezeichnung Psychotherapie haben.

bobby
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Re: Kann eine "Psychotherapie" bei Narkolepsie helfen?

Ungelesener Beitrag von bobby » Do Dez 18, 2008 6:10 am

Hi Sternenbande85 :)

okay, daran habe ich nicht gedacht, dass auch andere Ärzte als Psychologen die Zusatzbezeichnung "...und Psychotherapeut" haben können :).

Viele Grüsse

Bobby :)
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