Lumbalpunktion für Orexinbestimmung

mögliche Ursachen, medizinische Zusammenhänge

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charlottchen030
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Lumbalpunktion für Orexinbestimmung

Ungelesener Beitragvon charlottchen030 » Sa 19. Jul 2008, 14:38

Hallo zusammen,

bin neu hier und bei mir besteht der Verdacht einer Narkolepsie. Seit mehr als 12 Jahren leide ich unter Schlafparalysen und Halluz sowie ständige Müdigkeit. Es hat 12 Jahre gedauert bis mich ein Arzt ernst genommen hat, viele Ärzte kennen anscheinend den Begriff der Schlaflähmung nicht. Naja brauch euch ja nichts erzählen, ihr habt sich er alle das selbe durch. So was ich eigentlich fragen wollte ist, ob einer von euch schon mal eine Lumbalpunktion zwecks Orexinbestimmung durchführen lassen hat? Und was soll der Wert aussagen. Ich bin mir ziemlich unsicher ob ich dass machen lassen soll, weil das alles noch nicht so richtig erforscht ist. Kann mir jemand etwas dazu sagen???

LG Nat

bobby
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Re: Lumbalpunktion für Orexinbestimmung

Ungelesener Beitragvon bobby » So 17. Aug 2008, 13:37

Hallo charlottchen030 :)

erst einmal: Herzlich willkommen im Forum :) .

Vorab: Die Lumbalpunktion ist für die Diagnose "Narkolepsie" komplett überflüssig.

Hintergrund:
Für eine Diagnosestellung ist eine äusserst sorgfältige Anamnese des Arztes (Arzt: "Was für Beschwerden haben sie?") und eine Untersuchung in einem Schlaflabor zwecks Aufnahme eines Schlaf-EEG's sinnvoll. Zur Abklärung von hirnorganischen Ursachen (z.B. Hirntumor etc.) ist eine CT-Aufnahme des Hirns zweckmäßig. Beim Vorliegen von (eindeutigen) Kataplexien sind weitere Untersuchungen eigentlich überflüssig, da man ausschliesslich bei der Krankheit Narkolepsie Kataplexien haben kann.
Sofern das Schlaf-EEG nicht ganz klare Ergebnisse liefert und keine eindeutigen Kataplexien vorliegen, kann als Differentialdiagnose noch die Abklärung über einen speziellen Blutmarker im sogenannten HLA-System nachgeschaut werden; es handelt sich hier um eine einfache Blutuntersuchung (also eine kleine Blutabnahme), die in ein Labor geschickt wird. Leider ist die Fehlerquote im Messverfahren sehr hoch, sodass ich z.B. mal negativ als auch positiv getestet wurde.

Das Messen von Orexin (auch Hypocretin genannt) im sogenannten "Liquor" (=Nervenwasser) befindet sich noch im "frühen Feldversuch" und ergibt nicht unbedingt sinnvolle Aussagen. Hinzu kommt, dass Lumbalpunktionen nicht ganz ungefährlich sind, da das Nervenwasser aus der Wirbelsäule entnommen wird und sich häufige Nebenwirkungen durch die Abnahme ergeben können, insbesondere starke Kopfschmerzen.

Kurz: Für eine Untersuchung, die schmerzhaft ist und einen doch recht starken Eingriff in den Körper bedeutet, ist bei Abwägung mit den bisher recht zweifelhaften Ergebnissen schlicht davon abzuraten. Das es (in D zumindest) viele Ärzte gibt, die dies dennoch einfordern, liegt daran, dass wohl einige Proben für andere Zwecke verwendet werden...

Viele Grüsse

Bobby :)
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charlottchen030
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Re: Lumbalpunktion für Orexinbestimmung

Ungelesener Beitragvon charlottchen030 » So 17. Aug 2008, 14:48

Hallo Bobby,

vielen vielen Dank für Deine Antwort, ich habe mir sowas schon fast gedacht. Denn das Krankenhaus wo ich hin soll, ist ein Forschungsinstitut. Ok dann weiß ich Bescheid.
Ich hätte da noch eine Frage zu den Kataplexien. Ich weiß nicht ob ich welche habe. Manchmal verlassen mich meine Kräfte in den Beinen für ein paar Sekunden, so das ich mich hinsetzen muss und ein anderes mal habe ich im liegen oder auch im sitzen kein Gefühl mehr in den Beinen sie sind wie taub, als wären sie garnicht vorhanden. Ich habe auch mal darauf geachtet in was für Situationen diese Auftreten. Eigentlich immer wenn ich aufgeregt bin. Diese Zustände sind neu Aufgetreten und erst seit ca 3 Monaten akut. Ich bin über jede Antwort dankbar, da ich endlich wissen will was los ist.

Nochmal lieben Dank Booby wüde mich freuen wieder von Dir zu hören. (lesen) :)

charlottchen 030

bobby
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Re: Lumbalpunktion für Orexinbestimmung

Ungelesener Beitragvon bobby » So 17. Aug 2008, 19:41

Hallo charlottchen030 :)

charlottchen030 hat geschrieben:...Ich hätte da noch eine Frage zu den Kataplexien. Ich weiß nicht ob ich welche habe. Manchmal verlassen mich meine Kräfte in den Beinen für ein paar Sekunden, so das ich mich hinsetzen muss und ein anderes mal habe ich im liegen oder auch im sitzen kein Gefühl mehr in den Beinen sie sind wie taub, als wären sie garnicht vorhanden. Ich habe auch mal darauf geachtet in was für Situationen diese Auftreten. Eigentlich immer wenn ich aufgeregt bin. Diese Zustände sind neu Aufgetreten und erst seit ca 3 Monaten akut. Ich bin über jede Antwort dankbar, da ich endlich wissen will was los ist...


Typisch für Kataplexien ist Deine Aussage, dass Dich Deine Kräfte für ein paar Sekunden verlassen, da es sich bei Kataplexien um einen "Tonusverlust der Haltemuskulatur" handelt; auf deutsch: die Muskeln, die für den Halteapparat zuständig sind, entspannen sich total, wogegen man sich bewusst kaum (eher: gar nicht) wehren kann.

Untypisch ist allerdings die Aussage von Dir, dass Du manchmal kein Gefühl mehr in den Beinen hast (im Liegen wie im Sitzen). Zwar verursacht eine Kataplexie eine Art Lähmung, wobei aber nur die Ansteuerung der Nerven (also zu den Muskeln) gehemmt ist; die andere Richtung - von den Gliedmaßen zum Hirn - ist allerdings nie betroffen. Deshalb kommt es bei Kataplexien nicht zu Taubheitsgefühlen.
Möglicherweise sind die Gliedmaßen ja gar nicht taub, sondern es entsteht dabei ein Effekt des Kribbelns (dies ist aber selten), der möglicherweise ähnlich dem Gefühl ist, wenn "eingeschlafene Beine" wieder aufwachen. Aber auch das wäre eher untypisch.
Aber vielleicht meintest Du ja mit "taub" auch einfach den Zustand, dass Du sie nicht bewegen kannst - das wäre typisch.

Da wären genauere Ausführungen Deinerseits notwändig :) .

Gegenfrage: Wie oft kommen diese "Zustände" bei Dir vor? Bist Du auch schon mal dabei hingefallen?

Das die "Gummibeine" gerade dann auftreten, wenn Du aufgeregt bist, ist sehr typisch für Kataplexien. Der genaue Grund ist meist bei den Narkis leicht verschieden. Bei fast allen - das haben Tests untereinander ergeben ;) - treten Kataplexien bei "Schadenfreude" auf. Sehr häufig: Lachen. Aber auch bei Wut, beim Weinen etc. können Kataplexien auftreten. Sehr häufig sind auch die Gesichtsmuskeln mit betroffen. Dies bedeutet, dass einem die Gesichtszüge entgleiten können.

Viele Grüsse

Bobby :)
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Re: Lumbalpunktion für Orexinbestimmung

Ungelesener Beitragvon charlottchen030 » Mo 18. Aug 2008, 10:33

Hallo Bobby,

nochmal danke für Deine schnelle Antwort. :lol:
Mit taub meine ich, dass ich tatsächlich meine Beine nicht bewegen kann, zwar nur für wenige Sekunden, aber das macht mir schon angst und ich weiß auch nicht, wie ich es richtig beschreiben soll. Fakt ist aber, dass ich die Beine nicht bewegen kann. Dieses Gefühl ist neu erst seit ca. 3 Monaten. Gestürtzt bin ich bislang (gott sei dank) noch nicht. Ich habe halt nur gemerkt, dass meine Kräfte in den Beinen mich verlassen und ich mich schnell hinsetzen muss sonst wäre ich zusamengesaggt. Und wie gesagt immer wenn ich aufgeregt, aufgekratzt bin. Aufällig ist auch, dass ich sehr oft unter Muskelschwäche leide, hat das damit vielleicht etwas zu tun?
Leidest du unter Kataplexien? Mich würde interessieren wie bei Dir alles angefangen hat. Ich habe manchmal das Gefühl als wäre ich ein Simulant, jedenfalls wird man so behandelt. Man ist mit seinen Beschwerden doch alleine weil man nach aussen ja nichts sieht. Geht es Dir ähnlich?
Würde mich freuen wieder von Dir zu hören, das hilft mir sehr, denn ich kenne keinen der diese Art von Krankheit hat.

Lg charlottchen030

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Re: Lumbalpunktion für Orexinbestimmung

Ungelesener Beitragvon bobby » Mo 18. Aug 2008, 17:44

Hi charlottchen030 :)

charlottchen030 hat geschrieben:...Mit taub meine ich, dass ich tatsächlich meine Beine nicht bewegen kann,...


Okay, das habe ich verstanden. Gegenfrage: Sind dabei Deine Beine gefühllos, also wie bei einem Queschnittsgelähmten? (Dann wären es keine Kataplexien!)

charlottchen030 hat geschrieben:... zwar nur für wenige Sekunden, aber das macht mir schon angst und ich weiß auch nicht, wie ich es richtig beschreiben soll...

Vor den Kataplexien brauchst Du kein Angst zu haben. So, wie Du sie beschreibst, habe ich sie in der Regel auch 8) . Offensichtlich gehörst Du (wie ich) zu den Betroffenen, die ihre Kataplexien "abfedern" können, d.h. wenigstens ein bisschen willentlich noch beeinflussen können. Auch fallen sie leicht aus :) .

charlottchen030 hat geschrieben:...Fakt ist aber, dass ich die Beine nicht bewegen kann. Dieses Gefühl ist neu erst seit ca. 3 Monaten. Gestürtzt bin ich bislang (gott sei dank) noch nicht. Ich habe halt nur gemerkt, dass meine Kräfte in den Beinen mich verlassen und ich mich schnell hinsetzen muss sonst wäre ich zusamengesaggt...


Was ist mit Deinem Oberkörper, Arme und Kopf? Sind die auch betroffen (vielleicht nur ganz leicht?)? Kommen Dir die Beine wie "Gummibeine" vor? Null Kraft?

charlottchen030 hat geschrieben:...Und wie gesagt immer wenn ich aufgeregt, aufgekratzt bin...


Das wäre für Kataplexien typisch. Diese treten nur bei "Gefühlswallungen" auf; allerdings nicht unbedingt bei jeder Art - dies ist von Betroffenen zu Betroffenen unterschiedlich.

Gegenfrage: Hast Du Dir mal überlegt, ob die Zeitpunkte, in denen Du "aufgekratzt" bist, gerade die Zeitpunkte sind, wo Du schon ziemlich müde bist? Möglicherweise kurze Zeit vorher, bevor Dich die Müdigkeit übermannt (wenn sie das überhaupt tut).

charlottchen030 hat geschrieben:...Aufällig ist auch, dass ich sehr oft unter Muskelschwäche leide, hat das damit vielleicht etwas zu tun?


Meinst Du mit "Muskelschwäche" vielleicht einfach nur "keine Kraft", z.B. die Arme zu heben oder Glas in den Händen zu behalten?

charlottchen030 hat geschrieben:...Leidest du unter Kataplexien?...


Ja, ungefähr so wie Du, würde ich mal tippen. Dies sind leichte Fälle von Kataplexien. Das bedeutet aber nicht, dass sie schlimmer werden müssen.

charlottchen030 hat geschrieben:...Mich würde interessieren wie bei Dir alles angefangen hat...


Hmm, das ist bei mir schwierig zu sagen, da ich als kleines Kind wohl schon mal eine Zeit lang(!?) Kataplexien in den Händen und den Armen besessen habe - und zwar wenn ich Lachen musste. Ich hatte das aber damals als völlig normal gehalten, weil ich dachte, dass dies Problem jeder Mensch hätte ("sich kringelig lachen"). Als Jugendlicher kann ich mich überhaupt nicht daran erinnern, dass ich das Gefühl noch hatte. Die Müdigkeit war noch nicht präsent - auch nicht als Kind.
Mit gut 20 Jahren fingen - ganz selten - die Kataplexien an "durchzuschlagen", vor allem wenn ich sehr traurig war (in den Beinen!). Mit 24 Jahren hatte ich die erste "imperative Schlafattacke"; in den laufenden Jahren wurde die Müdikeit immer präsenter, die Kataplexien verstärkten sich leicht. Mit gut 30 Jahren wurde es langsam schwierig, den Tagesablauf wegen der Müdigkeit "in einem Stück" hinzubekommen.

charlottchen030 hat geschrieben:...Ich habe manchmal das Gefühl als wäre ich ein Simulant, jedenfalls wird man so behandelt. Man ist mit seinen Beschwerden doch alleine weil man nach aussen ja nichts sieht. Geht es Dir ähnlich?


Das ist das Hinterhältige an der Narkolepsie. Wenn man sich in den Spiegel schaut, suggeriert einem sein eigenes Bild: "Hey, Du siehst doch kerngesund aus, vielleicht bist Du es ja auch und bekommst nur manchmal den Hintern nicht hoch!!!"

So glaubt man manchmal selbst (wenn es einem gerade gut geht!), das man vielleicht doch ein Simulant ist. Was man selbst fast glaubt, glaubt der Umkreis erst recht. Hinzu kommt, dass die Müdigkeit jeder kennt und jeder damit umgehen kann. Sie wissen aber nicht, welch "bleiernde Müdigkeit" bei uns vorherrscht.

charlottchen030 hat geschrieben:...Würde mich freuen wieder von Dir zu hören, das hilft mir sehr, denn ich kenne keinen der diese Art von Krankheit hat.

Lg charlottchen030


Mindestens 2-3.000 diagnostizierte Betroffene gibt es in Deutschland.

Viele Grüsse

Bobby :)
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Re: Lumbalpunktion für Orexinbestimmung

Ungelesener Beitragvon charlottchen030 » Di 19. Aug 2008, 15:08

Hallo Bobby,

ich muss sagen, Du machst mir angst. Das meine ich nicht böse, sondern ich habe das Gefühl ich schaue in den Spiegel, als ich Deine Antwort gelesen habe. Ich bin Anfang 30, mit ca 15 fing alles an, aber ich wusste auch nicht, was mit mir los ist und man, wie Du schon sagtest, nimmt die Sache einfach so hin. Ich kann mich noch erinnern, das ich als Jugendliche Probleme in den Armen hat. Mir sind ständig sachen aus der Hand gefallen, damals habe ich im einen Cafe gearbeitet und mir sind laufend Gläser kaputt gegangen, weil ich sie nicht halten konnte.

Mein damaliger Chef stellte mir schon eine Rechnung auf, und meinte das wäre nicht normal.
Darauf hin habe ich mich untersuchen lassen, hin und her, keiner wusste was das sein könnte, bis ein Arzt meinte ich hätte ein Karpaltunelsyndrom. Ja klar mit anfang 20 :roll: Aber ich nahm das so hin. Heute ist mir klar, dass das mit sicherheit Katas zumindist die Anfänge davon gewesen sein müssen.

Du hast mich gefragt, ob ich das Gefühl habe, dass meine Beine taub sind. Also wenn ich das Gefühl habe sie sind taub und meine Beine berühre spüre ich sie.
Beine wie Gummi? ja das kann man so beschreiben, ich fühle mich wie Schmidtchen Schleicher mit den Elastischen Beinen. Und ja wenn dieses Gefühl auftritt, bin ich extrem müde. Das meinte ich mit angst. Du beschreibst das, was ich erlebe. :shock:
Was heißt eigentlich abfedern, kann man Katas steuern mit starkem Willen? Wenn ja wie geht das ???

Leidest Du auch unter Schlaflähmungen mit Halluz? Ich hoffe es nicht für Dich, aber wenn doch wie erlebst Du diese? Für mich sind sie der Horror, ich habe schon oft gelesen, das viele sie toll finden, weil sie erleben könnten, wie sie Ihren Körper verlassen. Also ich finde das garnicht cool oder ähnliches.
Danke dass Du Dich mit mir beschäftigst, Du hilfst mir sehr, und ich fühle mich nicht mehr allein damit.

lg charlottchen030

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Re: Lumbalpunktion für Orexinbestimmung

Ungelesener Beitragvon bobby » Di 19. Aug 2008, 19:49

Hallo charlottchen030 :)

charlottchen030 hat geschrieben:...ich muss sagen, Du machst mir angst. Das meine ich nicht böse, sondern ich habe das Gefühl ich schaue in den Spiegel, als ich Deine Antwort gelesen habe. Ich bin Anfang 30, mit ca 15 fing alles an, aber ich wusste auch nicht, was mit mir los ist und man, wie Du schon sagtest, nimmt die Sache einfach so hin. Ich kann mich noch erinnern, das ich als Jugendliche Probleme in den Armen hat. Mir sind ständig sachen aus der Hand gefallen, damals habe ich im einen Cafe gearbeitet und mir sind laufend Gläser kaputt gegangen, weil ich sie nicht halten konnte...


Angst musst Du keine haben :) . Hier sind wir unter uns sozusagen ;) . Deine Geschichte ist sozusagen der Klassiker unter Narkoleptikern 8) . Beginn in der Pubertät... Herausbildung aller Symptome zwischen dem zweiten und dritten Lebensjahrzehnt :? .

charlottchen030 hat geschrieben:...Mein damaliger Chef stellte mir schon eine Rechnung auf, und meinte das wäre nicht normal.
Darauf hin habe ich mich untersuchen lassen, hin und her, keiner wusste was das sein könnte, bis ein Arzt meinte ich hätte ein Karpaltunelsyndrom. Ja klar mit anfang 20 :roll: Aber ich nahm das so hin. Heute ist mir klar, dass das mit sicherheit Katas zumindist die Anfänge davon gewesen sein müssen...


Nur wirklich gute Ärzte geben auch mal zu, dass sie nicht wissen, was mit einem Patienten los ist. Allerdings sind diese sehr rar gesät, da die meisten fürchten (was totaler Quatsch ist), dass ihr Ruf als Arzt darunter leiden würde :roll: . Mind. 95 % der Ärzte behaupten lieber irgend was, damit sie sich aus der Affäre ziehen können :lol: .

charlottchen030 hat geschrieben:...Du hast mich gefragt, ob ich das Gefühl habe, dass meine Beine taub sind. Also wenn ich das Gefühl habe sie sind taub und meine Beine berühre spüre ich sie...


Dann sind es mit ziemlicher hoher Wahrscheinlichkeit Kataplexien :| .

charlottchen030 hat geschrieben:...Beine wie Gummi? ja das kann man so beschreiben, ich fühle mich wie Schmidtchen Schleicher mit den Elastischen Beinen. Und ja wenn dieses Gefühl auftritt, bin ich extrem müde. Das meinte ich mit angst. Du beschreibst das, was ich erlebe. :shock:
Was heißt eigentlich abfedern, kann man Katas steuern mit starkem Willen? Wenn ja wie geht das ???...


Ähm, :oops: wahrscheinlich gehörst Du schon zu der Gruppe, die gegen (und das geht ja nur willentlich) die Kataplexien ankämpfen können 8) . Dies deshalb, weil Du "Gummi-Beine" hast. Könntest Du das nicht - und die gibt es auch - würdest Du jedes Mal ungebremst umfallen :| :roll: . Du hast also "Glück im Unglück" - wie man so schön sagt :) .

charlottchen030 hat geschrieben:...Leidest Du auch unter Schlaflähmungen mit Halluz?...


Habe ich nur selten, aber wenn, dann phasenweise recht häufig.

charlottchen030 hat geschrieben:...Ich hoffe es nicht für Dich, aber wenn doch wie erlebst Du diese? Für mich sind sie der Horror, ich habe schon oft gelesen, das viele sie toll finden, weil sie erleben könnten, wie sie Ihren Körper verlassen. Also ich finde das garnicht cool oder ähnliches...


Geht mir genau so (Horror) :( . Einige finden die vielen (Alb-) Träume ganz "witzig", wobei selbst diese Gruppe nur eine kleine Minderheit sein dürfte, die (nur) die Träume toll finden. Was die hypnagogen Halluzinationen angeht, die ja mit einer Schlaflähmung einhergehen, kann ich mir nicht vorstellen, dass es davon mehr als (höchstens) eine Hand voll Leute gibt, die das toll finden :? .

charlottchen030 hat geschrieben:...Danke dass Du Dich mit mir beschäftigst, Du hilfst mir sehr, und ich fühle mich nicht mehr allein damit.

lg charlottchen030


Nichts für ungut - dafür ist das Forum ja da :) . Gemeinsam sind wir stark... 8)

Viele Grüsse

Bobby :)
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Re: Lumbalpunktion für Orexinbestimmung

Ungelesener Beitragvon Narki » Di 19. Aug 2008, 22:54

Hallo Charlottchen

Wie Du und die meisten hier bin auch ich fast drei Jahre lang von Arzt zu Arzt weitergereicht worden, ohne dass mir jemand weiterhelfen konnte. Ich verstehe ja, dass ein Allgemeinmediziner nicht alle Krankheiten kennen kann (es gibt über 30'000 verschiedene Krankheiten :shock: ), aber dass selbst mein damaliger Neurologe nix wusste, finde ich schon sehr bedenklich. Naja, eines Tages las ich etwas über Narkolepsie und erkannte mich in der Beschreibung aller Symptome wieder. Danach ging es sehr schnell bis zur Diagnose. Ich fragte bei der SNaG (Schweizerischen Narkolepsie Gesellschaft) nach einer Adresse eines Arztes, der sich sehr gut mit Narkolepsie auskennt. Denn ich war mir sicher, dass nur ein darauf spezialisierter Facharzt mir die Gewissheit geben oder meinen Verdacht widerlegen konnte.

Wie ich sehe, bist Du aus Berlin 8oder Umgebung). Dort gibt es eine aktive Selbsthilfegruppe, die auch eine eigene Homepage unterhält. Vielleicht magst Du Dich dort einmal melden? Es tut nämlich soo gut, sich mit anderen Betroffenen aussprechen zu können.
Hier der Link dazu: http://www.dng-shg-berlin.de

Gruss,
Narki

bobby
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Re: Lumbalpunktion für Orexinbestimmung

Ungelesener Beitragvon bobby » Mi 20. Aug 2008, 06:41

Stimmt.

Die beiden, die die Gruppe leiten (kenne ich persönlich) sind super nett.

Viele Grüsse

Bobby :)
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Re: Lumbalpunktion für Orexinbestimmung

Ungelesener Beitragvon charlottchen030 » Mi 20. Aug 2008, 16:31

Hallo Narki,

danke für Deinen Komentar, ja das von Arzt zu Arzt rennen kenne ich zur genüge. Als ich noch nicht wusste was mit mir nicht stimmt, habe ich die schärfsten Diagnosen bekommen. Mir wurde sogar gesagt ich sei Schizophren, weil ich von meinen Schlaflähmungen mit den dazugehörigen Halluz erzählte. Der unterschied ist nur, ich weiß, dass es Halluz sind Schizophrene merken nicht wenn sie Wahnvorstellungen haben. Das habe ich versucht dem Arzt zu erklären ( ich musste dem Arzt das erklären, ist schon krass) aber er war fest der überzeugung das ich Shizophren wäre. Ok bei dem war ich nie wieder :roll: . Naja und so ging es dann weiter. Bis ich einen Arzt hatte, der ganz ehrlich zu mir war und meinte er kenne Schlaflähmungen nicht, aber er würde sich schlau machen und sich bei mir melden. Hat er dann auch und mich zu einem Spezialisten weiter überwiesen. Ab da hatte ich das Gefühl, endlich mal ernst genomen zu werden. So bin ich dann auch zu euch gekommen. Freu mich dass ich hier bin. :lol:

Ja, ich komme aus Berlin. Danke für Deinen Tipp der Selbsthilfegruppe, werde mir die Seite gleich mal anschauen und dann berichten.

Ich hoffe es geht euch allen soweit gut

bis bald

charlottchen030

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Re: Lumbalpunktion für Orexinbestimmung

Ungelesener Beitragvon bobby » Mi 20. Aug 2008, 23:07

Hi charlottchen030 :)

na ja heute geht es mir nicht so gut, da ich eine fast vierstündige Zahnarzt-OP hinter mich gebracht habe :?. Meine Beisserchen sind mittlerweile ziemlich kaputt, da ich mir häufiger nachts auf die Zähne beisse. Mussten heute zwecks Überkronung neun Zähne abgeschliffen werden :roll: . Danach war ich "durch" ;) .

Es gibt also bessere Tage 8) .

Viele Grüsse

Bobby :)
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Re: Lumbalpunktion für Orexinbestimmung

Ungelesener Beitragvon charlottchen030 » Do 21. Aug 2008, 10:54

Hallo Bobby,

oh das tut mir leid, ich hoffe es geht Dir schon etwas besser. Da hilft nur kühlen, kühlen, kühlen!!! Spreche aus eigener Erfahrung. Wenn Du wieder fit bist muss ich Dich mal was fragen, bezüglich Deiner website.

lg Charlottchen030

Shaun
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Re: Lumbalpunktion für Orexinbestimmung

Ungelesener Beitragvon Shaun » Mi 3. Sep 2008, 10:58

bobby hat geschrieben:Hi charlottchen030 :)

na ja heute geht es mir nicht so gut, da ich eine fast vierstündige Zahnarzt-OP hinter mich gebracht habe :?. Meine Beisserchen sind mittlerweile ziemlich kaputt, da ich mir häufiger nachts auf die Zähne beisse. Mussten heute zwecks Überkronung neun Zähne abgeschliffen werden :roll: . Danach war ich "durch" ;) .

Es gibt also bessere Tage 8) .

Viele Grüsse

Bobby :)


Hi Bobby,
ich bin auch Zähneknirscher bzw. - presser und habe eine Beißschiene schon "durchgekaut" !! Haben wir damit eine weitere Auffälligkeit bei Narkos gefunden ? Kennst Du andere Narkoleptiker die ähnliche Probleme haben, oder ist das vielleicht auch einfach nur Zufall!??

LG!
Shaun

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Leonmami
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Re: Lumbalpunktion für Orexinbestimmung

Ungelesener Beitragvon Leonmami » Mi 3. Sep 2008, 12:05

Hallo Shaun,bist och grad online :wink:
Ist selten,dass jemand da ist und dann auch noch die selben Dinge "bearbeitet"
Ich bin auch so ein Knirscher und Presser :cry:
Krankengym.Schiene und Medik.Behandl.(Spritze ins Kiefergelenk)und co.konnten mir bisher nicht weiterhelfen
Das ist schon so weit,dass ich schon eine dolle Kieferentzündung hatte und mittlerweile eine Verschiebung v.Unterkiefer-was Dauerschmerzen verursacht.Ich habe immer das Gefühl,den Kiefer eingespannt zu haben.Kopf und Nackenschmerzen gehören natürlich zum Alltag.Leider.
Seltsamerweise sind meine Zähne gut intakt.Melden nur manchmal Schmerzen ohne einen Defekt zu haben.(Überreizung der Nerven.)
Da fallen mir doch direkt die Nervenschmerzen an Zähnen und Körper ein,wenn ein fieses Geräusch wie zb.Metall feilen,Nägel feilen etc.ein.
Hat damit auch jemand Probleme,und gibts da Verbindungen zur N?
Schönen Tag noch und liebe Grüsse Leonmami


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