Hypocretin-Spiegel

mögliche Ursachen, medizinische Zusammenhänge

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svetania
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Hypocretin-Spiegel

Ungelesener Beitragvon svetania » So 22. Jul 2007, 19:41

Wie ist denn der Hypocretin-Spiegel bei Euch?
Kann man auch mit normalen Hypocretin-Gehalt Narkolepsie haben?
Meine Tochter hat nächste Woche einen Termin zur BEstimmung des Hypocretin-Spiegels.
Sie nimmt leider zu viele Medikamente (Benzodiazepine, Doxepin Methadon), so dass die Schlaflabortests nicht sicher sind, da diese Medikamente die Tests beeinflussen.
Bei ihr waren sind alle Narkolepsie-Symptome seit der Pubertät vorhanden, einschließlich der Halluzinationen und Schlaflähmungen. Leider hat sie aus Angst,verrückt zu gelten, alles verschwiegen.
Gibt es Fälle, wo die späte Narkolepsie-Diagnose zur Sucht geführt hat?
Ich kenne nur Kurt Cobain, der Narkoleptiker war und heroinabhängig war.

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Ninutschka
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Ungelesener Beitragvon Ninutschka » Mo 23. Jul 2007, 09:56

Hallo
leider kann ich auf die eigentliche Frage keine Antwort geben... aber als mein Schlaflaboraufenthalt bevorstand, mußte ich eine Woche vorher die Medikamente absetzen... eben um die Ergebnisse nicht zu verfälschen :?
liebe Grüße
Christine


Für Wunder brauchen wir Augen die sehen, und ein Herz das versteht, für ein Wunder zu danken!!

Schlafi
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Ungelesener Beitragvon Schlafi » Mo 23. Jul 2007, 18:06

Ich dachte zuerst kommt die Diagnose und dann die Sucht.

svetania
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Ungelesener Beitragvon svetania » Mo 23. Jul 2007, 20:50

Ich habe es etwas falsch formuliert, ich meinte, wenn die Diagnose rechtzeitig in der Pubertät gestellt wäre, so wäre es vielleicht nicht zur Sucht gekommen. Sie hätte gewusst, was mit ihr los ist. Meine Tochter ist mittlerweile 28.
Sie hat die Diagnose ja noch nicht. Der HLA-Test war positiv. Der Multiple Schlaflatenz ist nicht so ausgefallen, wie bei Narkoleptikern. Die vielen Medikamente verfälschen ja den Test.
Sie kann die Medikamente ja nicht einfach so absetzten. Methadon ist ja ein Opiat, das anstelle von Heroin substitutiert wird.

Schlafi
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Ungelesener Beitragvon Schlafi » Mo 23. Jul 2007, 22:24

Dann hätte deine Tochter in der Pubertät bereits Speed und Liquid Ecstacy verschrieben bekommen.

Wo ist verdammt nochmal der Unterschied? Nehmen wir Narkos unsere Medikamente regelmäßig dann sind wir auch süchtig. Und zwar solange bis wir den Kram wieder absetzen.

So wird das jedenfalls nix. Und es wird auch nix wenn deine Tochter die Medikamente absetzt. Ich empfehle ausgeprägte Kataplexien mit ständigem auf die Fresse fliegen.

bobby
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Re: Sucht und Narkolepsie

Ungelesener Beitragvon bobby » Mo 23. Jul 2007, 22:49

Hallo Svetania,

svetania hat geschrieben:Ich habe es etwas falsch formuliert, ich meinte, wenn die Diagnose rechtzeitig in der Pubertät gestellt wäre, so wäre es vielleicht nicht zur Sucht gekommen. Sie hätte gewusst, was mit ihr los ist. Meine Tochter ist mittlerweile 28.
Sie hat die Diagnose ja noch nicht. Der HLA-Test war positiv. Der Multiple Schlaflatenz ist nicht so ausgefallen, wie bei Narkoleptikern. Die vielen Medikamente verfälschen ja den Test.
Sie kann die Medikamente ja nicht einfach so absetzten. Methadon ist ja ein Opiat, das anstelle von Heroin substitutiert wird.


Wenn die Ärzte sich schon nicht sicher sind, ob die Medis den Hypocretin-Spiegel beeinflussen können, würde ich mir vorab die Frage stellen, ob die Medikamente, allen voran die Benzodiazepine (Schlafmittel!!!) und Methadon ("Downer"!) nicht noch viel eher den MSLT-Test beeinflusst haben.

Eins kann man aber sagen: Fast alle Medikamente gegen die Tagesmüdigkeit sind bei Opiatabhängigkeit komplett contraindiziert. Da wahrscheinlich die Benzodiazepine schon längere Zeit eingenommen werden, liegt höchstwahrscheinlich auch eine Abhängigkeit gegenüber der Substanz vor.

Liegen denn eindeutige Symptome zu imperativen Schlafattacken und/oder Kataplexien vor? Alle anderen "Labordaten" sind als ziemlich nachrangig in der Anamnese zu deuten.

Ein positiver HLA-Test sagt nichts über Narkolepsie aus (haben 20 bis 40 % der Bevölkerung). Nur im Umkehrschluss (HLA-Ergebnis: negativ) ist die Wahrscheinlichkeit an (idiopathischer) Narkolepsie erkranken zu können nahe Null.

Ich kann mich Schlafis Meinung nur anschliessen. Ausserdem: Wer an Narkolepsie leidet und es nicht weisst, wird sich wohl kaum sein Leben lang mit Downern selbst "therapieren", oder? :roll:

Ich gestehe: "Das" kann ich mir echt nicht vorstellen :oops:

Viele Grüsse

bobby :)
D 2017: Wahlen kommen und gehen - die Politik bleibt (Merkel, Merkel, Merkel) :evil:

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Ungelesener Beitragvon Schlafi » Mo 23. Jul 2007, 23:40

Ich bin aber HLA DQB1*0602 negativ.


Aus: Narcolepsy and Hypersomnia von Claudio L. Bassetti, Michel Billiard und Emmanuel Mignot. Informa Healthcare, New York 2007, ca. 700 Seiten


Kapitel 5, Seite 46/47. Zum übersetzen bin ich zu dumm.

IV. Hypocretins, Stress, and Addiction

Among the regions innervated by the hypocretin neurons are the ventral tegmental area (VTA), the locus ceorolus (LC), the prefrontal cortex, the hippocampus, the nucleus accumbens, the amygdala, the ventral pallidum and the TMN (14,19,20). Defined as the mesocorticolimbic dopamine system, these neurons are related to brain mechanisms of reward, reinforcement, and emotional arousal. In accordance to this, we have investigated whether the hypocretinergic system has a role in the hyperaroused state that is associated with stress and drug addiction. We hypothesized that corticotrophin-releasing factor, a hormone that initiates the stress response and activates the hypothalamo-pituitary-adrenal axis, exerted an effect on hypocretin neurons. Indeed, CRF-containing synaptic terminals contact hypocretin neurons and hypocretin neurons express CRF receptors. Moreover, electrophysiological recordings in hypothalamic slices from transgenic mice that express green fluorescent protein in hypocretin neurons have demonstrated that CRF can depolarize hypocretin cells through CRFR1 receptors. This effect was attenuated, but not blocked in the presence of tetrodotoxin, suggesting both pre- and postsynaptic mechanisms. Further, whereas hypocretin neurons of wild-type mice are activated by acute stress, as measured by c-fosimmunoreactivity, mice deficient in CRFR1 show a dramatic decrease in hypocretin activation after stress. These data suggest that hypocretin neurons are activated by CRF in response to stimuli that cause stress and this activation may be responsible for the extended arousal.

This novel circuitry may have additional implications in drug addiction, since stress is known to promote relapse of drug seeking (21). Using an animal paradigm of cocaine self-administration, we have shown that a single injection of hypocretin can reinstate cocaine seeking behavior in extinguished animals (22).

How could the hypocretinergic system be involved in addiction? As the hypocretin neurons are components of the hypothalamic circuitry that determines most homeostatic set points, alterations in the activity of these neurons can have far-reaching influence on other set points, developing into allostasis. Allostasis is a form of physiological regulation first hypothesized to describe the fluctuations in blood pressure and immune system function that are not well explained by homeostasis (23). Allostasis represents maintenance of stability at any level outside the normal range and is achieved by varying the internal mileu to match perceived and anticipated environmental demands. Allostasis as a form of regulation allows for the continuous reevaluation and readjustement of all physiological parameters towards new needs as well as for anticipation of such needs and thus, presumably involves the brains control over physiological systems. Thus, in conditions of drug withdrawal, subthreshold stimuli could elicit a pathological response of hyperarousal and drug seeking due to allostatic threshold set by the hypocretinergic system.


Lustig ist daß Hypocretinspritzen Schmacht auslösen.

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Ungelesener Beitragvon Narki » Di 24. Jul 2007, 00:45

Hallo Svetania

Wie ist denn der Hypocretin-Spiegel bei Euch?
Kann man auch mit normalen Hypocretin-Gehalt Narkolepsie haben?

Welcher Wert üblich ist und ob mit einem bestimmten Wert die Diagnose Narkolepsie mit Sicherheit gestellt werden kann, dazu kann Dir das Aerzteteam hier im Forum eine verlässliche Antwort geben.

ich meinte, wenn die Diagnose rechtzeitig in der Pubertät gestellt wäre, so wäre es vielleicht nicht zur Sucht gekommen. Sie hätte gewusst, was mit ihr los ist. Meine Tochter ist mittlerweile 28.

Vermutlich haben viele Aspekte zusammen eine Drogensucht deiner Tochter gefördert. Positiv zu Werten ist doch, dass sie bereit für ein Methadonprogramm ist und dass sie die Abklärungen jetzt in Angriff nimmt. Vielleicht hilft Dir dieser Blickwinkel, dass Dich die unlösbaren Fragen was wäre wenn... nicht zu sehr runterziehen?

Ich kenne nur Kurt Cobain, der Narkoleptiker war und heroinabhängig war.

Meines Wissens hat Kurt Cobain jahrelang Ritalin genommen. Eine gesicherte Quelle, dass er Narkolepitker war, kenne ich nicht. Deshalb vermute ich, dass er eher ein ADHS-Kind war. Aber vielleicht bin ich auch nicht genügend informiert... Also wenn jemand hier einen Beweis kennt, so bitte posten 8)


Vom englischen Text habe ich ehrlich gesagt kaum etwas verstanden. Aber vielleicht hilft es Dir weiter, wenn Du Prof. Bassetti direkt anschreibst? Er leitet unter anderem das Schlaflabor der Universitätsklinik Zürich. Du findest seine Adresse unter http://www.neurologie.usz.ch/german/UeberUns/Kontakte/Abteilungen/Schlaflabor.htm. Ob er auch Zeit hat, auf deine spezifischen Fragen zu antworten, weiss ich nicht.

Mit freundlichem Gruss aus Zürich,
Narki

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Ungelesener Beitragvon Schlafi » Di 24. Jul 2007, 01:14

In etwa:

Ein bestimmtes Stresshormon (CRF) wird durch Stress freigesetzt und beeinflußt das Hypocretinsystem dahingehend daß es die Reizschwelle des Gehirns senkt.

Krieg ich kein Kokain bin ich gestreßt, dadurch wird Kortison freigesetzt, das Kortison meldet den Hypocretinneuronen daß ich gestreßt bin und diese senken die Reizschwelle. Ergebnis: Wegen Kleinigkeiten tritt sofort der unwiderstehliche Drang nach Kokain auf, eben "drug seeking". Und das alles weil das Gehirn mit allen Mitteln ein chemisches Gleichgewicht herstellen will.

Wenn alles so einfach wäre dann hätte man als Narkoleptiker niemals das Bedürfnis eine zu rauchen.....Es lebe die Wissenschaft

Andererseits...so dumm ist das gar nicht.
Viele Forschungsergebnisse gehen ja dahin daß Narkolepsie durch extremen Stress ausgelöst werden kann. Verringert nun das Gehirn als Antwort auf den Dauerstreß die Hypocretinproduktion, so kann es sich streßmäßig schlechter aufschaukeln, die Reizschwelle bleibt "normal" und der Patient krank.

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Ungelesener Beitragvon svetania » Di 24. Jul 2007, 07:38

Vielen Dank für die vielen Antworten.
Irgenwie passt es ja nicht zusammen, dass jemand der Narkolepsie hat, Methadon und Benzos nimmt, da man ja davon noch müder wird.
Eigentlich muss sie die Mittel nur nehmen, um Entzugserscheinungen zu vermeiden. Das Methadon nimmt sie ja nur, um nicht wieder vom Heroin rückfällig zu werden. Sie befindet sich in einem furchtbaren dicht verschlossenen Teufelskreis
Von den Benzos macht sie jetzt einen Entzug, der sehr lange dauern wird.
Es ist der schwierigste aller Entzüge überhaupt. Man muss die Dosis sehr langsam reduzieren. Sie hat es schon mal versucht und hat es nicht geschafft.
Aber die Narkolepsie-Symptome sind und waren da. Wenn sie beim Arzt in Wartezimmer sitzt, schläft sie nach 10 Minuten ein und blättert automatisch weiter in der Zeitschrift, die auf den Knien liegt, sie drückt automatisch ihre Zigaretten im Schlaf (oder Halbschlaf) aus, putzt sich automatisch morgens die Zähne, spült automatisch das Geschirr und räumt die Wohnung auf.
Aber es ist sehr schwierig, in ihrer Situation von Ärzten ernst genommen zu werden. Es könnte ja alles von den Mitteln kommen, die sie nimmt.
Sie hat auch sehr schlechte Leberwerte.
Sie hat oft beim Aufwachen und Einschlafen Schlaflähmungen und Halluzinationen dabei. Eine Halluzination verfolgt sie seit der Pubertät, lange bevor es mit den Drogen losging. Es sind tote (oder halbtote) Menschen, die von der Decke runterhängen, mit dem Kopf nach unten, mit tropfendem Blut und grinsenden Gesichtern. Die sind ja dann bei Ihr im Zimmer. Sie ist schon oft umgezogen, aber diese Halluzination kommt immer wieder. Sie kann sich nicht erklären, warum gerade so was und warum so oft. Sie hat natürlich auch andere Halluzinationen, Insekten zum Beispiel, auf der Bettdecke beim Aufwachen. Sie hat schon immer die Insekten so gehasst. Es war immer ein Riesentheater, wenn eine Mücke oder Wespe ins Kinderzimmer geflogen ist.
In der Pubertät kam sie damals mit dem Traum nicht klar. Sie hat nur haufenweise Bücher aus der Bücherei geschleppt mit esoterischen Inhalten und hat ständig darin gelesen. Von diesen oder ähnlichen Träumen hat sie mir erst von ca 5-6 Jahren erzählt.
Kennt ihr so was? Ist das typisch für Narkolepsie? Habt ihr auch solche Horror-Halluzinationen? Einen schizophrenen Eindruck macht sie auf mich nicht. Sie hat den Bezug zur Realität eigentlich nie verloren

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Ninutschka
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Ungelesener Beitragvon Ninutschka » Di 24. Jul 2007, 10:50

svetania hat geschrieben:Kennt ihr so was? Ist das typisch für Narkolepsie? Habt ihr auch solche Horror-Halluzinationen?


ja svetanja... wir kennen solche Hallus und es ist leider ein typisches Sympthom der Narkolepsie... eines der einzigen, mit dem ich noch nicht gelernt habe klar zu kommen :(
liebe Grüße
Christine


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Ungelesener Beitragvon svetania » Di 24. Jul 2007, 17:18

Das ist furchbar. Wenn man das selbst nicht kennt, kann man sich das sehr schlecht vorstellen.
Meiner Tochter wird immer gesagt, das käme alles von den Drogen.
Aber ich glaube ihr, das das vorher schon da war. Die Drogen haben natürlich auch sehr viel Schaden angerichtet. Das weiss sie auch.
Sie leidet auch seit ihrem 10. Lebensjahr unter dem Restless Legs Syndrom. Mit 12-13 war ich mit ihr beim Kinderneurologen, weil sie darüber geklagt, dass sie manchmal die Gegenstände nicht halten kann
Es konnte aber nichts gefunden werden.
Zum Schlafen nimmt meine Tochter immer Doxepin, ein trizyklisches Antidepressiva, ohne kann sie nachts gar nicht schlafen. Aber tagsüber schläft sie auch ohne Dosepin ein. Ich habe gelesen, dass Doxepin gegen Kataplexien eingesetzt wird.
Sie ist eigentlich fast immer müde, trotzem immer unruhig, kann sich nie richtig enstpannen. Sie leidet auch zusätzlich noch an Panikattacken.
Passt das überhaupt zusammen: schläfrig und immer unruhig?

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Ungelesener Beitragvon Lize » Sa 11. Aug 2007, 02:08

Sorry, habe alles nicht wortwörtlich durchgelesen. Ich bin definitiv an Narkolepsie erkrankt, incl. EU-Rente und Schwerbehinderung. Und ich war bis vor 1-2 Jahren schwer suchtkrank. Alkohol, Benzos, Heroin. Meine Narkolepsie und meine Sucht sind unabhängig voneinander gekommen. Aber das eine hat das andere verschlimmert. Gegen meine Sucht habe ich erfolgreich (fast) gekämpft, gegen die Narkolepsie komm ich nicht an.
Mist, jetzt hab ich Deine Frage vergessen, sorry, es ist 2:16 Uhr.

Lize
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Ungelesener Beitragvon Lize » Sa 11. Aug 2007, 02:11

Deine Schilderungen klingen auch etwas nach drogeninduzierte Psychose. Aber bei solchen Sachen würde ich echt lieber richtig gute und erfahrene Ärzte aufsuchen. Viel Erfolg!

svetania
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Ungelesener Beitragvon svetania » Sa 11. Aug 2007, 11:24

Hallo, Lize

vielen Dank für Deine Antwort. Du hast recht, es klingt und ist wahrscheinlich eine zusätzliche drogeninduzierte Psychose.
Aber bei ihr besteht auch ein Verdacht auf Narkolepsie. Sie hat am 1.08. dieses Jahres die Diagnose: Verdacht
auf Narkolepsie von einem akkreditierten Schlaflabor bekommen. Die Ärtze sind sich fast sicher. Aber man hat ihr geraten
einen Entzug von Benzos und Alkohol zu machen und dann noch mal kommen.
Ich dachte meine Tochter wäre ein einmaliger Fall: Narkolepsie und der Konsum von Methadon, Alkohol und Benzos das ist
ja eine Selbstzerstörung höchster Form. Wie hat man dass den bei Dir festgestellt? Ich darf doch Du sagen? Wie alt bist Du?
Meine Tochter hat selbst kein Internet, ich habe ihr aber Handbücher und andere Infos über Narkolepsie gegeben, und sie sagt,
alle Symptome treffen auf sie zu, auch das automatische Verhalten im Halbschlaf. Das hab ich schon selbst beobachtet. Zum Beispiel im Wartezimmer beim Arzt:
Schläft beim Blättern in der Zeitschrift ein, und blättert dann weiter in der Zeitschrift die Seiten um, noch eine ganze Weile.
Sie war schon in der Schule ( in den letzten Klassen) sehr schläfrig. Ist immer im Unterricht eingenickt
Auch in der Berufsschule. Schlaflähmungen mit Hallus haben mit 14 angefangen. Mit 12 war ich mit ihr beim Kinderneurologen, weil
sie Gegenstände nicht gut festhalten konnte und immer fallen ließ. Damals wurden alle möglichen Test gemacht, konnte nichts festgestellt werden.
Sie hat schon seit damals Probleme mit dem Stehen, sie geht sehr oft in die Hocke, dadurch kann sie sich entspannen.
Heroin hat sie mit 19 angefangen zu konsumieren. Schlaflähmungen und hypnagoge Halluzinationen hat sie auch heute noch.
Aber es sind auch andere Halluzinationen dabei, die durch den Drogenkonsum dazu gekommen sind. Sie kann das mittlerweile irgendwie
unterscheiden.
Vor zwei Jahren ist die Tagesmüdigkeit unerträglich geworden. Andere erledigen in 30 Minuten so viel, wie sie in 3-4 Stunden.
Sie schafft es nur noch zum Methadonabschlucken, die Wohnung aufräumen (nachts) Mehr nicht.

Würde mich auf eine Antwort freuen. Kannst mir auch privat schreiben.

Schönen Gruß


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