Verdachtsdiagnose Hypersomnie, DD Narkolepsie

mögliche Ursachen, medizinische Zusammenhänge

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Golem
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Verdachtsdiagnose Hypersomnie, DD Narkolepsie

Ungelesener Beitrag von Golem » Do Jul 25, 2019 2:04 pm

Hallo zusammen,

Ich bin 25 Jahre und komme aus dem Sauerland. Ich war vor einiger Zeit bei meinem Hausarzt, der hat mich zum Neurologen überwiesen. Dieser hat den Verdacht auf Hypersomnie oder Narkolepsie gelenkt. EEG und MRT waren auf unauffällig und bald hab ich meinen Termin in der Schlafambulanz im Bergmansheil in Bochum.

Erstmal bin ich froh, dass es voran geht mit dem was ich habe. Aber ich weiß nicht ob es das ist. Ich hab viele Symptome die dafür sprechen nur nicht in so einer Ausprägung.

Neben den allgemeinen Symptomen wie Gedächtnis-, Konzentrations- und Wortfindungsstörung, Motivationslosigkeit etc.

- Tagesmüdigkeit
- Schlafattacken aber vllt so maximal 6 oder 7 pro Tag mehr oder weniger stark aber ich bin noch nie eingeschlafen. Also ich würde sehr gerne Schlafen wenn das passiert aber ich schaffe es auch dem zu widerstehen.

Meistens mach ich einen sehr langen Mittagsschlaf von so 2 bis 4 Stunden. Ich hab schon alles gegen die Müdigkeit versucht Red Bull, Koffein nichts hat auch nur ansatzweise geholfen.

- Was der Arzt als Kataplexien bei mir gedeutet hat war, dass ich beim Lachen oder bei Wut nur meine rechte Hand eine Art Muskelschwäche erleidet die ist aber nach ein paar Minuten vorüber. Ich merke das aber es wird extrem deutlich wenn ich dann schreiben möchte, da es für mich total unangenehm und unmöglich ist mit einem Stift zu schreiben.

Diese Müdigkeit und diese "Kataplexie" habe ich bestimmt seit 10 Jahren.

Und Seit ungefähr 1,5 Jahren hab ich sehr selten so Schlaflähmung mit Halluzinationen. Bestimmt erst vllt. 6 mal erlebt in dieser Zeit und zwar immer nachts.
Aber seit diesem Jahr sind mir 2x Halluzinationen auch morgens passiert. Es war beide mal die gleiche und zwar wache ich total verschlafen auf und höre ein Baby in meinem Kissen weinen. Daraufhin taste ich mein Kissen und fühle wirklich da ein Baby, als mich meine Freundin dann fragte was ich da mache, war es weg. Aber in dem Moment hätte ich geschworen das da ein Baby drinnen ist.

Für mich hört sich das nach einer Narkolepsie light an oder es wird immer schlimmer, weil früher hatte ich sowas Schlafparalyse oder Halluzinationen nicht. Oder es etwas ganz anderes. Aber hat einer von euch ähnliche, ich sag mal, schwach ausgeprägte Symptome.

Ich möchte diese Müdigkeit endlich weg haben, die macht mein Leben kaputt. Ich hoffe, hier kann mir jemand etwas mehr erklären.

Vielen Dank

Agent Sleep
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Re: Verdachtsdiagnose Hypersomnie, DD Narkolepsie

Ungelesener Beitrag von Agent Sleep » Fr Jul 26, 2019 2:47 pm

Hallo,

für mich hört sich das nach einer Hypersomnie oder Narkolepsie an.
Golem hat geschrieben:
Do Jul 25, 2019 2:04 pm
- Schlafattacken aber vllt so maximal 6 oder 7 pro Tag mehr oder weniger stark aber ich bin noch nie eingeschlafen. Also ich würde sehr gerne Schlafen wenn das passiert aber ich schaffe es auch dem zu widerstehen.
Könntest du einschlafen und schaffst es aber, dem zu widerstehen, oder könntest du gar nicht einschlafen?
Deine Beschreibung klingt nach ersterem. Da du mittags 2-4 Stunden lang schläfst, wäre es auch plausibel, dass du den übrigen Schlafattacken dann widerstehen kannst. Daraus würde ich aber nicht zwangsläufig ableiten, dass keine erhöhte Einschlafneigung besteht. Aber das kannst du am besten beurteilen.

6-7 Attacken finde ich übrigens ziemlich viel.

Golem
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Re: Verdachtsdiagnose Hypersomnie, DD Narkolepsie

Ungelesener Beitrag von Golem » Fr Jul 26, 2019 4:23 pm

Also ich kann auch ohne Mittagsschlaf dem widerstehen. Mit widerstehen meine ich ich schlaf nicht an Ort und Stelle ein. Wenn es dann die Situtation erlaubt schaff ich es einmal einzuschlafen und das ist meist der Mittagsschlaf. Werde ich danach nochmal müde, schaff ich es nicht mehr einzuschlafen.

Agent Sleep
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Re: Verdachtsdiagnose Hypersomnie, DD Narkolepsie

Ungelesener Beitrag von Agent Sleep » Fr Jul 26, 2019 5:02 pm

Golem hat geschrieben:
Fr Jul 26, 2019 4:23 pm
Mit widerstehen meine ich ich schlaf nicht an Ort und Stelle ein.
Finde ich nicht ungewöhnlich, ich kann auch den meisten Attacken widerstehen bzw. den Schlaf erstmal eine Weile rauszögern, wenn ich die Möglichkeit habe, kurz an die frische Luft zu gehen, rumzulaufen usw.
Wenn es dann die Situtation erlaubt schaff ich es einmal einzuschlafen und das ist meist der Mittagsschlaf. Werde ich danach nochmal müde, schaff ich es nicht mehr einzuschlafen.
Ah ok. Das ist dann eher untypisch, denke ich.

PeterPaul
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Re: Verdachtsdiagnose Hypersomnie, DD Narkolepsie

Ungelesener Beitrag von PeterPaul » Sa Jul 27, 2019 12:17 pm

Viel Glück bei der Diagnose. Geh aber besser erstmal ganz ergebnissoffen ins Schlaflabor. Das muss nicht unbedingt Narkolepsie sein, es gibt ja auch noch andere Schlafstörungen. Die Schlafambulanz im Bergmansheil in Bochum scheint ja die richtige Adresse zu sein.
Peter
Wer schläft sündigt nicht

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