HB Wert

Unser Ärzteteam beantwortet gerne eure Fragen rund um das Thema Narkolepsie.
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anita
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HB Wert

Ungelesener Beitragvon anita » Mi 29. Nov 2006, 10:03

Hallo und guten Tag,

ich wurde vom Vertrauensarzt (Bfa) wegen meinem Rentenantrag untersucht.
Dieser stellte fest das ich an Eisenmangel leide. HB 9,8.
Deshalb wurde die Müdigkeit und die Antriebsschwäche u.u.u
auf den Eisenmangel geschoben.
Und wenn der Eisenmangel behandelbar ist kann ich vollzeitig arbeiten gehen. Mit Einschränkungen, da ich auch noch COPD habe.(komme nur einen Etage weit ohne anhalten, schnelles gehen ist auch nicht und mit dem Ergometer schaffe ich25 Watt.

Meine Frage durch den Bluttest beim Neurologen wurde Narkolepsie festgestellt. Und ich nehme tgl. 3 Vigil und andere Tabs.
Bei Eisenmangel kann doch Vigil wohl nicht gegen die Müdigkeit helfen.

Irgendwie versteh ich alles nicht mehr.

Mit freundlichem Gruss
Anita (ein depri. Narki)

Beirat
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Ungelesener Beitragvon Beirat » Do 7. Dez 2006, 16:54

Antriebsschwäche und Müdigkeit / Tagesschläfrigkeit können verschiedene Ursachen haben. Eisenmangel, COPD, Depression, Narkolepsie sind nur einige wenige davon. Bei einer COPD kann z.B. ein sogenanntes Schlafapnoe Syndrom auftreten, was in der Regel ebenfalls zu Tagesschläfrigkeit führt. Es können auch mehrere Ursachen zusammen vorkommen. In so einem Fall würde die Behandlung einer Ursache das Problem wahrscheinlich nicht vollständig, vielleicht auch nicht einmal wesentlich bessern. Daher ist es wichtig die verschiedenen Ursachen der Müdigkeit / Antriebsschwäche / Schläfrigkeit genau zu analysieren, um dann den (möglicherweise verschiedenen) Ursachen entsprechend eine erfolgreiche Behandlung durchführen zu können. Die Frage nach einem Schlafapnoe-Syndrom müsste durch eine Untersuchung (Polysomnographie) im Schlaflabor beantwortet werden.

Eine weitere Anmerkung: Eine Narkolepsie kann nicht durch einen Bluttest allein diagnostiziert werden. Grundsätzlich wird zur Erstdiagnose folgendes benötigt: die genaue Analyse der Beschwerden, Dokumentation der Tagesschläfrigkeit (Schlaftagebücher und Schlaffragebögen) sowie Untersuchungen im Schlaflabor (Polysomnographie und MSLT (=multiple sleep latency test)). In unklaren Fällen können diese Elemente noch durch eine Untersuchung von Nervenwasser (Hypokretinmangel?) und / oder Blut ergänzt werden.
Aerztlicher Beirat der SNaG


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