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Narkolepsie oder Hypersomnie oder idiopatische Hypersomnie

Verfasst: Fr 18. Jan 2013, 14:28
von siegfried
seit gut über einem jahr 07.2011 schlafe ich mit einem beathmungsgerät. ich wurde auf eine Ventilations-Auto-Cpap-Therapie eingestellt (9-11 mbar) da sich meine tagesmüdigkeit und schlafatacken sich nicht gebessert haben war ich 07.2012 wieder im schlaflabor.
am 9.08.2012 habe ich vom schlaflabor meinen befund bekommen:

durchschnittlicher sleep onset ca. 1,8 min, weniger als 5 min, in 2messungen rem-schlaf
nach 5 min und nach 14 min, bei o.g. befund besteht verdacht auf eine narkolepsie.
der patient trägt das merkmal hla-dqb1*06, welches bei 98% der patienten mit narkolepsie nachweisbar ist.

an hand welcher fakten oder daten entscheidet nun der neurologe ob ich :
1. idiopatische hypersomnie
2. hypersomnie
3. narkolepsie
habe.
bei einer "" anerkannten narkolepsie "" kann ich eine zuerkennung einer schwerbehinderung beantragen.
fällt die hypersomnie auch in einen kreis besonderer krankheiten und gibt es da auch sonderregelungen für die betroffenen ?

viele grüße
siegfried

Re: Narkolepsie oder Hypersomnie oder idiopatische Hypersomn

Verfasst: Mo 4. Feb 2013, 17:32
von Beirat
Herauszufinden ob die Diagnose 1, 2 oder 3 zutrifft, stützt sich auf

- die Beschwerden des Patienten (genaue Analyse der Schläfrigkeit / Müdigkeit)
- körperliche Untersuchung des Neurologen - und evtl. auch des Hausarztes / Internisten (Stichwort: andere körperliche Ursachen der Schläfrigkeit/Müdigkeit, wie z.B. Schilddrüsenerkrankungen, Eisenmangel)
- die Untersuchungen im Schlaflabor (u.a. Polysomnografie, multipler Einschlaftest)
- evtl. eine Aufzeichnung über den Schlaf-Wach-Rhythmus ("Aktigrafie")
- evtl. Analysen des Blutes (z.B. HLA Typisierung) und/oder des "Nervenwasser" (Liquor cerebrospinalis)

Man muss also wirklich viele Teile beleuchten um zur Diagnose zu kommen. Das Schlaflabor ist nur ein kleines Mosaiksteinchen.