welches Medikament bei Ideophatischer Hypersomnie?

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LoVedel
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welches Medikament bei Ideophatischer Hypersomnie?

Ungelesener Beitrag von LoVedel » Fr Dez 19, 2008 3:16 pm

Guten Tag!
Bei mir wurde vor 1/2 J. Ideophatische Hypersomnie festgestellt und belegt.
Mein Problem ist seit 1 J. das ich sehr starke aufwach und aufsteh Probleme hab.
durch die Diagnose I.H. konnte mir meine Neurologin erstmals Stimolierende Medikamente verordnen,
Hab erstmals VIGIL bekommen, was zu stark war und viele Nebenwirkungen auftauchten wie (verschwommen sehen, schlapp fühlen,Magen krämpfe,übelkeit, Herz rasen,Kopfschmerzen) egal wie niedrig die Dosierung war.
Wurde dann auf AMANTADIN umgestellt 1/2 Tablette zum aufstehen, aber immer noch kein wirkliche verbesserung.
Mein zusätzliches Problem was es schwierig macht.. Das mein Körper aufputschende Mittel wie
(Koffein,Ephedrin,Amphetamin und auch ebend bei VIGIL und AMANTADIN) schlapp-müde-kaputt wirkt und ich meistens erstmal schlafen muß, wenn ich was stimulierendes eingenommen hab. Habe auch schon getestet, das AMANTADIN für Nachts einzusetzen,(mit absprache meiner Neurologin), kann die ersten 4 Std. auch super fest schlafen aber wenn ich dann aufwache, bin ich wach aber bräuchte ja noch mehr schlaf, was mich den Tag über wieder matsch sein lässt.
Gibt es vielleicht ein Medikament, was ne andere Zusammensetzung hat was mich einigermaßen wach macht ohne müde zuwerden?

MFG Martina
-----------------= Ich habe schon als BabY zuviel geschlafen =---------------------

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Re: welches Medikament bei Ideophatischer Hypersomnie?

Ungelesener Beitrag von Beirat » So Jan 18, 2009 3:08 pm

Die Therapie einer idiopathischen Hypersomnie kann sehr schwierig sein. Bevor es das Medikament Vigil gab, wurde mit Methylphenidat (Ritalin®), Pergolid (Parkotil® / Permax®, u.a. ein Medikament zur Behandlung der Parkinsonkrankheit) oder Mazindol (Teronac®, ein Medikament zur Gewichtsreduktion) therapiert.
Doch bevor unzählige Versuche mit verschiedensten Medikamenten unternommen werden, sollte die Diagnose SICHER sein. Die Diagnose einer idiopathischen Hypersomnie macht oft Schwierigkeiten, so dass es ratsam ist, an ein spezialisiertes Zentrum (Universitätsklinik) für Schlafmedizin zu gehen bzw. dort eventuell eine Zweitmeinung einzuholen. Oft wird eine idiopathische Hypersomnie mit einer Form von Depression verwechselt, bei der das viele Schlafen ganz im Vordergrund steht. Wenn es eine Depression mit viel Schlaf und Tagesmüdigkeit / Tagesschläfrigkeit ist, müsste man ganz andere Medikamente einsetzen (z.B. Bupropion, Reboxetin), d.h. Vigil würde whs. dann nicht helfen.
Schlafspezialisten haben auch mehr Erfahrung mit der Behandlung einer idiopathischen Hypersomnie, was insbesondere bei eher seltenen Erkrankungen wie idiopathische Hypersomnie wichtig ist.
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