"Drugholiday"

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"Drugholiday"

Ungelesener Beitragvon Lize » Mo 24. Mär 2008, 18:40

Ich nehme seit ca.4 Jahren ohne unterbrechungen ritalin. dazu xyrem und stilnox. wie ratsam ist es mal alles wegzulassen und wie läuft das ab?

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Conny
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Re: "Drugholiday"

Ungelesener Beitragvon Conny » Di 25. Mär 2008, 09:42

Lize hat geschrieben:Ich nehme seit ca.4 Jahren ohne unterbrechungen ritalin. dazu xyrem und stilnox. wie ratsam ist es mal alles wegzulassen und wie läuft das ab?



manche medies brauchen keine drugholidays, weil kaum eine gewöhnung des körpers in der form stattfindet, daß man die dosis erhöhen muss. Thx God beim Antidepressiva so. Xyrem absetzen ist die erste Zeit ziiiiemlich ätzend. Bist ständig wach, die sonst vorhandenen Symptome verstärken sich, man träumt wie irre....he, aber siehe da, nach einigen wochen etwa ogewöhnte sich der körper wieder dran. ich habe sehr lange xyrem genommen- und inzwischen hab ich es schon ein halbes jahr etwa nicht genommen :-) auch wenn ich manchmal den schlummersüßen xyremtiefschlaf vermisse...

antidepressiva absetzen geht irgendwie gaaar nicht....das ist echt üüübelster entzug. habe es mal in der klinik gemacht für drei tage. konnte nicht mal ans telefon gehen, weil ich dann vor kataplexie weder sprechen noch den hörer halten konnte. durfte offiziell nichtmal alleine aufs klo oder so. irgendwann werd ich es nochmal angehen, möchte meinen Traum vom eigenen Baby noch nicht aufgeben, und dazu müssen wohl oder übel irgendwann ALLE medies weg...

liebe grüße und toitoitoi!

conny
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Re: "Drugholiday"

Ungelesener Beitragvon Beirat » Fr 28. Mär 2008, 13:13

Alle Medikamente auf einmal wegzulassen ist sicher nicht empfehlenswert und kann sogar je nach Medikament gefährlich sein.

Die Frage, ob und, falls ja, welches Medikament wie und wann zu reduzieren ist, hängt jedoch wesentlich davon ab, weshalb der Wunsch nach „drug holidays“ aufkommt.
Führt die aktuelle Therapie nicht zum gewünschten Erfolg, d.h. steht hinter dem Wunsch nach Drug Holidays, dass ein Medikament nach einer Einnahmepause besser wirkt? Besteht die Befürchtung nach körperlicher und/oder psychischer Abhängigkeit? Um nur zwei (häufige) Gründe von Patienten allgemein für den Wunsch nach Drug Holidays zu nennen.

Am besten ist daher eine Konsultation beim behandelnden Arzt / Aerztin, wo der Weg zur Erfüllung des zugrundeliegenden Wunsches nach Drug Holidays besprochen werden kann. Anpassungen oder gar das Absetzen von Medikamenten sollte tatsächlich nicht selbständig erfolgen!
Aerztlicher Beirat der SNaG


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