Narkose bei Weisheitszahn-OP

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Piper78
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Narkose bei Weisheitszahn-OP

Ungelesener Beitragvon Piper78 » Do 1. Nov 2007, 19:27

So wie es aussieht werden in absehbarer Zeit meine Weisheitszähne gezogen werden müssen, weil sie zumindest rechts auf meine anderen Zähne drücken und Schmerzen verursachen.
Ich möchte das ganze Prozedere auf keinen Fall bei vollem Bewusstsein erleben, also keine örtliche Betäubung.
Welche Erfahrungswerte gibt es bei Narkolepsiepatienten mit Dormicum beispielsweise? Ich habe gelesen, dass manche tagelang noch benebelt waren oder aber während der OP alles mitbekommen haben, sich aber nicht bemerkbar machen konnten.
Wie sieht das ganze bei Vollnarkosen aus?
Ich nehme übrigens keinerlei Medikamente und habe keine Kataplexien.

Beirat
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Ungelesener Beitragvon Beirat » Sa 10. Nov 2007, 00:04

Eine Narkose kann bei Menschen mit erhöhter Tagesschläfrigkeit (z.B. aufgrund einer Narkolepsie) dazu führen, dass diese Tagesschläfrigkeit über eine gewisse Zeit (Dauer individuell verschieden, meist max. einige Tage) etwas ausgeprägter ist. Dies ist jedoch ein vorübergehenes Symptom. Erfahrungswerte für Dormicum bei Narkolepsie gibt es nicht. Die Situation Narkose und Narkolepsie ist wesentlich einfacher wenn normalerweise keine Medikamente eingenommen werden: dann können keine (schwer berechenbaren) Interaktionen mit anderen Medikamenten auftreten. Beispiel für solche Interaktionen wären eine gegenseitige Verstärkung, Abschwächung etc.
Sehr, sehr selten treten sog. Narkosezwischenfälle, wie zum Beispiel erhaltenes Bewusstsein bei relaxierter Muskulatur (=Bewegungsunfähigkeit), auf. Doch diese Zwischenfälle treten nicht häufiger bei Patienten mit Narkolespie auf. Vor jeder Narkose findet ein Aufklärungsgespräch mit einem Anästhesisten statt, wo diese Befürchtungen und die entsprechenden Sicherheitsmassnahmen besprochen werden können.
Aerztlicher Beirat der SNaG


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