Weitere Fragen zu Xyrem

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Weitere Fragen zu Xyrem

Ungelesener Beitrag von Webmaster » Mo Jun 18, 2007 8:15 am

Liebes Ärzteteam

hier noch ein paar weitere Fragen zu Xyrem:
Ich nehme seit ca. 10 Tagen Xyrem ein, 2 x 4,5 ml. Gestern hatte ich mich entschieden, die Dosis auf 2 x 3 ml zu reduzieren. In der Nacht ist mir dann im Schlaf die Magensäure ist in den Rachen gelaufen - Resultat: Atemstillstand! Bin aber wegen dem Hustenreflex sofort wach geworden. Vor diesem Szenario hatte ich die letzten Xyrem-Tage bzw. -Nächte angst, denn das Problem mit der Magensäure habe ich schon hin und wieder. Ich hatte mir eingeredet, dass Xyrem ja selbst- weil basisch - den Mageninhalt noch zusätzlich entsäuert. Naja, bin jetzt absolut irritiert. Wird der Hustenreflex von 4,5 ml Xyrem vielleicht schon abgeschaltet und ich hatte Glück, dass ich um 1,5 ml reduziert hatte? Oder liege ich grundsätzlich falsch? Wird der Hustenreflex vielleicht so oder so erst bei höherer Dosis abgeschaltet ? Und wie muß ich eigentlich den Ausdruck "Atemdepression" verstehen?
Ich habe gerade mit Xyrem angefangen und eigentlich wirkt es bisher ganz gut. Ich habe immer darauf geachtet kein Medikament über einen längeren Zeitraum täglich zu nehmen und habe natürlich, z.B. nach mehreren Tagen Ritalin, Entzugssymptome festgestellt. Wie sieht das nun aus wenn ich Xyrem längere Zeit nehme und dann absetze?
Die Fragen sind aus dem Unterforum "Medikamente", zusammengetragen von
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Xyrem und Hustenreflex

Ungelesener Beitrag von Beirat » Di Jun 26, 2007 5:37 am

Die Dosis von 2 x 4,5 ml Xyrem ist niedrig, so dass es sehr unwahrscheinlich ist, dass diese (2 x 2.25 g Xyrem entsprechend) zu Atemstillstand oder Erlöschen des Hustenreflexes führen. Das Falls ein "Atemstillstand" oder eine Atempause beobachtet wurde, könnte dies ein Hinweis auf eine (zusätzliche) nächtliche Atemstörung, ein sog. Schlaf-Apnoe-Syndrom sein. Falls ein solches vorliegt, würde dies durch die Wirkung von Xyrem verstärkt werden. Zu einem Schlaf-Apnoe-Sydrom könnte auch der geschilderte Rückfluss von Magensäure passen, der aufgrund der Druckverhältnisse während der pathologisch veränderten nächtlichen Atmung verschlimmert wird (falls vorbestehend) oder neu auftreten kann.
Wir empfehlen eine ärztliche Konsultation, die die Verdachtsmomente für ein Schlaf-Apnoe-Syndrom aufgreift und beurteilt. Dies ist insbesondere deshalb wichtig, weil sowohl die Therapie der Narkolepsie entsprechend angepasst als auch diese Atmenstörung möglicherweise (je nach Schweregrad, Art der Atemstörung u.a.) therapiert werden müsste.
Eine Atemdepression kann z.B. bei Ueberdosierung von Xyrem oder auch durch gleichzeitigen Gebrauch anderer sedierender ("beruhigender") Substanzen wie z.B. Alkohol, Drogen, Medikamente auftreten.
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Xyrem und Abhängigkeit

Ungelesener Beitrag von Beirat » Di Jun 26, 2007 5:40 am

Xyrem macht nicht abhängig. Entzugserscheinungen treten also nicht auf. Allerdings stellt sich ca. 4 Wochen (indiviuell etwas verschiedene Zeiträume) nach einem Stop von Xyrem die "alte" Schläfrigkeit wieder ein.
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