umstellung auf retard-medikament

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beate
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umstellung auf retard-medikament

Ungelesener Beitragvon beate » Mi 13. Jun 2007, 07:47

hallo liebes ärzteteam!
hier mein anliegen...:
mein sohn (11j.) bekommt zur zeit RITALIN, nimmt morgens 15mg, muss in der schule weitere 10mg zu sich nehemn, um den schulalltag zu überstehen...
diese einnahme in der schule ist allerdings nicht immer gewährleistet; sei es, dass sohnemann es vergisst oder der unterricht grad in anderen räumen stattfindet als dort, wo die tabl. im tornister ist... :cry:
nun hab ich mit "meinem" doc über die einnahme eines retard-medikamentes gesprochen..., zb medikinet oder (ab herbst) ritalin LA,egal...hauptsache ein wirkstoffgleiches... ; diese sind allerdings NICHT für kids mit narkolepsie zugelassen. (das normale ritalin ja, das retard nicht); die zulassung wurd und wird auch nicht beantragt,weil die kosten dafür viel zu hoch wären. dh mein doc müsste in den off-label-use...; damit könnte er sich aber "strafbar" machen...
was kann ich tun ????
die ganze aktion bzw mögliche "umstellung" sollte schnellstmöglich (in den ferien) erfolgen, damit nach 7 wochen der schulalltag so normal wie möglich beginnen kann...
ich bin ziemlich down..., denn krankenkasse/medizin. dienst spielen nicht so mit, wie ich es gehofft hatte...

für ihre antwort schon jetzt ein DANKE!!

beate

Beirat
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Ungelesener Beitragvon Beirat » Di 26. Jun 2007, 05:18

In der Schweiz ist Ritalin LA auch für Kinder zugelassen. Wäre das nicht der Fall, so könnte der behandelnde Arzt einen Antrag beim Schweizerischen Heilmittelinstitut ("Swissmedic") für den beabsichtigten Einsatz stellen. Dieses Procedere erfordert einen gewissen Aufwand im Hinblick auf Schriftverkehr (Begründungen, Berichterstattung über den Verlauf u.a.), aber eröffnet die Möglichkeit eines rechtmässigen "off-label-use" im Einzelfall.
Leider ist uns nicht bekannt, ob in Deutschland die gleiche Möglichkeit besteht, bzw. welche Behörde in Deutschland dafür zuständig ist.
Aerztlicher Beirat der SNaG


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