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Befund

Verfasst: Mi 8. Jan 2014, 13:31
von muchal
Hallo,

Ich bin der Michael aus dem Norden Deutschlands ( Lüneburg) und habe mal ne Frage
Bei mir wurde vor 4 Jahren die Narkolepsie im Schlaflabor diagnostiziert durch MLT Test und in der Nacht Schlafphase
zu viel REM Schlaf habe dann Vigil bekommen womit es auch 2-3 Jahre gut ging dann Depris. bekommen Probleme bei Beziehungen
einschlafen beim kuscheln.

War jetzt bei einer Neurologin die hat diesen Gentest und Untersuchung Orexin - Spiegel ( Wert 154 mg) Gentest positiv gemacht.
Sie stellt mich versuchsweise auf Ritalin um.

Nun zu meinen beiden Fragen:

- Sie meinte das ich Führerschein solange ich nicht zu 100 % eingestellt bin abgeben muss ist das richtig?
- Habe in den letzten Wochen vermehrt Probleme das ich noch mehr träume ab zwei dann wach bin jetzt mit Ritalin am Tag besser
zumindest konzentrierter für ne Zeit lang aber die Nächte fühlen sich zerhackter an. Kann das eine Verschlimmerung sein? Und
sollte ich das meiner Neurologin berichten?

Lieber Gruß

Michael

Re: Befund

Verfasst: Di 13. Mai 2014, 08:37
von Teura
Klar berichtest du das deiner Neurologin! Solche wahrgenommenen Veränderungen sind kaum zufällig zeitgeleich mit der Umstellung der Medikation.

Die Frage mit dem Führerschein ist heikel. Zudem in Deutschland anders geregelt wie hier in der Schweiz. Dazu kommt, dass bei der Narkolepsie (in der Schweiz) es eine grosse Rolle spielt, wie und ob überhaupt die Kataplexien ausgeprägt sind.

Re: Befund

Verfasst: Di 13. Mai 2014, 16:19
von binmüde
Hallo Michael,

es ist bei Narkolepsie oft so, daß nicht alle Symptome bei allen Patienten auftreten, nicht alle Symptome von Anfang an da sind und die Ausprägung der jeweiligen Symptome Veränderungen unterliegt. Außerdem wirken die Medikamente nicht nur gegen "die Symptome", sondern haben bei vielen von uns diverse "Nebenwirkungen" - oder "funktionieren" einfach in manchen Fällen nicht. Ganz klar: damit der Arzt "richtig" weiter machen kann, braucht der diese Infos von Dir.

Am Anfang war bei mir "Vielschlaferei" angesagt, erst später kam "zerhakter" Nachtschlaf.

Den Führerschein irgendwo "abliefern" ist eher keine so gute Idee. Autofahren ist aber - losgelöst von der jeweiligen Rechtslage - aus meiner Sicht ebenfalls pure Unvernunft, zumindest solange Schlafattacken und Kataplexien nicht ausgeschlossen sind. Dazu müßte man - Du nennst es 100% richtig - "eingestellt" sein. Bei Vielen muß allerdings die Dosierung bestimmter Medikamete laufend verändert werden, ergänzt um Medikamenten-Pausen, weil irgendwann auch die Höchstdosis die erstrebte Wirkung nicht erreicht. "100% richtig" eingestellt ist da eher ein nebulöser Zeitpunkt.

Gruß
binmüde

Re: Befund

Verfasst: Fr 16. Mai 2014, 12:45
von Danny89
Hi Michael,

Zum Führerschein kann ich dir sagen, es ist garnicht so einfach den Abzugeben. Ich habe es versucht und ihn immer wieder bekommen.

Zum Schluss hatte ich dann die Nase voll und habe ihn behalten. Allerdings benutze ich ihn nur noch selten und wenn dann wenn jemand neben mir sitzt der eingreifen kann.

Ob du ihn abgeben willst solltest du dir gut überlegen, denn einmal abgegeben ist es echt schwer ihn wieder zubekommen.

Allerdings solltest du dir auch gut überlegen, ob und wann du ihn benutzt. Denn ich denke auch du möchtest dich und andere im Straßenverkehr nicht gefährden.

LG Danny