Falschaussage eines Hausarztes und dessen Folgen

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promised
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Falschaussage eines Hausarztes und dessen Folgen

Ungelesener Beitrag von promised » Do Apr 19, 2012 3:24 am

Ich versuch mich mal kurz zu fassen. Folgendes. . .
Ich hatte beim Versorgungsamt eine Neuueberpruefung meines Schwerbehindertenausweises. Stand war 90% Behinderung mit Kuerzel B und G. Am 02.02.2011 taetigte mein Hausarzt eine aussage nach anfrage des versorgungsamtes das sich meine kataplexie weitgehens gebessert hat. Ich war zweimal bis dahin bei diesem arzt gewesen wg. Meiner bandscheibe. Das ist ein stinknormaler hausarzt. Daraufhin hab ich ein.bescheid vom amt bekommen das sie mir 40% behinderungsgrad aberkennen sowie die kuerzel b und g streichen.
Ich daraufhin widerspruch eingelegt.keine reaktion.im august letzten jahres wurde alles so durchgezogen.der witz des ganzen ist der. . Von der bfa ein beauftragter neurologe hatte ein jahr zuvor eine begutachtung bei mir durchgefuehrt. EEG. . In 15 min nachgewiesene 14Einschlafattacken. Fazit. . Berentung bis 2041. All das fuehrte dazu das mein hausarzt auf telef. Nachfrage diese aussage abstritt. Wir es aber nachweisen konnten. Waehrend des telefonates kuendigte er mir das patienten arzt verhaeltnis. Jetzt. . Kommt der knaller. Habe ich unterlagen vom versorgungsamt bekommen die ihr eigenes urteil begutachten lassen. Also. . Alles wieder von vorn. Mein problem.ist das ich.bis heute kein neurologen gefunden hab der mich als patientin aufnimmt. Der damalige gutachter von der bfa beauftragt weigert sich. Logisch. Als gutachten bring ich geld als patientin koste ich. In dresden habe ich wartezeiten bis 2014. Ich nehme seit 2005 keine medikamente mehr. War ein harter kampf bei der bfa aber ich lebe ohne viel viel besser.
Meine frage ist. . .wenn das versorgungsamt zu dem ergebnis kommt und mir alles entnommene wieder gibt. . Wer kommt fuer den entstandenen schaden auf? Ich bin durch ihren.beschluss aus der grundsicherung geflogen und beziehe seit august 2011 keinerlei staatliche unterstuetzung mehr. Kein wohngeld nix.
Das versorgungsamt sagt mir. . Sammeln sie alles in quittungen,belege. . Und verklagen sie dann auf privater ebene ihren hausarzt. Is doch ein witz oder? Ich bin.zwar rentner aber bestens ausgelastet. Ich brauche keine beschaeftigungstherapie.
Das was uns unterscheidet macht uns schön

Enchen
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Re: Falschaussage eines Hausarztes und dessen Folgen

Ungelesener Beitrag von Enchen » So Apr 22, 2012 5:59 pm

Hallo promised,

Ich kanns nicht anders sagen, das klingt nach einem riesengroßen Haufen Scheiße, was dir gerade passiert.. Unglaublich, wirklich, wozu unser Gesundheitssystem fähig ist..

Wenn es finanziell geht würde ich an deiner Stelle genau JETZT eine Rechtsschutzversicherung abschließen. Und diesen Arzt beim Gesundheitsamt melden. Und danach sowohl ihn, als auch diese Versicherung anzeigen.

Oder meld dich bei irgendeinem Fernseh-Sender. Spiegel TV oder sowas. Mach auf dich aufmerksam, hol dir Unterstützung und wehr dich, bitte! Das darf so nicht sein, solche Ärzte MÜSSEN zur Rechenschaft gezogen werden!

Scheiße, echt!

Entschuldigt bitte alle meine Ausdrucksweise, aber da fällt mir nichts anderes mehr ein...

Ich wünsche dir viel Kraft!

Rosi vD
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Re: Falschaussage eines Hausarztes und dessen Folgen

Ungelesener Beitrag von Rosi vD » Mo Apr 23, 2012 5:05 am

Hallo,
eine Rechtschutzversicherung zahlt NICHT für Fälle ,wo der Versicherungsfall bereits VOR Abschluss eingetreten ist.
Es bringt also nichts jetzt dafür eine Versicherung ab zu schliessen.


Gegen den Bescheid des Versorgungsamtes musst du fristgerecht Wiederspruch einlegen,
um deine Rechte zu wahren!(Falls es vor Sozialgericht geht und bekommst du recht ,wird alles nachgezahlt)
(Frist steht auf dem Bescheid)

"Hiermit reiche ich gegen den Bescheid vom .. etc fristgerecht Wiederspruch ein.
Begründung folgt."

Wiedersprichst du nicht fristgerecht dem Bescheid ist er rechtsgültig .
Du kannst dann nur eine ganze Neubegutachung anfragen;die Zeit dazwischen wird nicht nachgezahlt !!
In dem Fall musst du dich schleunigst bei der Arge melden !(anders bekommst du auch Probleme mit der Krankenkasse etc; bzw musst dich freiwillig versichern ,auf eigene Kosten..bzw die Beiträge werden auf dieser Basis nachgefordert ! )

Der Hausarzt hat seine Einschätzung gegeben;das ist sein Recht !...(denke nicht das dies anfechtbar ist; handelt sich ja nicht um einen Kunstfehler)
Ein "stinknormaler" Hausarzt ist übrigens auch ein Facharzt für Allgemeinmedizin.
Um die Erkennung als chronisch Kranker zu halten musst du so wie so 1x im Quartal zum Hausarzt oder Neurologen !(wegen Zuzahlungsbefreiung etc)

DU hast deinen Hausarzt ja beim Versorgungsamt als behandelnden Arzt angegeben..anders fragen die da ja nicht nach.
Wieso hast du das nicht vorher mit dem Hausarzt besprochen ???

Es ist üblich ,dass Überprüfungen vom Versorgungsamt stattfinden und der GDB auch erheblich nach unten korrigiert werden kann.
Rente bis 2041 heisst nicht automatisch,dass du bis dann auch Anspruch hast.
Üblich sind auch bei "unbefristeten" Renten Überprüfungen zunächst alle 2 Jahre ,später alle 5 Jahre.
Der vom Patienten angegeben Arzt wird dann vom Versorgungsamt angeschrieben und muss Stellung nehmen und seine Einschätzung geben; schreiben welche Behandlungen erfolgen ,welche Medis genommen werden etc (wenn nicht behandelt wird, muss das auch verantwortet werden !)
Der Patient wird nicht immer persönlich zum Gutachter aufgerufen; oft kann nach Aktenlage entschieden werden.

Der BFA Gutachter darf NICHT als dein Neurologe arbeiten..(Interessenkonflikt)

Wer zahlt jetzt die Rente ?
Oder wurde die schon gestrichen ?(pass auf ,dass du da nicht massig Rückzahlen musst!)
Hast du dich nicht bei der Arge gemeldet ? (weil du schreibst ,Grundsicherung wurde gestrichen ?;
du hast Mitwirkungspflicht !)

Grüsse,
Rosi

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Re: Falschaussage eines Hausarztes und dessen Folgen

Ungelesener Beitrag von annas » Di Apr 24, 2012 4:07 am

ich bin auch noch immer mit einer Zusatzversicherung in Diskussion, weil ein Arzt vor 4 Jahren einen falschen Bericht geschrieben hat(Datum verwechselt).

Die Versicherung hat per sofort gekündigt und nun muss ich mich darum kümmern, dass der Arzt seinen Bericht korrigiert. Leider komme ich nicht an ihn ran, da ich nicht mehr bei ihm in Behandlung bin und er vermutlich angepisst(sorry den Ausdruck) ist. Seine Sekretärin sagt nur, sie habe mein Schreiben weitergeleitet und könne auch nicht mehr für mich tun. :roll:

die Rechtsschutzversicherung meint, ein Anwalt sei nicht nötig, sie werden am 26.4.2012 Kontakt mit dem Arzt aufnehmen.

Extrem nervig und unnötig solche Probleme!

Rosi vD
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Re: Falschaussage eines Hausarztes und dessen Folgen

Ungelesener Beitrag von Rosi vD » Di Apr 24, 2012 1:59 pm

Datumverwechslungen sind ja recht einfach nachweisbar und dann auch zu ändern.
Zum Glück gibts ja Dokumentationspflicht.
Die Patientenakte kann auch dein neuer Hausarzt anfordern ;das ist eleganter :-)

Mein Tip, lass dir von allen wichtigen Befunden eine Kopie machen und bewahre
die zu Haus auf; das erleichtert vieles !

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Re: Falschaussage eines Hausarztes und dessen Folgen

Ungelesener Beitrag von annas » Mi Apr 25, 2012 10:46 am

der Hausarzt bekommt die korrigierten Berichte auch nicht :cry:

Rosi vD
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Re: Falschaussage eines Hausarztes und dessen Folgen

Ungelesener Beitrag von Rosi vD » Mi Apr 25, 2012 11:41 am

Der Arzt wird auch den Bericht NICHT lang im Nachhinein korrigieren ;das wäre ja so etwas wie Urkundenfälschung!
Was sehr wohl gemacht werden kann ,ist ein Zusatz zum Bericht ;bzw eine Kopie von einem anderen Bericht ,womit man den Irrtum aufklären kann.


z.B in der Art ...
Patientin X war erstmalig am 15.01.2008 in meiner Behandlung anstatt am 15.01.2006 wie im Bericht XY vom Datum X irrtümlich vermeldet wurde.

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Re: Falschaussage eines Hausarztes und dessen Folgen

Ungelesener Beitrag von annas » Fr Apr 27, 2012 11:08 am

ja genau das habe ich vom Arzt auch gefordert leider noch immer ohne Antwort...

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Re: Falschaussage eines Hausarztes und dessen Folgen

Ungelesener Beitrag von bobby » Mo Feb 04, 2013 11:43 pm

Hi promised :)

vielleicht stehe ich gerade auf der Leitung, aber ein paar Fragen habe ich zu Deinem Fall:
promised hat geschrieben:Ich versuch mich mal kurz zu fassen. Folgendes. . .
Ich hatte beim Versorgungsamt eine Neuueberpruefung meines Schwerbehindertenausweises. Stand war 90% Behinderung mit Kuerzel B und G. Am 02.02.2011 taetigte mein Hausarzt eine aussage nach anfrage des versorgungsamtes das sich meine kataplexie weitgehens gebessert hat...
Ist die Aussage vom Hausarzt richtig oder falsch?

Viele Grüsse

Bobby :)
D 2018: Trump - der Wahnsinn in blond :lolno:

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