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Hanniball
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Ungelesener Beitragvon Hanniball » Mi 16. Mär 2011, 14:08

Ich wollte die Gelegenheit nutzen und mich mal vorstellen.

Ich weiß bis jetzt nicht 100prozentig ob ich Narkolepsie habe denn irgendwie kann ich es nicht sorecht glauben. Mein Problem is "nur" das ich viel schlafe und das meistens im Unterricht :(

Aber jetzt die kurzgefasste Geschichte meines Weges bis zu diesem Forum:

In meiner Abiturzeit war ich ein inteligenter, fauler Querdenker. So kam ich oft zuspät oder schlief im Unterricht. Mir fiel auch alles zu und alles leicht. Ich betrieb leistungssport und arbeitete nebenbei in mehreren Firmen. Als ich dann bei einer größeren Entsorgungsfirma war bekam ich schnell den Ruf das wenn ich ma nich arbeite ich nur schlafe, was auch stimmte. Körperliche Arbeit war kein Problem aber saß ich ma 3min als Beifahrer im LKW schlief ich tief und fest. Arbeiten, Schlafen und Essen mehr tat ich nicht. Ich machte meinen Führerschein un fuhr begeistert Motorrad.

Nach dem Abitur verpflichtete ich mich bei der Bundeswehr. Und hier fing es an schlimm zu werden.
Im Unterricht schlief ich ein, egal ob Koffeintabletten oder Fensterlüften irgendwann war ich einfach weg. Dann flog ich auch aus dem Unterricht. Hier machte ich mir auch noch keine Sorgen. Ich wurde Ausbilder, usw. Das stellte alles kein Problem da. Auch jegliche körperlich Anstrengenden Sachen waren unproblemematisch.

Dann versetze man mich zu einem Englischlehrgang.
Das hieß wie zu Schulzeiten den ganzen Vormittag unterricht.
Ich betrieb Kraftsport, ging Joggen, ernährte mich gesund wie nie - ich war topfit - die Form meines Lebens.

Aber der Unterricht war die Hölle - ich war zwar immernoch geistig soweit das ich nich viel machen brauchte aber ich schaffte es keine 45min wachzubleiben und zuzuhören. Erst dachte ich das sei meine notorische Faulheit. Ich schlief regulär immer mind 8 und manchma bis 10h in der Nacht.

Aber selbst wenn ich ausgeschlafen war und wir zb einen Film guggten auf den ich mich freute blieb ich nich wach - ich konnte es nich.

Ich ging zum Arzt, der schickte mich zum Neurologen und der untersuchte nur ob ich regulär genug schlief. Mein Blut hatte Bestwerte.

Ich bestand den Lehrgang auf Anhieb.

Ich wurde versetzt. Auch bei allen veränderungen wiederholt es sich. Sobald ich sitze und mich konzentriere ist es vorbei. Besonders schlimm sind Vorträge. Egal wer ihn vorträgt es haut mich fast immer weg.


Ich kam auf die Offiziersschule. Hier war mein Problem überhauot nicht gern gesehen. Ich schlief 1m vor meinen Chef ein obwohl ich alles dagegen tat aber es gelang nicht. Ein Tag ohne Schlafen war unmöglich. Doch ich bestand auch die Offizierschule. Dann schickte man mich in ein Schlaflabor. Sogar als im Sitzen meine Hirnströme gemessen wurden schlief ich ein.

Diagnose: Narkolepsie

Ich wurde an die Universität der Bundeswehr versetzt und gab den Arzt die Unterlagen der dann meinte das ihm das nich reiche um mir das vorgeschlagene Modafinil zu geben. Er gab mir eine Überweisung. Ich machte einen Termin und dem vorgeggeben Krankenhaus. Das war so überbelegt das ich 6 Monate warten konnte.

Ich studierte in der Zeit.
Es war der Horror. Ich besuchte die Vorlesungen aber schlief ein. Manchmal die ganze Vorlesung durch. Egal wieviel ich schlief. Und ich ging wirklich in die Vorlesungen um was zu lernen.

Nebenbei ging ich wieder Boxen und in den lokalen Fitnessraum.

Ich probierte zu lernen und schlief ein. Ich schlief immer wieder ein. Immer wenn ich mich konzentriere. Auch direkt vor Klausuren. Es belastete mich sher.

Mein termin kam näher. So ich kam in das Krankenhaus, Neurologische Abteilung die mir auch nur bescheinigten was schon das Schlaflabor feststellete

Diagnose Narkolepsie


Nun warte ich auf den Arztbrief. Laut unterhaltung soll ich eine Modafinil-Therapie bekommen. Ich darf kein Fahrzeug mehr führen.
Ich habe einen Antrag auf Entlassung aus dem Studium gestellt weil ich es nicht mehr auf die Reihe bekomm hier etwas auf die Reihe zu bekomm.
Am meisten stört mich das ich mich nicht in der Lage fühle zu lernen. Ich komm mir vor als würde ich total verblöden. Aufarbeiten, Nachlesen alles endet in Unkonzentration und schlaf. Ich häng total zurück. Und an den BW Unis endet das nie gut.

Zurzeit komm ich auf gut 10-16stunden schlaf am tag

so das is die kurzform meiner geschichte
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DUS051010
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Re: Morgen Forum

Ungelesener Beitragvon DUS051010 » Sa 19. Mär 2011, 10:15

Hallo Hanni-ball.

Herzlichen Glückwunsch, dass du früh im Leben das Forum gefunden hast. Vermutlich bist du intensiv dabei, die anderen Berichte im Forum zu lesen und Vergleiche anzustellen, das kann man nur anraten.

Im Laufe der Zeit werden dir vermutlich zwei Dinge auffallen.
A) wenn im Körper etwas mit dem Schlaf-Wach-Rhythmus nicht stimmt und es sich als Narkolepsie erweist, dann entzieht es sich der Willenskraft wach zu bleiben. Für den Fall, dass die Diagnose stimmt, ist das SEHR wichtig. Damit du dir keine Selbstvorwürfe machst. Narkolepsie ist halt ein wenig vergleichbar mit Diabetes auf einer abstrakten Ebene: wenn die Drüse die Hormone nicht mehr produziert oder nicht ausreichend, dann bedarf es im übertragenen Sinne "Hormonersatz". Und den gibt es, und das Leben kann danach mitunter recht "normal" werden.
B) die Leute um dich herum werden unter Umständen Probleme haben mit der Akzeptanz (auch viele Ärzte), egal wie sicher die Diagnose im Schlaflabor sein kann. Dieser Punkt kann mitunter bitter werden, oder auch nicht. Hauptsache, du kannst dich erst mal in Ruhe mit Leuten über das Thema unterhalten, die keine Ablehnung oder Missbilligung zeigen. Schuldgefühle helfen nicht weiter. Manche Menschen werden es vielleicht nie verstehen oder akzeptieren können, das ist dann aber ein psychisches Problem der anderen, und nicht dein körperliches Problem.

Jetzt bezüglich den nahen Zukunft, bevor du den selben Frust erlebst wie viele auch, paar Dinge möchte ich vorschlagen (verzeihe die Klugscheisserei):

Nicht vom Studium entlassen, bloss nicht. Stell einen Urlaubsantrag, gib dir ein oder zwei Semester Zeit bis du mit der Therapie einen geregelten Schlaf hast und am Tag wach bist. Danach willst du bestimmt in Ruhe entscheiden, ob Studium oder nicht (ich wette, du sagst ja).

Es gibt eine ganze Reihe an verschiedenen Medikamenten, alle haben Vor- und Nachteile. Und jeder Mensch reagiert unterschiedlich gut auf die einzelnen. Beachte, falls es tatsächlich Narkolepsie sein sollte, dann ist Willenskraft genau hier angesagt: die Medikamente verstehen, mit den Mengen haushalten und Gewöhnungseffekt vermeiden, rauszufinden was die Medikamente unterstützt und was kontraproduktiv ist (zB Alkohol ist kontraproduktiv, und es gehört schon mal Willenskraft dazu, sich gegen den Erwartungsdruck der Freunde zu stellen, oder das alles souverän zu meistern und mit Cola anstossen).

Auch wenn das jetzt schwierig ist, vermeide Hektik. Sonst stecken dich die Leute in die falsche Schublade. Leistungssport, Krafttraining, Kampfsport, dass sind unter Umständen reflexartige Suchaktionen des Geistes, was den Körper vielleicht noch irgendwie hilft, ein wenig wach zu bleiben. Im Grunde ersetzt du im Körper die "Wach-Hormone" dürch Adrenalin, Kortisol, Stresshormone usw. Es ist aber insofern blöd, weil dann der Körper umso mehr Erholung braucht, sofort. Unter dem Strich ist es auch kontraproduktiv.

Du merkst aber hoffentlich bald, Gehen bewirkt dasselbe, es hält dich wach. Vorträge sind schwer zu ertragen, Dialoge halten wach. Ein Buch mit Witzen hält dich genau so wach wie eine Runde Boxen. Der Grund warum ich das sage: wenn ein muskelbepackter Kampfsportler zum Arzt geht und die Behandlung auf psychoaktive Stimulanzien hinausgeht, dann zögert jeder Arzt. Das sind leider Vorurteile, es könnte in seiner Vorstellung sonst ein "Spinner" sein.
Es wird dir auch kaum ein Arzt offen und ehrlich sagen "ich fühle mich nicht wohl bei den ganzen Muskeln und Kampftechniken..." Es fragt dich keiner "sind sie von Natur aus agressiv oder tun sie das um wach zu werden?". Statt dessen womöglich Patienten "weiter reichen". Und jeder neue Arzt bedeutet u.U. noch mehr Wartezeiten bis zum Termin.
Falls dir das ungerecht vorkommt, siehe mal als Vergleich Haie: ein einziger Film von Steven Spielberg und danach haben Milliarden Menschen Angst davor, im Meer zu schwimmen. Obwohl es keinen Grund gibt. Tatsache ist, an Quallen sterben die Schwimmer: in einem Jahr sterben mehr Menschen an Quallen als ein Jahrhundert Haiangriffe. Es beseitigt trotzdem keine Vorurteile.

Also bevor du anfängst mit Stimulanzien, lass das mit dem Kampfsport für ein paar Jahre, sonst arbeiten die Vorurteile der Rambo-Filme gegen dich.
Du hilfst deinen Mitmenschen sich wohl zu fühlen, und sie helfen dir auf deinem Weg. Es geht nur darum wach zu werden, und das geht sowieso viel besser mit anderen "Tätigkeiten". Ein Sportler in deinem Alter kann locker täglich 40 Kilometer wandern oder race-walken.
Und sei es Humor, dann hat auch niemand Angst von einen "Angriff auf die Lachmuskeln". Sobald du einen geregelten Alltag hast, wenn du genau beobachtest, wie sich die Medikamente auf Körper und Psyche auswirken, dann kannst du immer noch in ein paar Jahren ein Versuch machen. Aber ich wette, danach erscheint dir Kampfsport witzlos.

"Am meisten stört mich das ich mich nicht in der Lage fühle zu lernen. Ich komm mir vor als würde ich total verblöden."
Keine Angst, du verblödest schon nicht, nur weil du momentan nicht wach bist, auch nicht wenn derzeit der "Stoff" nicht ins Langzeitgedächtnis geht (was ja im Schlaf passiert, sofern der Schlaf gesund ist). Konzentriere dich erst mal darauf die wichtigen Dinge zu lernen (Schlaf managen, Vorurteile der Mitmenschen managen auf konstruktive Art, dein Gemüt managen).
In ein paar Monaten bist du hoffentlich wieder ausgeglichen und unterscheidest auch mit einer anderen Wertung zwischen "auswendiglernen" und "schlau". Die blödesten Menschen haben manchmal unglaubliche Mengen dummes Zeug auswendig gelernt.

Zu guter letzt: in dem Bericht lese ich viel von Eigenschaften wie sportlich, ehrgeizig, wissbegierig, was soll da "faul" sein? So manche Urteile der Menschen über dich wirst du noch in Frage stellen. Erlaube niemals, dass dir Fremde das Selbstvertrauen nehmen, nur so wird man "faul".

Viel Erfolg.
Viele Grüße

bobby
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Re: Morgen Forum

Ungelesener Beitragvon bobby » Sa 19. Mär 2011, 23:59

Hi Hanniball :)

da Du ja wohl die Diagnose erhalten hast (wenn ich das richtig verstanden habe), kann man erst mal sagen: Herzlich willkommen im Club ;) :)

Hinsichtlich der Aussage

DUS051010 hat geschrieben:...Nicht vom Studium entlassen, bloss nicht. Stell einen Urlaubsantrag, gib dir ein oder zwei Semester Zeit bis du mit der Therapie einen geregelten Schlaf hast und am Tag wach bist. Danach willst du bestimmt in Ruhe entscheiden, ob Studium oder nicht (ich wette, du sagst ja)...


gebe ich zwar DUS051010 grundsätzlich recht, aber ich denke, es dürfte ziemlich schwer werden auf einer Bundeswehrhochschule einen Urlaubsantrag o.ä. zu stellen :roll: .

Nicht der Meinung bin ich über

DUS051010 hat geschrieben:...Also bevor du anfängst mit Stimulanzien, lass das mit dem Kampfsport für ein paar Jahre, sonst arbeiten die Vorurteile der Rambo-Filme gegen dich...


Jeder sollte das machen, wozu er Lust und Laune hat. Welche Sportart man betreibt ist m.E. egal.

Am Anfang ist es natürlich am Wichtigsten, wieder einen geordneten Tagesablauf hin zu bekommen. Einerseits durch sogen. "Schlafhygiene", andererseits durch Einnahme von Medis. Schlafhygiene meint, dass man trotz aller Widrigkeiten durch die Krankheit versucht, einen - halbwegs - geordneten Tag-Nacht-Rhythmus wiederherzustellen. Die Medis helfen Dir dabei. Jeder reagiert bei der Wirkung und bei den Nebenwirkungen anders auf das eine oder andere Medikament. Wichtig: Ein Medi, welches bei dem einen wirkt, muss nicht unbedingt bei Dir auch wirken. Allerdings: Wunder darf man auch von den Medis nicht erwarten. Wie ich schon sagte "helfen" sie einem; sie werden die kompletten Symptome aber aller Voraussicht nach nicht vollständig aufheben - leider, sondern nur lindern :? .

Kopf hoch - es wird schon alles werden :)

Viele Grüsse

Bobby :)
D 2017: Wahlen kommen und gehen - die Politik bleibt (Merkel, Merkel, Merkel) :evil:

DUS051010
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Re: Morgen Forum

Ungelesener Beitragvon DUS051010 » So 20. Mär 2011, 01:37

Tja das mit der Schlafhygiene mit und ohne Medikamente ist recht witzig, und je nach Körperbau und Veranlagungen sind die individuellen Unterschiede groß. Auch der Spaßfaktor sollte nicht zu kurz kommen :) ach danke Bobby, immer konstruktiv.

Vor der Medikation können zB laute Musik oder Adrenalin den Eindruck geben, dass sie helfen, zumindest in jungen Jahren. Mit Medikation hatte ich persönlich den Eindruck, dass Stresshormone gegen Stimulanzien arbeiten. Aber vernünftig wäre immer, die Medis möglichst auf das Mindest Mögliche zu beschränken. Wenn eine Medikation gut funktioniert, dann gilt es, den Gewöhnungseffekt zu vermeiden.

Beispiel, Joggen und Walken.
Durch Joggen werden wesentlich mehr Stresshormone produziert (Kortisol) und der Schlaf wird dadurch unruhiger. Man kann auch nicht unbedingt jeden Tag joggen, da die Gelenke leiden, Muskelfaser bekommen Mikrorisse, bei Minustemperaturen ist der Flüssigkeitshaushalt kritischer, die Anfälligkeit für Erkältungen höher. Es ist aber gut um Langeweile zu brechen.
Beim Walken dagegen wird Acetylcholin freigesetzt, die Konzentration verbessert sich dadurch, es wirkt seelisch ausgleichend, der Schlaf wird ruhiger und tiefer, die Gelenke werden geschont und es gibt weniger Einschränkungen bezüglich Klima, Verletzungs- und Unfallgefahr sind wesentlich geringer auch bei Schnee.
Walken hat auch den Charm, dass man entlang von 20, 30 und mehr Jahre die Naturverbundenheit erhöhen kann, man kann es ohne "Sportgeräte" auf dem Rückweg von der Arbeit einbauen... je gleichmäßiger in der Woche verteilt, 4 oder 5 mal die Woche, desto weniger Medis, desto weniger Nebenwirkungen. Es ist dadurch auch leichter, das Körpergewicht zu kontrollieren, sowohl wegen Kalorienverbrennung als auch wegen Glückshormone. Winterblues adele...

Was Kampfsport betrifft, Boxen habe ich zwar nie probiert, aber Schläge auf den Kopf kann ich mir nicht vorstellen, dass es was Positives bringt (stell dir mal vor, Kataplexie und Netzhautablösung...). Von Karate weiss ich, dass es Disziplin schult und in guten Dojos zB an der Uni der Respekt vor dem Übungspartner über alles steht (weniger Stress, kaum Körperkontakt). Noch besser sind Aikido oder Qigong, da es sogar sehr gezielt ausgleichend wirkt auf das Gleichgewicht der Drüsen und auf die Psyche (dieser Aspekt interessant um Kataplexien zu managen).
Der Grund für die Bemerkung oben war einfach der, manche Medis beeinflussen mitunter die Psyche negativ, und keiner weiss vorher wie. Aber wenn manche Sportarten von Natur aus ausgleichend sind und andere nicht ... es ist einfach gut für das Vertrauen zum Arzt.

Toi toi toi
Viele Grüße

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Re: Morgen Forum

Ungelesener Beitragvon Hanniball » So 20. Mär 2011, 19:58

Danke für die Antworten.

1. Ja das Forum hab ich schon ein wenig durchstöbert. Ich hab mich aber auch schon davor mit dem Krankheitsbild beschäftigt. Bei mir nimmt es irgendwie nicht "so schlimme" Formen wie bei den meisten an ist mein Eindruck. Weshalb ich auch manchmal an der Diagnose zweifle. Ich habe ein sehr intensives, schönes Leben. Nur der Unterricht macht mir zu schaffen oder passives Autofahren. Sonst schlaf ich eher nicht ein (gibt schon noch andere kleine Situationen aber das sind keine Standarts). Ich fühle mich bis auf im Unterricht recht gesund - denke ich jedenfalls.

2. Das mit dem Urlaub machen und dann iwann weiterstudieren wird nicht klappen. An einer Bundeswehr-Uni läuft der Hase anders. Ich gehe stark davon aus das ich innerhalb der nächsten 2 Monate meine Koffer packen kann und vorerst wieder in die Truppe als Ausbilder komme.

3. Das mit der Kontrproduktivität von Alkohol weiß ich auch - denke das wird schwer werden. Bin kein Alki aber Metalhead aus tiefster Überzeugung. Und das nicht nur in Wacken ;) Aber den Punkt bekomm ich schon auf die Reihe. Laute Musik aber kann ich nicht unterbinden. Wenn ich auf Konzerte, Bandproben oder Festivals verzichten müsste wär ich seelisch vernichtet. Und das meine ich so wie ich es sage. Der beachtliche Teil meines geliebten Umfeldes rekrutiert sich aus diesem Metal-Genre und auf meiner To-Do-Liste des Lebens steht das Bandalbum noch vor dem Studium ;)

4. Ich glaube mit den Sport kann es keinen Zusammenhang geben. Ich musste wegen einer Mittelohrentzündung 1Woche auf Sport verzichten. Und außer das ich mich ärger nicht trainieren zu können hat sich nichts geändert an meinen Shclafpensum. Auf den Sport würde ich wahrscheinlich erst verzichten wenn es beruflich garnicht mehr zu vereinabren ist.
Generell versteh ich aber auch nicht den Part mit dem Sport. Also bei keinem Arzt ist mir das zum "Verhängnis" geworden.

Joggen und Walken by the Way ist nicht so meines. Würde ich 20 Kilo weniger wiegen vllt. Aber Kraftsport hinterläast auch seine Spuren. Und wenn ich dann das Deutsche Sportabzeichen ablege werde ich durch Oberschenkelverhärtung beim 3000m immer schmerzlich daran erinnert warum ich nicht gern sehr weite Strecken laufen gehe.

Ich habe überrings beim Boxen schon vor gut 4 Jahren mit aktiven Kämpfen aufgehört. Aber wenn man sich einmal an Boxerhallen von innen gewöhnt hat kommt man da nicht mehr raus. Das is weitaus romantischer als in diversen Hollywood Produktionen.


MFG Hanniball
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Re: Morgen Forum

Ungelesener Beitragvon etzi » Fr 25. Mär 2011, 10:15

Hi, Hannibal!
Ist bei meinen Sohn eigentlich auch so. Solange er körperlich etwas zu tun hat schläft er sicher nicht ein.
Ein Buch aufschlagen und reinschauen, dauert keine 5 min. und er schnarcht, oder wie Du als Beifahrer, zwei Kilometer weiter und er schläft ein. Wir wissen die Diagnose seit Nov. 2010. Seit Dezember bekommt er Modasomil 4 Stück pro Tag.
Nun konnte er ohne Probleme dem Unterricht in der Berufschule folgen. Kein vergleich mit dem letzen mal.
Dieses Mal konnte er im Zeugniss auch einen Guten Erfolg verbuchen. Das war natürlich ein schöner Schub für sein Selbsvertrauen.
Wenn Du einmal mit den Medikamenten gut eingestellt bist, und deinen Schlafrythmus gefunden hast, wird es Dir sicher auch besser gehen.
Ich wünsche Dir alles Gute und sei ZUVERSICHTLICH!!!
Liebe Grüße aus Österreich

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Re: Morgen Forum

Ungelesener Beitragvon Hanniball » So 27. Mär 2011, 20:22

UPDATE:

Hab den 2. Arztbrief bekommen.

Diagnose: Narkolepsie

Habe jetzte Modafinil verschrieben bekommen und nehme es nun auch. Schade nur das die ganze Prozedur so lange gedauert hat das jetzt vorlesungsfreie Zeit ist und ich die Wirkung nicht wirklich "testen" kann (da ja meine Defizite im Unterricht auftraten) .

Ich weiß nichma ob es wirkt. Meine morgenliche Dosis sind 200mg. Ich fühle mich weder wach noch müde. Habe nur manchmal leichte Kopfschmerzen und anfangs hat das Herz etwas bemerklicher geschlagen als sonst was sich aber gelegt hat.

Ich habe auch den Eindruck das ich mich weniger konzentrieren kann. Ich schaff es zwar iwie mehr zu machen bin aber nicht besonders effektiv ist jedenfalls mein Eindruck.

Komisch ist auch das ich beim Krafttraining kaum einen Schmerzreiz setzen kann.

Viele meine Freunde sprechen mich immer an ob ich ein Kater habe weil ich rüberkomme als hätte ich die Nacht durchgefeiert/getrunken.

Genau das tat ich aber nicht. Ich schlaf ähnlich wie früher. Tagesschlafphasen kamen noch nicht vor.
Sonst hat sich nichts verändert. Ich bin auch nich depressiv oder sonst was.



Meine Fragen die mich nun wirklich beschäftigen sind folgende:

1. Treten die Nebenwirkungen erst nach einer Weile auf (manche auf dem Beipackzettel sind echt heftig)?
2. Gewöhnt sich der Körper iwann an die Dosis oder ist dieses Sein wie es jetzt ist von Dauer?
3. Was passiert wenn man Modafinil wieder absetzt, wird dann die Narkolepsie schlimmer?
4. Was passiert wenn ich Alkohol trinken würde?
5. Ist was an dieser angeblichen "Brainbooster"-Wirkung was dran? Kann das auch bei Narkoleptikern eintreten? Oder in Gegenteil laufen?
6. Warum wird es auch als Körperdoping geführt? Was könnte es auslösen?
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