Mein Leben in Angst und ohne klarer Antworten

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ARACHNID
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Mein Leben in Angst und ohne klarer Antworten

Ungelesener Beitragvon ARACHNID » Sa 24. Jul 2010, 11:24

So, nu hab ich es hier her geschafft und stelle mich mal mit nem "müden Hallo" vor !!!

..ich fange jedoch einfach mal von GANZ VORNE an :

ich bin vom Säuglingsalter an, dank meines Dad´s, im LKW on Tour gewesen.
Habe nach zig Touren und Jahren dann ebenso meine Ausbildung zum Berufskraftfahrer absolviert und war seit dem meist
ebenso im LKW auf Tour in der Weltgeschichte.
1997 hatte ich dann einen sehr schweren LKW Unfall (FOTOS AUF WUNSCH PER MAIL) wo ich der Meinung war, das es auf Bremsversagen zurückzuführen war.
ich wurde also aus meinem LKW herrausgetrennt, zur MEDI nach Hanover geflogen/ oder wie auch immer ich dort hin kam.
Nach einigen Untersuchungen wurde ich an selbigem Tage entlassen, was sich als Unverantwortlich herrausstellte.
Ich irrte daraufhin unter Amnesie, wie man mir später bestätigte 3 Tage durch Hannover, bis meine damalige Frau mich dann ausfindig machte und einsammelte.
Ich bin nach einger Zeit wieder in diverse LKW´s gestiegen und war weiterhin auf Tour (meine FREIHEIT geniessend).
Ich schlug mich von nun an mit dem in der Fahrerscene bekanntem Sekundenschlaf durchs Leben, welche sich zunehmend häuften und in überaus unregelmässigen Abständen auftraten.
Ich empfand es als Normal, weil es halt Gesprächsthema in der Scene war und fand mich damit ab, halt öfter Pausen zu machen oder vieles zu tun, was mich halt wach halten sollte.
Mich damals noch nicht so Stutzig machend folgten jedoch eigenartige Aussetzer: Ich fuhr also stur meine Tour und da ich ein sehr aufmerksamer Fahrer war/bin, präge ich mir jederzeit meine Umgebung ein.
eines Tages jedoch veränderte sich die eingeprägte Umgebung so drastisch und in anscheinend sekundenschnelle, das ich es etwas mit der Angst zu tun bekam, jedoch nichts unternahm. So fuhr ich als auch weiterhin mit 40tonnen Gewicht durch die Weltgeschichte,
bis ich dann 2008 wiedereinmal im LKW unterwegs war und das Prozedere mit dem plötzlichem Umgebungswechsel erneut und noch drastischer auf trat :
Ich fahre mit dem LKW eine Abfahrt von einer Bundesstrasse ab und bleibe dann an einer sehr übersichtlichen T-Kreuzung stehen.
Blick nach links war frei bis in den nächsten Ort. Blick nach rechts so weit das Auge reicht KEIN anderer Verkehrsteilnehmer zu sehen.
Dann Scenenwechsel: Ich war nach links abgebogen und im Rückspiegel kann ich einen silbernen PKW in der bei meinem Stop gegenüberliegenden Wiese entdecken, welcher in einer Staubwolke stand.
Der ganze Abbiegevorgang sowie die vielen Kilometer welche ich zuvor Unfallfrei fuhr entziehen sich meiner erinnerung sie durchgeführt zu haben.
Ich klagte ebenso seit einiger Zeit vor dem letzten Ereigniss über sehr schwehre Augenlieder, welche zu verkleben drohnten, machte es den Anschein. Immerwiederkehrender Sekundenschlaf, egal ob mit Kaffee oder diverser Koffeeinhaltigen (Taurin) Getränken. Wie Wellen durchzogen "AUREN" meinen Kopf und hinderten mich daran meinen Job zu 100% durchzuführen, was mich dann zu dem Entschluss brachte meinen Jop an den Nagel zu hängen und ich an selbigem Tage noch kündigte.
Nach diversen Neurologen und zum Schluss der Narkolepsie-Klinik in Hamburg wo nach diversen Tests und unteranderem 72 Stunden Dauermonitoring dann der Verdacht auf NARKOLEPSIE erbracht wurde, zog ich mich nach und nach zurück aus der Gesellschaft und meinem Freundeskreis.
Abgesehn von ein zwei eingeweihten Freunden hab ich niemanden mehr mit dem ich zusammen sein kann und will, ohne ständig mit FRagen bombadiert zu werden, auf derer ich keinerlei Antworten habe.
Zur Zeit weiß ich einfach nicht mehr weiter. Ich bekam neulich sogar einen Weinkrampf in der öffentlichkeit, weil ich einfach Fertig bin mit der Welt.
Ich habe keine Kraft mehr noch mehr Untersuchungen über mich ergehen zu lassen um immerwieder zu hören : Aber einen Test müssen wir noch.
Ich komme mir wie ein Versuchskanienchen vor, weil nich wirklich irgendjemand Ahnung hat.So macht es den Anschein .

OK, das soll es in Kürze ersteinmal zu mir gewesen sein.

Ich weiß nicht ob es sich überhaupt jemand genau durchliesst aber wer weiß das schon.

Ich verbleibe mit den freundlichsten Grüßen
Pit

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Re: Mein Leben in Angst und ohne klarer Antworten

Ungelesener Beitragvon ARACHNID » Di 27. Jul 2010, 09:33

ARACHNID hat geschrieben:So, nu hab ich es hier her geschafft und stelle mich mal mit nem "müden Hallo" vor !!!

..ich fange jedoch einfach mal von GANZ VORNE an :

ich bin vom Säuglingsalter an, dank meines Dad´s, im LKW on Tour gewesen.
Habe nach zig Touren und Jahren dann ebenso meine Ausbildung zum Berufskraftfahrer absolviert und war seit dem meist
ebenso im LKW auf Tour in der Weltgeschichte.
1997 hatte ich dann einen sehr schweren LKW Unfall (FOTOS AUF WUNSCH PER MAIL) wo ich der Meinung war, das es auf Bremsversagen zurückzuführen war.
ich wurde also aus meinem LKW herrausgetrennt, zur MEDI nach Hanover geflogen/ oder wie auch immer ich dort hin kam.
Nach einigen Untersuchungen wurde ich an selbigem Tage entlassen, was sich als Unverantwortlich herrausstellte.
Ich irrte daraufhin unter Amnesie, wie man mir später bestätigte 3 Tage durch Hannover, bis meine damalige Frau mich dann ausfindig machte und einsammelte.
Ich bin nach einger Zeit wieder in diverse LKW´s gestiegen und war weiterhin auf Tour (meine FREIHEIT geniessend).
Ich schlug mich von nun an mit dem in der Fahrerscene bekanntem Sekundenschlaf durchs Leben, welche sich zunehmend häuften und in überaus unregelmässigen Abständen auftraten.
Ich empfand es als Normal, weil es halt Gesprächsthema in der Scene war und fand mich damit ab, halt öfter Pausen zu machen oder vieles zu tun, was mich halt wach halten sollte.
Mich damals noch nicht so Stutzig machend folgten jedoch eigenartige Aussetzer: Ich fuhr also stur meine Tour und da ich ein sehr aufmerksamer Fahrer war/bin, präge ich mir jederzeit meine Umgebung ein.
eines Tages jedoch veränderte sich die eingeprägte Umgebung so drastisch und in anscheinend sekundenschnelle, das ich es etwas mit der Angst zu tun bekam, jedoch nichts unternahm. So fuhr ich als auch weiterhin mit 40tonnen Gewicht durch die Weltgeschichte,
bis ich dann 2008 wiedereinmal im LKW unterwegs war und das Prozedere mit dem plötzlichem Umgebungswechsel erneut und noch drastischer auf trat :
Ich fahre mit dem LKW eine Abfahrt von einer Bundesstrasse ab und bleibe dann an einer sehr übersichtlichen T-Kreuzung stehen.
Blick nach links war frei bis in den nächsten Ort. Blick nach rechts so weit das Auge reicht KEIN anderer Verkehrsteilnehmer zu sehen.
Dann Scenenwechsel: Ich war nach links abgebogen und im Rückspiegel kann ich einen silbernen PKW in der bei meinem Stop gegenüberliegenden Wiese entdecken, welcher in einer Staubwolke stand.
Der ganze Abbiegevorgang sowie die vielen Kilometer welche ich zuvor Unfallfrei fuhr entziehen sich meiner erinnerung sie durchgeführt zu haben.
Ich klagte ebenso seit einiger Zeit vor dem letzten Ereigniss über sehr schwehre Augenlieder, welche zu verkleben drohnten, machte es den Anschein. Immerwiederkehrender Sekundenschlaf, egal ob mit Kaffee oder diverser Koffeeinhaltigen (Taurin) Getränken. Wie Wellen durchzogen "AUREN" meinen Kopf und hinderten mich daran meinen Job zu 100% durchzuführen, was mich dann zu dem Entschluss brachte meinen Jop an den Nagel zu hängen und ich an selbigem Tage noch kündigte.
Nach diversen Neurologen und zum Schluss der Narkolepsie-Klinik in Hamburg wo nach diversen Tests und unteranderem 72 Stunden Dauermonitoring dann der Verdacht auf NARKOLEPSIE erbracht wurde, zog ich mich nach und nach zurück aus der Gesellschaft und meinem Freundeskreis.
Abgesehn von ein zwei eingeweihten Freunden hab ich niemanden mehr mit dem ich zusammen sein kann und will, ohne ständig mit FRagen bombadiert zu werden, auf derer ich keinerlei Antworten habe.
Zur Zeit weiß ich einfach nicht mehr weiter. Ich bekam neulich sogar einen Weinkrampf in der öffentlichkeit, weil ich einfach Fertig bin mit der Welt.
Ich habe keine Kraft mehr noch mehr Untersuchungen über mich ergehen zu lassen um immerwieder zu hören : Aber einen Test müssen wir noch.
Ich komme mir wie ein Versuchskanienchen vor, weil nich wirklich irgendjemand Ahnung hat.So macht es den Anschein .

OK, das soll es in Kürze ersteinmal zu mir gewesen sein.

Ich weiß nicht ob es sich überhaupt jemand genau durchliesst aber wer weiß das schon.

Ich verbleibe mit den freundlichsten Grüßen
Pit


WHOW...........nich soviele Stellungnahmen auf einmal.
Hier bin ich ja genauso Allein wie zu Haus mit meinen Symptomen.
Hab mir irgendwie etwas anderes erhofft.
So kann man sich eben irren.
Dann eben weiter OHNE ANTWORT durchs Leben stolpern.
GLG Pit
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Akshaya
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Re: Mein Leben in Angst und ohne klarer Antworten

Ungelesener Beitragvon Akshaya » Mi 28. Jul 2010, 09:36

Hallo Pit,

ein Blick ins Forum, darauf gerichtet, wie oft und wann Artikel verfasst werden, und Dir wäre klar: hier steppt der Bär. Nicht! Wir sind alle Schnarchnasen hier, ständig müde und mit einem Privatleben. Da kann eine Antwort schon mal Wochen oder gar Monate dauern.

Eine "Stellungnahme" kann ich zu Deinem Text nicht geben. Zum einen ist er recht lang und in einem Rutsch für mich nicht zu lesen, weil ich unten vergessen hab, was ich oben las oder zwischendurch eingenickt bin, zum anderen weiß ich nicht, was ich dazu sagen soll? Ich finde keine konkreten Fragen oder eine Bitte, inwiefern eine Antwort gewünscht wird. Willst Du eine Ferndiagnose? Willst Du meine Geschichte hören?

Was mich interessiert: Eine Narkolepsie-Klinik in Hamburg? Haben wir hier eine?

Diese Diagnose-Odyssee kennen viele hier. Es macht einen fertig. Ich kenne das auch.

Viele Grüße von Akshaya

sandraxy
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Re: Mein Leben in Angst und ohne klarer Antworten

Ungelesener Beitragvon sandraxy » Mi 28. Jul 2010, 17:47

hallo pit,

ich bin in diesem forum nicht angemeldet. meine frau ist hier gemeldet und hat mir gerade deinen artikel bzw. deine geschichte vorgelesen. für deine krankheit kann ich dir keine tips geben. aber, für deine einsamkeit könntest du was tun.
du hast mit sicherheit irgendeine vorliebe. ob dies zb. kochen, fussball oder was weis ich was ist, da kannst du evtl. im www nach einem forum suchen das dir spass macht. da kannst du mal ein paar stunden über ein thema reden das dir gefällt und in dem du dich bestens auskennst. der nützliche nebeneffekt ist das du in dieser zeit nicht dauernd an deine krankheit denkst.
dauernd über die eigene hilflosigkeit nachdenken macht noch mehr krank.

lg albert

samsony
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Beiträge: 16
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Re: Mein Leben in Angst und ohne klarer Antworten

Ungelesener Beitragvon samsony » Mi 28. Jul 2010, 23:59

Hi!

Welcome lieber Pit, lass mal den Kopf nicht hängen, die Einsamkeit ist hier wohl für viele Betroffene die treueste Begleiterin im Leben. Es ist leider Gottes ein Nebeneffekt der Narkolepsie, dass das Gefühl der sozialen Ausgrenzung entsteht und wenn dir hier nicht so viele schreiben, dann weil wohl die meisten wie du mit der Einsamkeit zu kämpfen haben.
Versuche dich nicht entmutigen zu lassen und lebe dich SChritt für Schritt und Tag für Tag in deinem neuen Leben ein. Falls du glaubst, dass du alleine nicht zurecht kommst, schau mal nach, ob es nicht eine kostengünstige Psychotherapie gibt (Sozialversicherungsanstalt). So was kann einem helfen die ersten kleinen Fortschritte zu machen. Was die Diagnose betrifft, habe ich die Frage, ob diese nur Verdacht oder wirklich Narkolepsie ist? Nach einer 72-stündigen Untersuchung müßte die Diagnose nämlich sehr klar sein. Falls es Diagnose Narkolepsie ist, dann bist du hier genau richtig. falls nicht, dann bist du auch nicht falsch. Vor allem geht es um die konkreten Anregungen, Tipps, Ratschläge, Medikamente, usw.

SALUDOS SIMON

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Re: Mein Leben in Angst und ohne klarer Antworten

Ungelesener Beitragvon ARACHNID » Mo 2. Aug 2010, 23:22

[/b][/quote]
WHOW...........nich soviele Stellungnahmen auf einmal.
Hier bin ich ja genauso Allein wie zu Haus mit meinen Symptomen.
Hab mir irgendwie etwas anderes erhofft.
So kann man sich eben irren.
Dann eben weiter OHNE ANTWORT durchs Leben stolpern.
GLG Pit
[/quote]

OKAY. erstmal ein "ENTSCHULDIGUNG" für meine Ungeduld und der daraus entstehenden Agressivität.
Danke Für die Stellungnahmen von Euch. werde mich so gut ich kann jedem persönlich per pn versuchen verständlicher zu machen.
ein wacher Gruß in die Runde
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