Treffen Rhein-Main-Gebiet?

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wecknicker

Treffen Rhein-Main-Gebiet?

Ungelesener Beitragvon wecknicker » Di 28. Okt 2003, 21:27


Hallo ihr da draußen,

würde gerne mal mit jmd., oder mehreren, so richtig quatschen. So richtig einen persönlichen Kontakt. Foren und Chats sind zwar auch unheimlich wichtig, weil so unregional, aber jmd. sehen im Zwiegespräch ist auch nicht zu verachten.
Also wenn jmd. Interesse hat schreibt mir unter Holgileinchen@freenet.de . Da kommt sonst keine Post an, Adresse ist neu.
Wäre toll wenn das Postfach recht voll würde.
Zu meiner Person:
- 31 Jahre alt
- seit 3 Mon. unter den wissenden N. (attestiert)
- Vigil (morgens eine und mittags eine 1-1-0)
- bisher nur Tagesmüdigkeit oder -schläfrigkeit (habe den Unterschied vergessen)
- muß noch "Narkolepsie" von G.Mayer lesen. Der Anfang ist bisl hart (chemische Fachtermini usw.)
- keine Kataplexien
- keine Hallus

Schönen Gruß Holgi

Noch eines: Wielange hat es gedauert bis die Kataplexien auftraten, nachdem schon spürbar Müdigkeit vorlag? Danke schon mal

wecknicker

Sorry Schreibfehler!!

Ungelesener Beitragvon wecknicker » Di 28. Okt 2003, 21:35

Adresse im Aufruf muss lauten:


HOLGILEINCHENKLEIN@freenet.de

Tut mir leid, seid nicht sauer.

bobby
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Re: Kataplexien

Ungelesener Beitragvon bobby » Mi 25. Aug 2004, 17:21

Hallo wecknicker!

Auch wenn auf deine Frage monatelang - zumindest im Forum- keiner geantwortet hat, würde ich zu deiner Frage zu möglichen Kataplexien mal antworten:

Die Frage, wann die ersten Kataplexien auftreten, kann niemand so genau beantworten. Es soll auch N. geben, die keine (oder kaum) Tagesmüdigkeit verspüren, dafür sehr heftige Kataplexien haben sollen.

Dies stellt meines Erachtens aber eher die seltene Ausnahme dar.

Vielmehr ist es eher so, dass Kataplexien schon lange vorliegen, aber von einem selbst nicht als solche empfunden werden. Hinzu kommt, dass ein Narkolepsie-Erkrankter seltsamerweise (wie automatisch/unterbewusst) einen Kontrollmechanismus entwickelt. Dieser beruht meist darauf, dass man (mehr oder minder automatisch) ein wirkliches Lachen unterdrückt, keine Witze erzählt, sich "zusammenreisst" und sich nicht aufregt. Solange die Kataplexien nicht stark/zahlreich sind, sind sie so für den Außenstehenden nicht sichtbar. Dies führt schließlich zu einer - ich sage mal positiven "Selbstillusion" - dass man sich wie oben beschrieben Verhalten muss, um im wahrsten Sinne des Wortes, sein "Gesicht zu wahren".

Nur bei Personen, die mittelschwere bis schwere Kataplexien besitzen, funktioniert auch das nicht mehr - da die "Gefühlsschwelle" zum Auslösen einer solchen soweit herabgesetzt ist, dass sie durch kleinste Gefühlserlebnisse "durchbrechen".

Jetzt wirst du dich sicher fragen: Wie komme ich darauf?

Wenn viele Narkoleptiker mehrere Tage zusammen sind, "fällt" dieser Kontrollmechanismus - wie z.B. auf der Jahrestagung der DNG. Dort habe ich schon etliche Personen - die angeblich noch nie eine Kataplexie hatten - im wahrsten Sinne des Wortes "am Boden liegen sehen".

Von daher gehe ich davon aus - dass du Kataplexien hast und diese sich vielleicht nur beim Lachen durch leichtes Zittern in den Mundwinkeln bemerkbar machen (was keiner sieht).

Die Definition des Krankheitsbildes Narkolepsie wird in erster Linie durch das Auftreten von Kataplexien definiert und nicht, wie man vermuten könnte, von der Tagesmüdigkeit. Ansonsten würde als Krankheitsbild auch die "idiopathische Insomnie" in Frage kommen.

Sofern man, wie ich, nur leichte Kataplexien hat - finde ich - braucht man sich auch keine großen Sorgen darum zu machen. Jedenfalls weiß ich jetzt, warum ich so bin, und was das "für Aussetzer" sind.

Kataplexien treten - so viel kann man sagen - stärker in Erscheinung je müder man ist.

bobby

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Dornrose
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Narkolepsie ohne Kataplexie

Ungelesener Beitragvon Dornrose » Do 26. Aug 2004, 12:43

Tach zusammen,

es gibt durchaus Narkoleptiker, die keine Kataplexien haben. Niemand wird eine Prognose abgeben können, wie heftig sich Symptome ausbilden und ob alle überhaupt auftreten werden.

Nach dem, was ich von anderen weiß, haben anscheinend viele schon jahrelang Schlafattacken bevor sich die ersten Kataplexien zeigen, wenn sie denn auftreten.

Es ist tatsächlich so, dass Müdigkeit die Kataplexien verstärkt. Je häufiger die Kataplexien, um so heftiger und häufiger treten sie auf. Je müder, umso häufiger und heftiger sind die Kataplexien und je häufiger und heftiger sie auftreten, umso schneller wird man auch müde. Zumindest ist das meine Wahrnehmung, wie auch die Wahrnehmung einiger anderer Narkoleptiker.

Einen Kontrollmechanismus kann ich nicht erkennen, eher ein bewusstes Unterdrücken der Emotionen bzw. eine Distanzierung hiervon. Dies bedarf natürlich des Erkennens, wann und in welchen Situationen Kataplexien auftreten.

Unter den diagnostizierten Narkoleptikern gibt es viele, die das bewusste Unterdrücken bzw. Distanzieren von Emotionen für sich als Möglichkeit wählen, unauffällig durchs Leben zu schreiten oder damit zurecht zu kommen. Dies hat natürlich - sh. DNG-Flyer - eine Gefühlsverarmung zur Folge und so manch einer berichtet von Depressionen oder häufigen depressiven Verstimmungen.

Ciao

Dornrose
Wenn ein langer Bart schon Weisheit bedeutet, kann auch eine Ziege Lehrer sein. (Chinesisches Sprichwort)


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