Beleidigt?

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Phenomina
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Ungelesener Beitragvon Phenomina » Mi 14. Dez 2005, 12:28

Tagchen zusammen,
ich war auch auf der Jahrestagung bei Kassel und ich habe dort in etwa schon mitbekommen, warum der Vorstand zurück getreten ist und was da los war. Ich glaube, es wurde doch nicht so ganz umsonst den "alten Vorstandsmitgliedern" die Entlastung versagt, übrigens das zweite mal in Folge. Da muss doch schon was faul sein im "Staate DNG", wenn so etwas passieren kann.

Es ist ja auch bbis zu einigen Mitgliedern durchgedrungen - auch bis zu mir - dass man wohl gegen die ehemalige Kassenwartin gerichtlich vorgegangen werden musste, oder irre ich mich da? Ich kann mir nicht vorstellen, dass ich da einer "Ente" aufgesessen bin.

Ich werde auf jeden Fall nach Frankfurt kommen, denn ich glaube, dass es an der Zeit ist, Fragen zu stellen und dann auch einmal die Stellungnahme des gesamten neuen Vorstandes hören kann.

Ich habe auch gelesen, dass es angeblich keine Beiträge mehr im Wecker geben soll, die nicht vom neuen Vorstand oder von der Vorsitzenden genehmigt worden sind. Also wirklich: glaubt man das hier etwa? Vielleicht sollte man das Vorstandsmitglied einmal dazu hören, der doch mit in die Weckerredaktion gewählt wurde. Beim besten willen, Leute.... macht doch nicht gleich alles nieder, was gerade erst einmal angefangen hat. Eine Chance, es besser zu machen, verdient doch jeder, oder etwa nicht?

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Ungelesener Beitragvon bobby » Mi 14. Dez 2005, 13:04

Hallo Dornrose,

du hast recht. Man soll dem neuen Vorstand genug Zeit geben. Ich lasse mich aber nicht von einem Vorstandsmitglied vorschreiben, dass ich mich in "mein stilles Kämmerlein zurückziehen soll" (siehe Fauly) und mir hier den Mund verbieten lassen soll. Das kann ja wohl kaum Sinn und Zweck eines Forums sein.

Ich finde die anonymen Postings im Übrigen auch nicht gut.

Gruss bobby
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Dornrose
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Mundtot

Ungelesener Beitragvon Dornrose » Mi 14. Dez 2005, 13:15

Hallo bobby,

zum Nachdenken, nicht zum Schweigen - wobei das eine das andere sicherlich nicht ausschließt. :wink:
So weit zu deiner Aussage, Fauly habe dir den Mund verboten.

Ich halte es nicht für nötig, so massiv gegen Christine/den neuen Vorstand vorzugehen? Mittlerweile kam von mehreren Seiten der Hinweis/die Bitte, man möge den neuen Vorstand erstmal machen lassen. Es wäre zu wünschen, dass dieses Theater im Forum langsam ein Ende findet. Genützt hat es niemandem - genau im Gegenteil.

Ciao

Dornrose
Wenn ein langer Bart schon Weisheit bedeutet, kann auch eine Ziege Lehrer sein. (Chinesisches Sprichwort)

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Zum aktuellen Thema

Ungelesener Beitragvon rudolf » Fr 16. Dez 2005, 00:23

Schlimm, diese Art miteinander umzuzgehen!
Hoffe, dass die Geschichte bald etwas sachlicher diskutiert wird. So wie z.Zt., wird nicht viel Fruchtbares dabei heraus kommen!
Na ja, bald ist ja Weihnachten, da hat man ja Zeit zur Besinnung und zum Nachdenken.
Frohe Festtage und gute Besserung, rudolf

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Ungelesener Beitragvon Grübchen » Fr 16. Dez 2005, 12:35

Geändert um mein Privatleben zu schützen.
Wer nicht wählen geht gibt dem seine Stimme der die Wahl gewinnt da er nicht gegen diesen gewählt hat

Christine
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Ungelesener Beitragvon Christine » Sa 17. Dez 2005, 02:58

hallo Christine vom Schweizer Vorstand,

mit deiner mail trifftst du genau das, was ich denke und was ich auch für wünschenswert halte. Im Moment müssen wir allerdings die AO MV abwarten, ob die Mitglieder einer Satzungsänderung zustimmen, von der es abhängt, ob wir überhaupt weitermachen können. Wir brauchen dringend diese "Rechtssicherheit", denn wir alle wollen nicht ein Jahr lang arbeiten, damit es am Ende umsonst gewesen ist, wenn im Oktober nächsten Jahres eine Satzungsänderung abgelehnt würde. Dafür müsste man m.E. doch Verständnis haben.

Da wir im Moment ja noch bei der "Schadensbegrenzung" sind, müssen wir uns mit unseren Zielen und Aktivitäten, die wir gerne im nächsten Jahr durchgeführt hätten, nach der Decke strecken, wie man so schön sagt, da uns im kommenden Jahr nur noch begrenzt Gelder zur Verfügung stehen und sich natürlich auch "Folgekosten" für Unregelmässigkeiten bemerkbar machen werden. Uns sind da die Möglichkeiten von vornherein eingeschränkt. Trotzdem wollen wir versuchen, wirklich wichtige Dinge über die Bühne zu kriegen, und ganz wichtig sind uns unsere Kinder und Jugendlichen, die bisher ein bisschen zu kurz kamen. Wenn wir dann noch eine Veranstaltung machen können, die zu einem "heissen" Thema gemacht werden kann, sind wir schon ganz zufrieden. Mehr Geld wird nicht zur Verfügung stehen.

Aber wir sind sicher, dass wir dieses Tal schnell durchschreiten können, wenn wir denn entsprechende Untersützung bei den Mitgliedern finden und sie unsere Arbeit als Vorstand im Januar 2006 dann durch die Satzungsänderung legitimieren. Ich bin da eigentlich recht zuversichtlich.

Ich wünsche allen schweizer Freunden ein schönes Weihnachtsfest und ein erfolgreiches Jahr 2006. Wir würden uns sehr freuen, wenn wir uns spätestens im Oktober zur Jahresversammlung wiedersehen, wenn sich dann hoffentlich alle Wogen bei uns wieder geglättet haben.

Freundliche Grüße

auch Christine
"Mögen wir noch so viele gute Eigenschaften haben - die Welt achtet vor allem auf unsere
schlechten" - Jean Baptiste Molière.

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Ungelesener Beitragvon tantaliden » Sa 17. Dez 2005, 04:17

hi @ all

wollte mich ja nicht in dieses thread einklinken, da die sache für mich gegessen war und ich natürlich die wünsche des forumbetreibers beachten möchte. jedoch muss ich bobby mal n bissle rückendeckung geben, denn in meinen augen hat er wohl nicht gerade unrecht.


1.
ok man kann von den fremdpostings halten was man möchte, jedoch ist doch wohl jedem verständlich, dass man unter nem kritikpost zur dng nicht auf einmal mit einer begrüßung des 1.dng vorstandes zu rechnen/erwünscht ist.


2.
also ich war schon in vielen vereinen und kenne es so, dass eigentlich die mitglieder selbst, zumindest ein paar personen zur wahl eines neuen vorstandes aufstellen lassen können. leider war dies nicht der fall, oder haben meine 3 pappenheimer, welche im dng sind und mit mir sau stark auskommen als einzigstes keinen brief zur neuwahl bekommen?

ohne bekanntgabe von neuwahlen, ist doch auch schwer mitzuwählen?!

3.
ich finde, dass man immer beide seiten einer medaille zeigen sollte, damit das evntuell baldige mitglied nicht nur die positiven aspekte eines vorhabens übermitteln sollte, welche dann zu einem falschen entschluss führen, sondern vielmehr auch die negativen.
sollte man dann nicht so fair sein und alles öffentlich behandeln?
gut dafür sollte man die fairness besitzen und kritik auch als solche sehen!

oder ist die allgemeine firmen / vereinsphilosophie, dass man immer nur die schönen tage zählt und die anderen ganz schnell vom kalender streicht?

PS: hilfreich wären doch schon einmal antworten auf beschuldigungen zu verfassen, anstatt wieder auf persönlicher ebene für unmut zu sorgen.


4. wäre es schöner gewesen wenn unser admin die reintegration in das dng bekannt gegeben hätte. ist ja immernoch seine page, welche hier für diskussionsstoff sorgt *wink*. so wie es jedoch von statten ging, kam es zumindest für mich so herüber als ob es ein samaritawerk des dngs ist.


5. repsekt ist so eine sache. wenn man jede person gleich behandelt wie man sich das selbst erhofft, sollte das doch ausreichen oder nicht? respekt habe ich nur von personen welche dinge in ihrem leben erreicht haben, was ich nie selbst packen würde. vielleicht ist in der hinsicht die definition meinerseits falsch, aber kam immer gut durch damit sogar in der bundeswehr ;-).

man sollte die person gegenüber halt nicht beleidigen, was jedoch eher eine frage der höfflichkeit ist



6.
da ich nun beim pokern eine höhere summe im 4stelligen bereich gewonnen habe und ich mir momentan nicht finanziell sorgen machen muss wie es weitergeht, wünsche ich auch allen eine frohe weihnacht!
ist das n toller weihnachtsgruß?! man sollte sich schon gedanken machen wie es für andere zu lesen ist..... so als kleiner anstoß an gelöschte threads.



7.
da mich der dng selbst nicht haben wollte (schreiben liegt irgendwo in meiner mailbox) habe ich mir natürlich auch gedanken gemacht, was man so als narkoleptiker selbst unternehmen kann.

nächstes jahr werde ich in deutschland auch eine selbsthilfegruppe gründen, um mal eine entscheidungsfreiheit zu geben (ist mir über die wochen mal in den sinn gekommen) und man dann einen wirklichen vergleich ziehen kann, was denn das beste für die betroffenen ist.

man kann lang sagen, dass die öffentlichkeitsarbeit so nicht in ordnung ist, aber beweisen sollte man es schon. zu der einsicht bin ich nun gekommen ;-)

soll keine schleichwerbung sein, sonder nur informatives vermitteln, damit die personen wissen, dass es bald auch alternativen gibt *G*



so und wer sich nun durch dieses post angegriffen fühlt, verstehe ich dann wohl wirklich nicht mehr. sachlicher gehts wohl kaum *G*





greets fossy
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Re: Satzungsänderungen...

Ungelesener Beitragvon bobby » Mo 19. Dez 2005, 11:05

Hallo ihr alle :)

zu dem Posting hätte ich ein paar Fragen?

christine hat geschrieben:...mit deiner mail trifftst du genau das, was ich denke und was ich auch für wünschenswert halte. Im Moment müssen wir allerdings die AO MV abwarten, ob die Mitglieder einer Satzungsänderung zustimmen, von der es abhängt, ob wir überhaupt weitermachen können. Wir brauchen dringend diese "Rechtssicherheit", denn wir alle wollen nicht ein Jahr lang arbeiten, damit es am Ende umsonst gewesen ist, wenn im Oktober nächsten Jahres eine Satzungsänderung abgelehnt würde. Dafür müsste man m.E. doch Verständnis haben...


Bei der Satzungsänderungen geht es genau genommen um zwei Änderungen. Wobei die zweite die eigentlich Wichtigere ist (und im Übrigen hier noch nicht problematisiert worden ist).

Es steht außer Frage, dass der Vorstand möchte, dass eine gewisse Rechtssicherheit vorliegen muss, damit dieser arbeiten kann.

Doch es geht doch viel einfacher? Warum wollt ihr gleichzeitig auch im Vorstand des Landesverbandes verbleiben? Wenn Ihr dort zurück treten würdet, wäre Punkt 1 der Satzungsänderung erledigt. Es wird nicht in der Begründung zur Satzungsänderung angeführt, warum die betreffenden Personen an ihren Posten im Landesverband festhalten.

Doch viel interessanter ist eigentlich der 2. Teil der Satzungsänderung: Die Einführung von Abstimmungen von Mitgliederversammlungsbeschlüssen im "Umlaufverfahren", d.h. schriftlich ohne Versammlung. Ein Beschluss ist nach dem Gesetz (§ 32 Abs. 2 BGB) nur dann möglich, wenn alle Mitglieder ihre Stimme abgeben und alle Mitglieder ihre Stimme mit "ja" abgeben. Anders ausgedrückt: Der Gesetzgeber duldet eine solche Abstimmung nur, wenn es bei allen Mitgliedern keinen einzigen Widerspruch (noch nicht mal eine "Enthaltung") gibt. Da es bei einem solchen "Umlaufverfahren" keinen Versammlungsleiter gibt, gibt es nur den Vorstand, der die Stimmen auszählen kann. Eine Frist zur Abgabe kann er aber auch nicht bei dem Verfahren laut Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes setzen... bis wann wird ausgezählt? Was ist wenn einer nicht antwortet oder jemand umgezogen ist?

Dies mag bei ganz kleinen Vereinen sinnvoll sein, ist aber bei Vereinen, wie der DNG, völlig unpraktikabel. Ein Beschluss (mit der vielbeschworenen "Rechtssicherheit") käme so mit aller Wahrscheinlichkeit nie zustande.

Warum wird eine solche Regelung dann eingeführt?

Ich bin auf Antworten/Anregungen gespannt.

Grüssle bobby

PS: Ich bitte um sachliche Gesprächsführung, ich habe mich auch um eine solche bemüht...
D 2017: Wahlen kommen und gehen - die Politik bleibt (Merkel, Merkel, Merkel) :evil:

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Ungelesener Beitragvon tantaliden » Mo 19. Dez 2005, 13:21

berechtigte frage @ bobby . 100% bei so vielen mitgliedern ist wahrlich nicht möglich, da kann ich dir auch nur zuspruch geben ;-)

fraglich ist jedoch, weshalb dann dieser punkt überhaupt exisitiert. ist doch nur mit kosten verbunden, welche sich in diesem falle eh nicht materialisieren.

bobby willst mein erstes schäfchen werden? *G*


greets fossy
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Satzungsänderungsvorschlag

Ungelesener Beitragvon Christine » Di 20. Dez 2005, 16:57

hallo,

das Thema "Satzungsänderung" ist schon immer ein heikles gewesen, es gibt Leute, die einer Argumentation folgen, andere sehen es wieder anders. Der Antrag Nr. 2 "Umlaufverfahren" ist aus folgendem Grund gestelt worden:

Viele Mitglieder der DNG, ob im Süden oder Norden, Osten oder Westen können aus den verschiedensten Gründen nicht zu Jahresversammlungen oder Mitgliederversammlungen kommen. In den meisten Fällen handelt es sich um "alte" Mitglieder, die aus gesundheitlichen Gründen nicht gut zu Fuß sind oder noch andere behindernde Krankheite haben, die sie daran hindern, irgendwo hin zu gehen. Meist ist es ihnen nicht einmal mehr möglich, zu Selbsthilfegruppentreffen zu kommen. Solche Leute besuchen unsere Selbsthilfegruppenleiter z.B. dann zu Hause und halten so den Kontakt aufrecht.

Ausgegangen von dieser Tatsache - dass mehr als 250 unserer Mitglieder zwischen 60 und 90 Jahre alt ist - muss man doch die Möglichkeit schaffen, dass die Meinung dieser Mitglieder auch irgendwie berücksichtigt wird und auch sie Gelegenheit erhalten, als zahlendes Mitglied mitzubestimmen, wohin der Kurs der DNG gehen soll. Wenn man dies verwehrt, ist es so, als ob man jemandem eine Wahlbeteiligung an den Bundestagswahlen versagt, nur weil man nicht zum Wahllokal gehen kann. Da gibt es doch auch "Briefwahlen", was einer Stimmabgabe gleichkommt.


Ich denke, dass man hier eine Möglichkeit schaffen muss. Ausserdem ist dieses Umlaufverfahren ja auch nur dann in Betracht zu ziehen, wenn es um eine einzige Entscheidung geht, die mit ja oder nein beantwortet werden kann. Das Auszählen ist ja wohl eher ein geringes Problem, denn es gibt sicherlich sehr integere Mitglieder, die man darum bitten kann. Der Vorstand sollte dies auf keinen Fall machen.

Ich hoffe ausserdem, dass es nicht so oft vorkommen muss, dass man in diese Verlegenheit kommt, die Mitglieder zu einer AO MV einladen "zu müssen".... wie gesagt, wir haben uns auch vorher schlau gemacht und nicht einfach losgelegt.... soviel Verstand sollte man uns doch zugestehen. Ausserdem wird bei der MV eine "Aufsichtsperson" dabei sein, damit hinterher keiner sagen kann, es wäre nicht mit rechten Dingen zugegangen oder die "Württemberger" hätten wieder mal "gemauschelt"....

Grüße - Christine
"Mögen wir noch so viele gute Eigenschaften haben - die Welt achtet vor allem auf unsere

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bobby
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Re: Satzungsänderungsvorschlag

Ungelesener Beitragvon bobby » Di 20. Dez 2005, 18:21

Hallo Christine,

Christine hat geschrieben:hallo,

das Thema "Satzungsänderung" ist schon immer ein heikles gewesen, es gibt Leute, die einer Argumentation folgen, andere sehen es wieder anders. Der Antrag Nr. 2 "Umlaufverfahren" ist aus folgendem Grund gestelt worden:

Viele Mitglieder der DNG, ob im Süden oder Norden, Osten oder Westen können aus den verschiedensten Gründen nicht zu Jahresversammlungen oder Mitgliederversammlungen kommen. In den meisten Fällen handelt es sich um "alte" Mitglieder, die aus gesundheitlichen Gründen nicht gut zu Fuß sind oder noch andere behindernde Krankheite haben, die sie daran hindern, irgendwo hin zu gehen. Meist ist es ihnen nicht einmal mehr möglich, zu Selbsthilfegruppentreffen zu kommen. Solche Leute besuchen unsere Selbsthilfegruppenleiter z.B. dann zu Hause und halten so den Kontakt aufrecht.

Ausgegangen von dieser Tatsache - dass mehr als 250 unserer Mitglieder zwischen 60 und 90 Jahre alt ist - muss man doch die Möglichkeit schaffen, dass die Meinung dieser Mitglieder auch irgendwie berücksichtigt wird und auch sie Gelegenheit erhalten, als zahlendes Mitglied mitzubestimmen, wohin der Kurs der DNG gehen soll. Wenn man dies verwehrt, ist es so, als ob man jemandem eine Wahlbeteiligung an den Bundestagswahlen versagt, nur weil man nicht zum Wahllokal gehen kann. Da gibt es doch auch "Briefwahlen", was einer Stimmabgabe gleichkommt.


Ich denke, dass man hier eine Möglichkeit schaffen muss. Ausserdem ist dieses Umlaufverfahren ja auch nur dann in Betracht zu ziehen, wenn es um eine einzige Entscheidung geht, die mit ja oder nein beantwortet werden kann. Das Auszählen ist ja wohl eher ein geringes Problem, denn es gibt sicherlich sehr integere Mitglieder, die man darum bitten kann. Der Vorstand sollte dies auf keinen Fall machen.

Ich hoffe ausserdem, dass es nicht so oft vorkommen muss, dass man in diese Verlegenheit kommt, die Mitglieder zu einer AO MV einladen "zu müssen".... wie gesagt, wir haben uns auch vorher schlau gemacht und nicht einfach losgelegt.... soviel Verstand sollte man uns doch zugestehen. Ausserdem wird bei der MV eine "Aufsichtsperson" dabei sein, damit hinterher keiner sagen kann, es wäre nicht mit rechten Dingen zugegangen oder die "Württemberger" hätten wieder mal "gemauschelt"....

Grüße - Christine


kleine Zwischenfrage:

Was macht ihr wenn eine Stimme (oder auch mehrere) eines Mitgliedes nicht abgeben wird? Und wie wollt ihr 100%ige Abstimmungsergebnisse erzielen? Selbst eine einzige Enthaltung würde eine Briefwahl nach deutschem Recht unwirksam machen?

Niemand will Mitgliedern irgendeine Einflußnahme verwehren, doch gerade der von dir erwähnten Rechtssicherheit wegen, sind solche Abstimmungen in größeren Vereinen faktisch nicht durchführbar.

Grüsse bobby :)
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Ungelesener Beitragvon Christine » Di 20. Dez 2005, 19:27

hallo und guten Abend,

ich will mich ja nicht zu weit aus dem Fenster hängen, aber ich habe das so verstanden, dass von den zurückgesendeten "Entscheidungen" eine dreiviertel Mehrheit vorhanden sein muss.

Die nicht zurückgesendeten werden wohl eher als Enthaltungen gewertet. Aber du hast recht, wenn man diese Frage genau prüft. Wir werden in den ersten Tagen im neuen Jahr erfahren, wie es geht, was nicht geht oder welche Alternativen ggf. vorhanden sind. Normalerweise weiss ich von anderen Vereinen, wer nicht kommt, der zählt auch nicht. Aber das sind Vereine mit "weitgehendst gesunden Mitgliedern". Ich weiss nicht, ob man dies so ohne weiteres auch auf einen Verein anwenden sollte, wo es nur um "kranke Mitglieder" geht, die in ihrer Mobilität teilweise sehr eingeschränkt sind. Würde dir eine passende Alternative einfallen?

Gruß - Christine
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Ungelesener Beitragvon bobby » Di 20. Dez 2005, 20:16

Hallo Christine,

Christine hat geschrieben:...ich will mich ja nicht zu weit aus dem Fenster hängen, aber ich habe das so verstanden, dass von den zurückgesendeten "Entscheidungen" eine dreiviertel Mehrheit vorhanden sein muss...


Leider falsch. Nur vollständige Zustimmung ("alle Stimmen auf ja") zu einem Beschluss der im Umlaufverfahren stattfindet ist "rechtssicher", d.h. tatsächlich beschlossen.

Christine hat geschrieben:...Die nicht zurückgesendeten werden wohl eher als Enthaltungen gewertet. Aber du hast recht, wenn man diese Frage genau prüft. Wir werden in den ersten Tagen im neuen Jahr erfahren, wie es geht, was nicht geht oder welche Alternativen ggf. vorhanden sind....
:!:
Lt. BGH werden selbst "Enthaltungen" als "keine Zustimmung" gewertet. Aber damit ich hier nix falsch verstehe: Es wird zu einer außerordentlichen MV eingeladen und ihr wisst nicht, ob das, was auf der Tagesordnung steht, überhaupt geht :?:

Christine hat geschrieben:...Normalerweise weiss ich von anderen Vereinen, wer nicht kommt, der zählt auch nicht. Aber das sind Vereine mit "weitgehendst gesunden Mitgliedern". Ich weiss nicht, ob man dies so ohne weiteres auch auf einen Verein anwenden sollte, wo es nur um "kranke Mitglieder" geht, die in ihrer Mobilität teilweise sehr eingeschränkt sind. Würde dir eine passende Alternative einfallen?


Das Gesetz will keine "Umlaufverfahren" (oder auch Briefwahlen genannt) für Mitgliederversammlung. Denn, es gibt im Umlaufverfahren einen entscheidenen Nachteil: Es findet keine Aussprache statt und Nachfragen kann man auch nicht. Nur wenn keiner etwas dagegen hat, darf sie durchgeführt werden. Ob behindert oder nicht, ist in dem Falle irrelevant.

Ja, 2. Punkt der Satzungsänderung streichen - und ggf. immer dann eine (auperordentliche wie ordentliche) Versammlung abhalten. Eine andere Alternative lässt das Gesetz (bzw. die Gerichte) nicht zu. Da hilft es auch nicht, wenn in der Satzung was anderes reingeschrieben würde (Nichtigkeit wegen Verstoßes gegen ein Gesetz [§134 BGB])...

Selbst eine "Fristsetzung" zur Abgabe der Stimme ist nicht erlaubt, da ja alle mitabstimmen müssen, wegen des 100%igen Zuspruchs...
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Ungelesener Beitragvon Grübchen » Di 20. Dez 2005, 20:45

Geändert um mein Privatleben zu schützen.
Wer nicht wählen geht gibt dem seine Stimme der die Wahl gewinnt da er nicht gegen diesen gewählt hat

Christine
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Ungelesener Beitragvon Christine » Di 20. Dez 2005, 21:28

hallo Grübchen,

dieses Spässchen hat mir gut gefallen :lol: :lol: :lol:
"Mögen wir noch so viele gute Eigenschaften haben - die Welt achtet vor allem auf unsere

schlechten" - Jean Baptiste Molière.


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